Astronomischer Verein

Faszinierende Einblicke in die Sternenwelt in Hofstetten

Autor: 
Christine Aberle
Lesezeit 3 Minuten
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23. September 2019

Faszinierende Einblicke in die Sternenwelt gab es bei idealen Bedingungen am Samstagabend auf dem Tochtermannsberg in Hofstetten. ©Christine Aberle

Faszinierende Einblicke in die Sternenwelt gab es am Samstagabend auf dem Tochtermannsberg in Hofstetten.

Auf dem Tochtermannsberg in Hofstetten. finden die Hobbyastronomen einen noch einigermaßen nachtdunklen Himmel und ein weites Blickfeld vor, da der Horizontverlauf ziemlich flach ist und man  den ganzen Himmel überblicken kann. Mit der jährlichen Veranstaltung des Astronomischen Vereins der Ortenau wollen die Verantwortlichen Besuchern den Sternenhimmel nahebringen.

Zu Beginn wurden etwa zehn Teleskope, vorwiegend Spiegelteleskope, aber auch Linsenteleskope aufgebaut. Die Sternfreunde beantworteten die vielen Fragen der zahlreichen Besucher. Einer meinte scherzhaft: »Wir nennen uns Sternwarte, weil wir auf die Sterne warten«. Bei Einbruch der Dämmerung waren Jupiter und Saturn mit bloßem Auge  leicht am Abendhimmel zu finden, in sechzigfacher Vergrößerung durch ein Teleskop waren sie zum Greifen nahe.

Linsenteleskope haben Vorteil

Beeindruckend war das schnelle Verschwinden der Sterne im Teleskopausschnitt. Da die Erde sich um 15 Grad pro Stunde dreht, die Sterne aber stehen bleiben, waren sie in wenigen Minuten aus dem Sichtfeld herausgefallen. Die Linsenteleskope haben den Vorteil, dass sie mitziehen und auf dem Stern bleiben, was aber natürlich ein höherer Anschaffungspreis bedeutet.

Das Wetter war wie gemacht für diese Veranstaltung, der Himmel war klar, kein Wind, angenehme Temperaturen und eine gute Stimmung unter den Sternenguckern. Sogar Nachwuchsastronomen stellten ihr Wissen unter Beweis, wenn der Vater auch immer wieder helfend eingreifen musste. 

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Auch neueste Technik hat bei den Astronomen Einzug gehalten. So führte ein Mitglied des Astronomischen Vereins Ortenau stolz sein IPad mit einer App vor, die ihm anzeigt, wo die Sterne im Moment zu finden sind. Er erinnerte sich ungern an früher, als er die Sterne noch mühsam suchen musste. Die Zahl der Sterne, die höher sei als die Anzahl der Sandkörner auf der ganzen Welt, war in diesem Zusammenhang eine weitere bemerkenswerte Zahl.

ISS am Nachthimmel zu sehen

Dann wurde es spannend, denn ebenfalls per App, war das auftauchen der ISS am Horizont angesagt. Mit 30000 Stundenkilometern rast sie alle 90 Minuten einmal um die Erde. Trotz etwa 500 km Höhe, war die internationale Raumstation gut am Nachthimmel auszumachen, bis sie im Erdschatten wieder verschwand.

Seit 2003 findet dieses Event nahezu jedes Jahr auf dieser noch dunklen Ecke auf der Schwarzwaldhöhe statt und wird stets von zahlreichen Besuchern aufgesucht. Auch ferne Galaxien standen im Beobachtungsprogramm dieses Abends. Aufmerksam machen wollten die Sternfreunde auch auf die zunehmende Lichtverschmutzung.  Dabei wird der Nachthimmel durch meist künstliche Lichtquellen aufgehellt, was ein Nachteil für Flora und Fauna sei. 

Vielen Sternguckern wird dieser Abend in Erinnerung bleiben. Zeigte er doch eindrücklich, wie klein und unbedeutend der Mensch und sein Wirkungskreis im großen Universum ist. 

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