FDP-Politiker besuchen Brauerei Ketterer

Autor: 
Petra Epting
Lesezeit 3 Minuten
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27. Februar 2016

Der FDP-Landtagskandidat Matthias Kappis und FDP-Generalsekretärin Judith Skudelny besichtigen die Familienbrauerei Ketterer und informierten sich über die Sorgen und Nöte des mittelständischen Betriebs.

Ein Brauereibesuch ist immer eine spannende Sache. Das empfanden gestern auch Judith Skudelny, FDP-Generalsekretärin in Baden-Württemberg, und FDP-Landtagskandidat Matthias Kappis bei ihrem Rundgang durch Sudhaus, Hefekeller und Flaschenabfüllung so. Philipp und Anke Ketterer sowie Michael Ketterer führten die Politiker durch ihr Unternehmen, das sie als Familie »mit Leib und Seele« führen – klammerten aber die Schwierigkeiten durch die Rand- und Tallage ebenso nicht aus. 
Gab es früher einmal allein in Hornberg neun Brauereien, sind es heute im ganzen Ortenaukreis nur noch vier, blickte die Runde in die Vergangenheit und startete mit ihrer Besichtigung am Brunnen, aus dem das Wasser kommt, zu dem die Ketterer-Biere aus 90 Prozent bestehen. Natürlich war sofort das umstrittene Herbizid Glyphosat Thema. Für die Familie Ketterer zahlt sich dabei die Regionalität aus, denn bei den Gerstenbauern aus Dunningen komme dieses nicht zum Einsatz. Zwar sei das eigene Bier noch nicht analysiert, doch bestehe dieses immerhin auch aus dem erwähnt hohen Prozentsatz an »Lebensquell«-Wasser, und dieses sei nachweislich frei davon. Glaubwürdigkeit, Transparenz und die Nähe zum Kunden seien wichtige Bausteine für den Erfolg, ist die Geschäftsleitung der Familienbrauerei Ketterer überzeugt. »Ängste lassen sich gut verkaufen, und einige machen Politik darüber«, bemerkte Judith Skudelny. Man müsse zwischen Biergenuss und Alkoholmissbrauch schon unterscheiden, ärgert sich Philipp Ketterer, der auf die Markentwicklung und auf die vielen und immer mehr werdenden Vorschriften einging. 
Sehr beeindruckt zeigte sich die Generalsekretärin von der unkomplizierten Nachfolgeregelung in der Hornberger Brauerei, was sie so eher nicht kenne und was bei vielen Unternehmen ein großes Problem darstelle. Viele würden sich zu spät damit auseinandersetzen. Auch wie Michael Ketterer beim Rundgang das Feld ganz seinem Schwiegersohn Philipp überließ, machte bei den Politikern großen Eindruck. »Die Nachfolge und gleichzeitig Investitionen so hinzubekommen, das ist eine unternehmerische Leistung«, zollte Philipp Ketterer seinem Schwiegervater großen Respekt. Durch Regelungen würde man immer noch mehr bestraft, wie sollen da Lust und Freude an einer Unternehmensnachfolge weitergegeben werden, ist eine der wichtigen Zukunftsfragen der jetzigen Geschäftsführer-Generation. Philipp Ketterer verdeutlichte ferner die Bedeutung des Breitbandausbaus. So seien ihre Maschinen an die Fernwartung angeschlossen oder könne sich der Braumeister bei Störungen von zu Hause aus einwählen. Daher sei das Thema so wichtig wie die Straßen.
Die Familienunternehmen seien lokal vernetzt, engagiert sowie charakterbildend und man sollte ihnen nicht die Identität rauben. Sie, die Kleinen, seien es, die Trikots oder Bandenwerbung bezahlen, von den Großen sehe man das nicht, so Judith Skudelny. Anschließend ging es zum Besuch der Firma Fus & Sohn in Haslach.

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