Triberg

ETG-Vorstandsvorsitzender Rudolf Kastner geht in Ruhestand

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10. Juli 2019

Rudolf Kastner erklärte bei seinem Abschied, dass er als Aufsichtsratsvorsitzender weiterhin seine Erfahrungen ins Unternehmen einbringen möchte. ©Joachim Klausmann

Mehr als ein viertel Jahrhundert hat Rudolf Kastner die Entwicklung der EGT Unternehmensgruppe (Elektrizitäts-Gesellschaft Triberg) maßgeblich geprägt. Auch ehrenamtlich engagierte er sich in Institutionen und Verbänden. Jetzt geht er in den Ruhestand.

»Es wird Zeit, die Geschicke des Unternehmens in jüngere Hände zu übergeben«, sagte der 67-jährige ETG-Vorstandsvorsitzende Rudolf Kastner bei seiner Verabschiedung. Kastner zieht sich zwar aus dem operativen Geschäft zurück, bleibt dem Unternehmen allerdings als Aktionär und Aufsichtsratsvorsitzender erhalten.

Die Kontinuität gewährleisten sein langjähriger Vorstandskollege Jens Buchholz und die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften.

Beruflich durchgestartet

Nach dem Studium der Elektrotechnik an der Technischen Universität München startete Kastner 1977 seine berufliche Laufbahn beim Siemens-Konzern und übernahm die Leitung der Inbetriebnahme von Schaltanlagen und Großkraftwerken unter anderem im Nahen Osten, Südamerika und Süd-Ost-Asien.

1983 wechselte er zum Schweizer Energie- und Industriekonzern Elektrowatt und war dort zuletzt Mitglied der Geschäftsleitung verschiedener Konzerngesellschaften im Bereich der Energiewirtschaft.

Alleiniger Geschäftsführer bei ETG und später Miteigentümer

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1993 begann er als Allein-Geschäftsführer bei der EGT. 1999 wurde er Miteigentümer und Vorstandsvorsitzender der heutigen EGT.

Mit ihren Unternehmen ist die EGT Unternehmensgruppe heute in den Geschäftsbereichen Energieservice, Energienetze sowie Elektro- und Informationstechnische Gebäudeausrüstung tätig und beschäftigt rund 230 Mitarbeiter. 

Die EGT ist die Dachgesellschaft der Gruppe mit einer Vielzahl an Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften. Das Unternehmen befindet sich zu je einem Drittel im Besitz von privaten und kommunalen Anteilseignern sowie der Alb-Elektrizitätswerk Geislingen-Steige (Albwerk).

Großes ehrenamtliches Engagement gezeigt

Mit seinem Ausscheiden als Vorstandsvorsitzender der EGT legt Kastner auch die meisten seiner Ehrenämter ab. Jahrzehntelang war er Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Triberg sowie Beirat weiterer mittelständischer Unternehmen.

Für sein Engagement zum Ausbau und der Weiterentwicklung der Hochschule Furtwangen war Rudolf Kastner 2009 zum Ehrensenator ernannt worden.

Ehrenamtlich war Rudolf Kastner Präsident des Verbandes der Energie- und Wasserwirtschaft Baden-Württemberg (VfEW) in Stuttgart und gehörte zum Vorstand des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Berlin. Bereits seit langer Zeit und noch für die laufende Amtsperiode ist er Präsident der Vereinigung Badischer Unternehmerverbände in Freiburg und Mitglied des Vorstandes der Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände in Stuttgart. Auch als Handelsrichter am Landgericht Konstanz war Kastner lange Jahre aktiv.

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