Wolfach

Erweiterung dringend nötig

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red/mb
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12. März 2014

Anke Brügmann (links), die Vorsitzende des Vereins Pwojè men kontre, war im vergangenen Jahr fast sieben Monate in Haiti, um Waisenhaus und Schule zu unterstützen. ©Archiv

Der Verein »Pwojè men kontre« hat im vergangenen Jahr seine Hilfsprojekte in Haiti weiter vorangebracht. In diesem Jahr steht der Umzug von Waisenhaus und Schule an, wie die Vorsitzende Anke Brügmann in einem Rundbrief mitteilte.

Wolfach (red/mb). Die Vorsitzende des Vereins Pwojè men kontre Anke Brügmann informierte in einem Rundschreiben über die Aktivitäten im vergangenen Jahr. Viermal war Brügmann 2013 in Haiti –  insgesamt fast sieben Monate. Im Sommer wurde eine neue Fotovoltaikanlage installiert. Außerdem war der Agrarökonom Alfred Barkow vom Senior Experten Service (SES) in Haiti, um die Landwirtschaft mit neuen Impulsen zu unterstützen.

Seit Oktober ist Jessica Franken im Projekt, die als Französischlehrerin ihr Sabbatjahr in Haiti verbringt. Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen in der Lehrerfortbildung und in der Betreuung von Lerngruppen. »Ich bin sehr froh, dass sie auch in meiner Abwesenheit dort ist und Verantwortung übernimmt«, schreibt Brügmann. Im Herbst wird Stefan Willeitner aus dem Vorstand sie als Lehrer im Sabbatjahr ablösen. Alfred Barkow plant einen weiteren Einsatz im März. Bei der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) hat der Verein einen Antrag auf einen Entwicklungshelfer im Bereich Landwirtschaft und Weiterverarbeitung gestellt. Für den Sommer werden noch Mitarbeiter als Bauaufsicht gesucht.

Zu kämpfen hatte der Verein mit der Planungsunsicherheit in Bezug auf den Bau der neuen Nationalstraße. Nun stehe aber fest, dass die Straße in unmittelbarer Nähe von Waisenhaus und Schule vorbeiführen wird. Für den Verein stellte sich deshalb die Frage, ob er mit Waisenhaus und Schule den jetzigen Standort verlässt, um die bisherige Anlage für Landwirtschaft, Weiterverarbeitung, Werkstätten und als Wohnraum für die jungen Erwachsenen zu nutzen. Der deutsche Vorstand und die haitianischen Verantwortlichen stimmten mehrheitlich für den Umzug.

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Erster Bauabschnitt

Die erste Hälfte des Jahres soll für den Erwerb eines Grundstücks, Vermessungen, Bauplanung und Besorgung von Material genutzt werden.  Für die großen Ferien ist der erste Bauabschnitt geplant. Die Erweiterung sei dringend notwendig, schreibt Brügmann, denn »Schule und Waisenhaus platzen aus allen Nähten«.

Dennoch hat der Verein im vergangenen Jahr nötige Renovierungen in Angriff genommen, denn der jetzige Standort  soll ja weiter genutzt werden. Größte Unternehmung war der Einbau von je vier Toiletten mit Wasserspülung in Haus A und B.
Der Container, den der Verein im Januar auf die Reise geschickt hat, sei wohlbehalten in Haiti angekommen. Das Material sei dringend gebraucht worden. Im Sommer wurden viele Funktionsabläufe im Waisenhaus neu gestaltet. Jede Wohngruppe habe zwei Betreuer, die sich im Schichtdienst abwechseln. Weil das komplette Wohnen im Waisenhaus nicht mehr Bedingung sei, habe der Verein besser ausgebildetes Personal gewonnen.

Die Einrichtung hat nun neun Gruppen von jeweils acht bis neun Kindern und Jugendlichen, davon drei externe Gruppen mit großen Jugendlichen und sechs Kindergruppen – insgesamt werden 75 Kinder und Jugendliche betreut. Vier Jugendliche haben ihre Ausbildung abgeschlossen und wurden in der Einrichtung angestellt. Auf die freigewordenen Plätze wurden wieder kleinere Kinder aufgenommen. Die Schulabgänger haben zum vierten Mal in Folge die staatliche Abschlussprüfung bestanden. Die Einrichtung gelte beim Erziehungsministerium als beste Primärschule von Beaumont. Derzeit werden 245 Schüler in acht Klassen und drei Vorschulgruppen unterrichtet.

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