Gutach

Erste Gutacher Freizeiteinrichtungen dürfen zum 1. Mai öffnen

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06. Mai 2021
Zum 1. Mai ist Mini- oder Abenteuergolf (Bild) wieder möglich, der Park mit allen Sinnen mit strengeren Auflagen.

Zum 1. Mai ist Mini- oder Abenteuergolf (Bild) wieder möglich, der Park mit allen Sinnen mit strengeren Auflagen. ©Claudia Ramsteiner

Die Wochenendgestaltung von Familien umfasst seit einem halben Jahr eigentlich nur Wandern und Radtouren – weil alles andere mit Erlebnischarakter aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen ist. Nun öffnet zum 1. Mai die erste Gutacher Freizeiteinrichtung: Der Adventuregolf- und Soccergolfpark. Carsten Wöhrle ist sehr erleichtert.

Ein Gericht in Niedersachsen habe schon aufgrund einer Klage Minigolf und Adventuregolf als Individualsport angesehen wie beispielsweise Golf und Tennis. „Daraufhin haben wir uns schon überlegt, ob wir ein Einzelverfahren anstreben“, sagte Wöhrle im Gespräch mit dem Offenburger Tageblatt. Baden-Württemberg sei da noch von einer Öffnungsperspektive bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 ausgegangen, da hätte man mindestens die halbe Saison vergessen können.

Auflagen wie für Minigolfparks

Nun sei es aber, vermutlich nach dem Urteil aus Niedersachsen, so auch in die neue Corona-Verordnung Baden-Württembergs aufgenommen worden. Der Adventure- und Soccergolfpark im Gutacher Obertal darf wie jeder Minigolfpark unter folgenden Auflagen öffnen: Bei einer Inzidenz von über 100 ist es möglich, allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts pro Gruppe und Bahn zu spielen. Bei einer Inzidenz von 50 bis 100 – das wird die Ortenau vermutlich bis zum Wochenende nicht erreichen – sind dann fünf Personen aus maximal zwei Haushalten pro Gruppe und Bahn zugelassen, und wenn die Inzidenzzahl unter 50 sinkt, gilt zehn Personen pro Gruppe und Bahn.

Der Park umfasst 18 Bahnen Adventuregolf und 18 Bahnen Soccergolf – es könnten also 36 solcher Gruppen gleichzeitig spielen. „Eine Reservierung ist nicht möglich, wir können aber auch noch überhaupt nicht einschätzen, wie das jetzt einschlägt, oder ob es dennoch ruhig bleibt“, so Wöhrle.

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Die Toilettenanlagen bleiben geschlossen, sie können aber zur Einzelnutzung freigegeben werden, den Schlüssel gibt es an der Kasse. Im Kassen- und Wartebereich herrscht Maskenpflicht. Getränke und Eis gibt es weiterhin an der Kasse.

„Unter Berücksichtigung der Abstandsregeln gilt eine Ansteckung im Freien, nach neuesten Aerosolforschungsergebnissen, als sehr unwahrscheinlich“, zitiert Carsten Wöhrle die Wissenschaft. Mit fast 10 000 Quadratmetern biete die Anlage sehr viel Platz und frische Luft.

Mit Anmeldung und Test

Auch der Park mit allen Sinnen plant zum 1. Mai die Öffnung – er gelte als „Botanischer Garten“, sagt Peter Reichle. Das sei bereits im vergangenen Jahr so gehandhabt worden, eine Ungleichbehandlung etwa mit der Landesgartenschau mache ja auch keinen Sinn. Er werde sich selbstverständlich an die Hygieneauflagen der Corona-Verordnung halten.

Diese sieht bei einer Inzidenz von über 100 eine vorherige Terminbuchung vor und eine Dokumentation der Kontaktdaten sowie ein negativer Corona-Test, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Letzteres entfällt für Kinder bis einschließlich fünf Jahre. Die Pflicht zur Dokumentation der Kontaktdaten werde er über die Luca-App erfüllen. „Ich werde auf der Homepage die Besucher auch noch bitten, diese vorher herunterzuladen“, so Reichle.

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