Grenzlandtreffen von drei Gemeinden

Ein Grenzstein, der verbindet

Autor: 
Werner Bauer
Lesezeit 2 Minuten
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13. September 2018

Um den Grenzstein am Alemannorum versammelt (von links): Simone Müller (Hauptamtsleiterin Biederbach), Biederbachs Bürgermeister Rafael Mathies, Hofstettens Rathauschef Martin Aßmuth, Schuttertals Bürgermeister Carsten Gabbert, Biederbachs Alt-Bürgermeister Josef Ruf, Wolfgang Wölfle (Hauptamtsleiter von Schuttertal), Historiker Otto Himmelsbach (Schuttertal), Schuttertals Alt-Bürgermeister Bernhard Himmelsbach und Horst Grießbaum, früherer Bürgermeister aus Schweighausen und nach der Gemeindereform Hauptamtsleiter. ©Werner Bauer

Hofstettens Bürgermeister Martin Aßmuth war am Montagnachmittag erstmals Gast beim Grenzlandtreffen auf dem »Confinium Alemannorum«, mit 715 Metern höchster Berg der Gemeinde. 

Der Gastgeber des Grenzlandtreffens war am Montag Schuttertals Bürgermeister Carsten Gabbert. Er folgte damit einer mehr als 20-jährigen Tradition, in welcher sich die drei Bürgermeister der Gemeinden Hofstetten, Schuttertal und Biederbach einmal im Jahr auf dem Alemannorum treffen, um sich auszutauschen. Nächstes Jahr wird dann Hofstettens Bürgermeister Martin Aßmuth die Gastgeberrolle übernehmen.

Zwei Neue in der Runde

Neu in der Runde war neben Aßmuth auch Biederbachs Rathauschef Rafael Mathies.  Als »alter Hase« führte Gabbert die Neuen in die Geschichte des Grenzlandtreffens ein. Es gibt es sicherlich nicht oft, dass ein Grenzstein, der 715 Meter hoch über dem Meeresspiegel und dazu noch mitten im Wald liegt, jedes Jahr Ort für ein interkommunales Treffen ist. Dort wo einst die Grenzen der ehemaligen Landkreise Emmendingen, Lahr und Wolfach zusammentreffen, ist ein aus Sandstein gefertigter Dreimärker auf dem Hessenberg ein stiller Zeitzeuge.

»Letztes Jahr wurde in Deutschland viel über Grenzen diskutiert, doch diese Grenzen hier sollen uns verbinden«, zentrierte Carsten Gabbert den Radius der EU-Politik auf den kleinen und unscheinbaren Hessenberg. 

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Schuttertäler Projekte

Weil es einst der Wunsch von Hofstettens damaligem Bürgermeister Henry Heller war, sich auch kommunalpolitisch in Szene zu setzen, stellte der Schuttertaler Bürgermeister die Projekte seiner Gemeinde vor. So können Wanderer auf dem Rundweg beim Alemannorum auf neun vom Bauhof aufgestellten Info-Tafeln etwas über die Erdgeschichte erfahren. 

Nach einem Sektempfang ging es zum neuen Dorfladen in Schweighausen. Hier hatte man mit Fördergeldern, Spenden sowie der Gründung einer Genossenschaft das Gasthaus »Sonne« erworben und baut dies derzeit um. Schweighausen kann sich schon auf die Einweihung im nächsten Jahr freuen. Ein Café wurde in den neuen Laden integriert. »Alle Vereine betätigen sich übrigens am diesem Projekt«, sagte Gabbert mit Stolz. 

Anschließend wurden die Pläne für ein kleines Seniorenwohnheim in Schuttertal vorgestellt, bevor man im Jägertonihof einkehrte. 

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