Fischerbach

Fischerbacher Gemeinderat stimmt Straßenplanung zu

Autor: 
Reinhold Heppner
Lesezeit 3 Minuten
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25. Mai 2019

Zwischen der Spedition Böhler und Kammerer Luft- und Wärmetechnik soll nach dem jetzt verabschiedeten Planungskonzept die Fischerbacher Anbindung in das Gewerbegebiet Mühlegrün einmünden. ©Reinhold Heppner

Der Fischerbacher Gemeinderat stimmte am Donnerstag dem Planentwurf zur neuen Anbindung von Fischerbach nach Haslach zu. Allerdings fiel das Ergebnis äußerst knapp aus. 
 

Roland Gäßler, der Leiter des Straßenbauamts im Landratsamt Ortenaukreis stellte am Donnerstagabend den Planentwurf zur neuen Anbindung von Fischerbach nach Haslach im Fischerbacher Gemeinderat vor. Danach entwickelte sich eine anderthalbstündige intensive Diskussion. 

Bürgermeister Thomas Schneider hatte zwischenzeitlich die Befürchtung, es gebe ein »zurück auf Anfang«. Erstmals war im Gemeinderat 2013 über die Anbindung nach Haslach beraten und damals auch gleich der Beschluss gefasst worden, beim Landratsamt einen Antrag auf vorzeitigen Neubau einer Verbindungsstraße von Fischerbach nach Haslach als Kreisstraße mit Radweg zu stellen. 

Die jetzt vorgestellte Trasse führt, ab dem Abzweig beim Bildstöckle in Richtung Fischerbacher Sportplatz über die Kinzig und beim Haslacher Gewerbegebiet Mühlegrün zur Einmündung zwischen den Firmen Böhler und Kammerer. Weiter verläuft sie dann unter der bestehenden Bahnunterführung in Richtung Stadt.

760 Meter lang

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Roland Gäßler hat die geänderte Linienführung mit dem Wasserwirtschaftsamt abgestimmt und eine geringere Höhenlage des Brückenbauwerks erreicht. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, die Dammwege direkt an die neue Verbindungsstraße anzuschließen. Die Straße komme jetzt deutlich tiefer im Gelände zu liegen. Insgesamt wird die neue Verbindungsstraße 760 Meter lang, mit einer Fahrbahnbreite von sechs Metern. Daneben wird ein 2,50 Meter breiter Radweg angelegt, der mit einem Grünstreifen von der Fahrstraße abgetrennt ist.  Die Kosten belaufen sich nach aktuellem Stand auf rund sechs Millionen Euro.

Die anteiligen Kosten für den Radweg liegen bei 30 Prozent der Gesamtkosten, von diesen 30 Prozent wiederum müssen die beiden Kommunen Fischerbach und Haslach zusammen 20 Prozent, also mit Stand heute zusammen rund  360 000 Euro tragen. 
In der Diskussion über teilweise auch schon in früheren Sitzungen diskutierte Varianten, brachten einige Gemeinderäte die sogenannte »kurze Variante« ins Spiel, die vom »Mühlegrün«  direkt in den Bereich des früheren Steinbruchs am Herrenberg führen würde. Dies wiederum erfordere den Abtrag des Felsens und um eine vernünftige Einfädelungsspur in die jetzige Kreisstraße wohl auch eine zusätzliche Aufstelzung in Richtung Kinzigvorland. Gemeinderätin Mechthilde Eisenmann (FWV) erinnerte dabei, dass diese Variante bereits von Kreis und Regierungspräsidium abgelehnt wurde.  

Verhandlungen noch nicht abgeschlossen

Die Grundstücksverhandlungen seien noch nicht abgeschlossen. Roland Gäßler sagte, es gebe noch »einige überzogene Vorstellungen«. Wenn eine Einigung auf dem Verhandlungswege nicht möglich sei, müsse man den Weg der Planfeststellung gehen, was wiederum eine Verzögerung von mindestens einem Jahr bedeute. Wenn Planung und Grundstückverhandlungen abgeschlossen seien, könne man mit einer Bauzeit von einem Jahr rechnen.

Am Schluss wurde es bei der Abstimmung äußerst knapp – fünf Gemeinderatsmitglieder stimmten für den vorgestellten Planentwurf, vier stimmten dagegen, zwei enthielten sich. 
Die noch Anfang Mai vom Haslacher Rat favorisierte Trassenvariante eng am Mühlegrün vorbei (wir berichteten)spielte bei der Diskussion in Fischerbach übrigens keine Rolle mehr. Gäßler begründete eine entsprechende Nachfrage von Eisenmann damit, dass die notwendigen Radien nicht eingehalten werden könnten und es deshalb für diese Variante keine Zuschüsse geben würde. Sie wäre damit aus dem Spiel.

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