Schiltach-Lehengericht

FBG zieht Bilanz: Kalamitätsholz drückt den Holzpreis

Autor: 
Andreas Buchta
Lesezeit 3 Minuten
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19. Juli 2019

Vorsitzender Gerhard Bühler (rechts) verabschiedete Georg Bühler nach 13 Jahren aus dem Vorstandsteam der FBG Schiltach-Lehengericht. ©Andreas Buchta

Die aktuelle Holzmarktlage und die Verabschiedung von Georg Bühler aus dem Vorstandsteam standen am Dienstagabend in der Hauptversammlung der FBG Schiltach-Lehengericht im Mittelpunkt. 

Sie war wie gewohnt sehr gut besucht, die Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Schiltach-Lehengericht am Dienstag im Gasthaus »Pflug« in Vorderlehengericht. Der ungewöhnliche Zeitpunkt Mitte Juli war gewählt worden, weil Kassierer Georg Bühler angekündigt hatte, sein Amt zum Ende des Monats altershalber aufzugeben. Er wurde vom Vorsitzenden Gerhard Bühler feierlich verabschiedet.

»Das Jahr 2018 hat so gut begonnen«, erinnerte der Vorsitzende in seinem Rückblick: Bei der guten Konjunktur verlangten die Säger große Mengen Holz. Dann kam die europaweite Trockenheit, und der Wald geriet unter Druck: Es gab ein starkes Aufkommen an Trocken- und Käferholz. »Immer mehr Holz drückt auf den Markt«, stellte Bühler fest. 

Georg Bühler gab seinen letzten Geschäftsbericht. Demnach wurden 2018 von der FBG 13 200 Festmeter Holz verkauft mit einem Erlös von 971 500 Euro. 2017 waren es 13 100 Festmeter. Damit wurden durchschnittlichfünf Festmeter je Hektar vermarktet. Der Durchschnittspreis pro Festmeter betrug beim Stammholz 74,25 Euro netto. Aber: »Heute sieht’s schlechter aus«, erklärte Bühler. Für die Vereinskasse wurde ein Überschuss von 1188 Euro erwirtschaftet. Einstimmig entschied die Versammlung, 250 Euro als Rücklage zu verwenden. 940 Euro werden je nach Holzproduktion den Mitgliedern rückvergütet. 

Mehr Aufwand wegen "Sammlerei"

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In seinem Bericht sah Gerhard Bühler durch die Transportlängenumstellung auf 21 Meter eine Verteuerung, die nicht durch den Holzpreis kompensiert werde. Darüber hinaus bedeute die »Sammlerei« des verstreut anfallenden Dürre- und Käferholzes zusätzlichen Aufwand.

Bürgermeister Thomas Haas macht der Wald »zunehmend Sorge«. Das Waldbild werde sich in Zukunft deutlich verändern. Mit der FBG und dem FVS aber seien die Waldbesitzer vergleichweise gut aufgestellt: »Es ist gut in schlechten Zeiten, wenn man gut organisiert ist«, stellte er fest

FBG als »Lokomotive auf dem Holzmarkt« 

Joachim Prinzbach von der FVS bezeichnete die FBG Schiltach-Lehengericht als »Lokomotive auf dem Holzmarkt«, die am Markt bevorzugt behandelt werde. Die momentanen Rahmenbedingungen seien gar nicht so schlecht: Das Baugewerbe berapple sich, für die Sägewerke sei 2018 ein Rekordjahr gewesen. Für 2019 erwarte er allerdings ein etwas geringeres Volumen. »Die Märkte geraten wegen dem vielen Kalamitätsholz zusehends unter Druck«, befürchtete er. Es gebe Absatzprobleme vor allem bei geringerer Qualität. Im Lauf des Jahres 2019 sieht er die Holzpreise einbrechen. Er empfahl, die Sortimente nach Qualität gut zu sortieren und Trocken- und Käferholz zügig anzumelden und abzufahren. »Die Preise werden sich deutlich reduzieren, aber wir hier sind in Europa immer noch an der Spitze«, beendete er seinen Vortrag.

Revierleiterin Monika Lehmann präsentierte die nach dem Kartellverfahren noch verbliebenen Möglichkeiten der Forstverwaltung bei der Holzvermarktung. Anschließend diskutierten die Mitglieder die Möglichkeit, die Holzanmeldung und Holzaufnahme direkt über die FVS abzuwickeln, eine Möglichkeit, die mehrheitlich befürwortet wurde. 
 

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