Weihnachtsmarkt

Flüchtlingsfrauen bieten Speisen in Haslach an

Autor: 
Reinhold Heppner
Lesezeit 2 Minuten
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03. Dezember 2019

Stehen hinter dem Angebot für Flüchtlingsfrauen: Bürgermeister Philipp Saar (links), Pfarrer Christian Meyer (Mitte), Stephanie Boschert (weiße Mütze) und (davor) Karin Weißer. ©Reinhold Heppner

Erstmals aktiv dabei waren beim Haslach Weihnachtsmarkt Flüchtlingsfrauen aus Afghanistan, Eritrea, Nigeria und Syrien.

Sie verkauften zu Gunsten der Sozialstation unter dem Motto „Arabische Küche“ Spezialitäten aus ihren Ländern. Ihr Angebot reichte von einer Suppe mit Linsen und Kürbis, über Auberginenaufstrich, Bulgursalat bis hin zu Keksen mit Datteln- und Pistazienfüllung.

Die Flüchtlingsfrauen gehören zur Gruppe „Bildungsjahr für erwachsene Flüchtlinge“ und werden seit September intensiv, insbesondere in der Sprache und Berufsorientierung gefördert (wir haben berichtet). Die Vorbereitungen hierzu und auch die Standgestaltung wurde von Stephanie Boschert begleitet, die auch mit den Frauen Kenntnisvermittlung in Heimatkunde betreibt. 

15 Teilnehmerinnen im Kurs

Dazu gehören beispielsweise auch Geschäftsbesuche, Vermittlung der Stadtgeschichte oder auch mal ein Aufstieg zum Urenkopfturm. Fünf Vormittage in der Woche findet hierzu Sprachunterricht im evangelischen Gemeindehaus statt. Insgesamt sind in dem laufenden Kurs 15 Teilnehmerinnen, der damit ausgebucht ist.

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Die Teilnehmerinnen kommen aus sechs Kommunen aus der Raumschaft, sowie aus Biberach, Wolfach und Hornberg. Zwei Tagesmütter betreuen während des Unterrichts derzeit neun Kinder im Alter zwischen einem halben Jahr und knapp drei Jahren.

Bürgermeister Philipp Saar und der evangelische Pfarrer Christian Meyer nutzten die Gelegenheit, beim Weihnachtsmarkt am Samstag bei der Frauengruppe vorbeizuschauen und freuten sich natürlich über deren Engagement. Beide sehen das Angebot als wichtig und richtig an, und meinen, dass Sprache und Berufsorientierung Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration mit sich bringen.

Projekt wird weiter finanziert

Finanziert wird das „Bildungsjahr für erwachsene Flüchtlinge“ größtenteils vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung. 

Projektleiterin Karin Weißer von der Volkshochschule konnte zur Freude aller Beteiligten und Unterstützer mitteilen, dass nach Ablauf des ersten Bildungsjahrs die staatlichen Gelder für ein weiteres Bildungsjahr für das „Projekt Haslach“ zur Verfügung gestellt werden.  

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