Gemeinderat

Elternbeiträge für Schiltacher Kindergärten nur wenig teurer

Autor: 
Martina Baumgartner
Lesezeit 3 Minuten
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31. Juli 2020

Der Nutzungsbeitrag für einen Kindergartenplatz wie im „Zachäus“ (Foto) wird auch für den „St. Martin“ steigen. ©Martina Baumgartner

Gemeinderat diskutiert um eine Anpassung der Elternbeiträge zum Kindergarten trotz Corona­krise. Die Mehrheit der Räte ist für moderat und damit kontinuierlich, was aktuell 1,9 Prozent heißt. 

Die Elternbeiträge beim Kindergarten werden zum kommenden Kindergartenjahr angepasst. Das beschloss der Schiltacher Gemeinderat am Mittwochabend mit jeweils zwei Gegenstimmen und Enthaltungen. 

Üblicherweise werden Beitragserhöhungen auf der Grundlage der Empfehlung des Kindergartenkuratoriums entschieden. Doch dessen Sitzung wurde wegen der aktuellen Coronasituation nicht durchgeführt. Allerdings habe man sich per Mail verständigt, sich jedoch  nicht eindeutig für eine Empfehlung entschieden, so Sabine Bösel (BUW), die gemeinsam mit Michael Pflüger (FWV) den Gemeinderat im Kindergartenkuratorium vertritt. Sie habe sich als Einzige dort gegen eine Erhöhung der Beiträge geäußert, so Bösel und fand es schade, dass die Kuratoriumssitzung ausgefallen war.

„Man hätte mit genügend Corona-Sicherheitsabstand auch in die Friedrich-Grohe-Halle oder bei schönem Wetter draußen tagen können“, monierte sie. Auch als neues Mitglied des Kuratoriums hätte sie gerne eine Diskussion zum Thema, auch mit den teils noch unbekannten Kollegen dort, geführt. „So fällt es mir schwer, mich zu äußern und festzulegen.“

Wirtschaftliche Folgen

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Sie begründete ihre Absage einer Erhöhung des Beitrags  mit den wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise, die viele Familien in finanzielle Bedrängnis gebracht hätten. Pflüger befürwortete eine kontinuierliche, moderate Anpassung der Elternbeiträge. Würde sie ausgelassen, entstünde bei der kommenden Erhöhung eine Kumulierung: „Und das tut dann richtig weh“, so Pflüger, der auch auf andere Kinzigtäler Gemeinden blickte, die teilweise um bis zu 5,2 Prozent erhöhen würden. 

Ratskollege Michael Buzzi (BUW) war ebenso für eine geringe Anpassung, so lange sich die Diskussion um eine globale Kindergartenbeitragsfreiheit in Baden-Württemberg noch im jetzigen Stadium befindet: „Die Diskussion wird weitergeführt. Doch zurzeit sollten wir nicht ausscheren und im landesweiten Vergleich bleiben“, so Buzzi. 

„Gott behüte uns vor einer Beitragsfreiheit“, äußerte sich Bürgermeister Thomas Haas. Denn dann würde der Bedarf wesentlich steigen und berechtigte Kinder auf jeden Fall angemeldet werden, auch wenn die Familien im Zweifel einen bereitgestellten Platz nicht in Anspruch nähmen. Zudem sei die Wertschätzung für eine Leistung mit Gegenleistung höher. Wenn es allerdings Härtefälle gebe, würde die Stadt diese Familien auf jeden Fall wie bisher unterstützen. 

Ulrich Gebele (BUW) ergänzte: Ihn störe es, dass zum Thema um Beitragserhöhungen oft nicht erwähnt würde, dass die Stadt beispielsweise im vergangenen Jahr 660 000 Euro in die Kindergärten gesteckt habe und er erinnerte daran, dass es lediglich um einige Euro im Monat bei der Beitragserhöhung gehe. 

Info

Moderate Anpassung der Elternbeiträge

Unter dem Eindruck der Coronakrise haben die Kommunalen Landesverbände und Kirchen eine moderate Anpassung der Elternbeiträge zum Kindergarten um 1,9 Prozent zum kommenden Kindergartenjahr 2020/21 empfohlen. Das bedeute in Schiltach eine Beitragserhöhung bei Nutzung einer Regelgruppe für eine Familie mit einem Kind von 128 auf 130 Euro. Die Beträge für Zwei-, Drei-, Vier- oder Mehrkindfamilien sowie der Krippenbeitrag werden dementsprechend angepasst. „In Schiltach liegen wir weit unter den Beitragsempfehlungen“, informierte Kämmerer Herbert Seckinger. Die Elternbeiträge decken 15 Prozent der Kosten des Betriebs der Einrichtungen.

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