2,5-Millionen-Euro-Projekt

Freibad in Hornberg nach Sanierung feierlich eröffnet

Autor: 
Claudia Ramsteiner
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22. Juni 2018
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(Bild 1/3) Rutsche frei: Die Jüngsten des Fördervereins Hornberger Freibad durften bei der Eröffnung am Donnerstagabend die neue Attraktion, die breite Wellenrutsche, als erste ausprobieren. ©Claudia Ramsteiner

Nur glückliche Gesichter waren am Donnerstag beim Einweihungsfest des Hornberger Freibads zu sehen. Und als all die trockenen Reden vorbei waren, stürzten sich vor allem die Jüngsten über die neue Breitrutsche und das Dreimeterbrett ins erfrischende Nass.

Die Verjüngungskur der »alten Dame«, wie Fördervereinsvorsitzender Tommy Reinbold das Hornberger Freibad liebevoll bezeichnete, ist gelungen. Nach knapp zehn Monaten Bauzeit nahmen die Hornberger ihr Freibad bei der feuchtfröhlichen Eröffnungsfeier wieder in Beschlag. Es wurde zu einem Freudenfest mit viel Lob von allen Seiten.

»Badespaß pur« verhieß Bürgermeister Siegfried Scheffold und begann mit seinen Dankesworten beim Gemeinderat für die »schwierige, aber zukunftsweisende Grundsatzentscheidung« zum Erhalt und zur Modernisierung des Hornberger Freibads. Ob Fritz Planung oder Sterntek-Architekten, die Bauunternehmung Kaltenbach und alle Bauarbeiten, die Stadtbaumeisterin Pia Moser und die Bademeister Gerhard Schmid und Wolfgang Streng – alle hätten Überdurchschnittliches geleistet und das 2,5-Millionen-Projekt zu einem guten Abschluss geführt. Damit sei die Stadt wieder ein gutes Stück atrraktiver, lebenswerter und familienfreundlicher geworden.

 

 

Der Bürgermeister bat vor allem die Kindergartenleiterinnen und die Schulleiterin dafür zu sorgen, dass ausnahmslos alle Hornberger Kinder schwimmen lernen. Dem Förderverein überreichte er für seinen »großartiges Engagement in Sachen Eigenleistung und finanzieller Unterstützung« einen Grillgutschein mit der Auflage, diesen im Freibad einzulösen und ihn dazu einzuladen.

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»Für das Bad gebrannt«

»Normalerweise ruft uns das Bauamt an«, erzählte Jochen Fritz launig, wie bei der Messe Interbad vor vier Jahren die Bürgerinitiative Hornberg auf ihn zugekommen sei und um Hilfe bei der Planung gebeten habe: »Die haben für ihr Bad gebrannt!« Vier Jahre später konnte der Chef von Fritz Planung nun ein Bad übergeben, das Badespaß für alle Generationen verspricht. Allein der Wunsch, den einstigen Fünf-Meter-Turm wieder zu aktivieren, sei an den Unfallverhütungsvorschriften gescheitert.

Tommy Reinbold blickte dankbar auf die Anfänge der Bürgerinitiative mit Hanspeter Hirschbühl zurück, aus der im Oktober 2016 der Förderverein hervorgegangen sei. Und der zählt inzwischen 500 Mitglieder. »Den unglaublichen Hype im Verein wollen wir so lang es geht aufrecht erhalten«, so Reinbold. 

16 Rettungsschwimmer ausgebildet

Immerhin habe der Verein nicht nur tausende freiwillige Stunden geleistet, sondern – auch mit Hilfe der Crowdfundingaktion der Volksbank – Kinderattraktionen und die Schaukelbucht mit knapp 29 000 Euro finanziert. 16 Fördervereinsmitglieder ließen sich zu Rettungsschwimmern ausbilden, um wertvollen Dienst im Bad zu leisten. Eine Kamera hat vom ersten Schaufelhieb an alle vier Minuten ein Bild der Bauarbeiten gemacht – das daraus entstandene Video zeigte eindrucksvoll die Hornberger Gemeinschaftsleistung.

Und die wurde anschließend ausgiebig gefeiert – zu Wasser und zu Land.

Stichwort

Zitate

Jochen Fritz, Chefplaner der Firma Fritz Planung: »Das hat Spaß gemacht in Hornberg, und es war wirklich beispielhaft, wie sich die Bürger da eingebracht haben!«

Tommy Reinbold, Vorsitzender des Fördervereins Hornberger Freibad: »Die Bürgerinitiative war kein Kampf gegen irgend etwas, sondern zukunftsorientiert für unser Hornberg. Toll, was wir aus der alten Dame Freibad gemacht haben!«

Marion Gentges, Landtagsabgeordnete (CDU): »2800 Stunden ehrenamtlicher Einsatz, da haben ganz viele zusammengewirkt. Und 50-Meter-Bahnen finden Sie heute längst nicht mehr in jedem Schwimmbad!«

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