Hausach

Franz Schmid hinterlässt überall Spuren seines Hobbys

Autor: 
Claudia Ramsteiner
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
06. Dezember 2016

Franz Schmid mit seinem Insektenhotel - eine von vielen Verschönerungen des Adventswalds aus seiner Hand. Das Jahr über wird es dann den Insekten am Hausacher Bergsteig als Hotel zur Verfügung stehen. ©Claudia Ramsteiner

Sie setzen sich meist still im Hintergrund für andere ein, die »Engel des Alltags«, denen wir in diesem Jahr unseren Adventskalender widmen, um ihren Einsatz zu würdigen. Unser heutiger »Engel des Alltags« ist Franz Schmid aus Hausach.

Ob man sich nun auf dem Hausacher Bergsteig in einer Himmelsliege oder auf einem der liebevoll zu Bänkle umfunktionierten Ackergeräte niederlässt, sich aus dem Naturkühlschrank oder an einem Brunnen labt, ob man auf dem Haseneckle mitten im Wald auf eine Waldorgel und ein Waldxylofon trifft  - überall trifft man auf die Spuren eines Mannes, der gleich mehrfach als »Engel des Alltags« vorgeschlagen wurde.

Franz Schmid hat zwar den Beruf des Automechanikers gelernt, ist aber mit dem Herzen schon immer ein »Holzwurm« gewesen. »Metall ist kalt, Holz ist warm«, sagt er. Und seit seiner Rente ist er nun fast nur noch in seiner Holzwerkstatt anzutreffen. Wenn er nicht gerade draußen irgend etwas montiert, was die Menschen freut.

Schäfle für die Krippe auf der Burg

Zum Beispiel die lebensgroße Krippe auf der Burg, die er vervollständigt hat. Gerade arbeitet er an einigen Schäfle, die in diesem Jahr dazukommen sollen. Oder die vielen schönen Dinge, mit denen der Adventswald auf dem Klosterplatz liebevoll ausstaffiert sind: das hölzerne Rednerpult, die weihnachtlichen Stelen auf der Bühne oder das viel bewunderte Insektenhotel. 

- Anzeige -

Auch für die Hausacher Flüchtlinge aktiv

Er war es auch, der die Kellerräume im Kindergarten St. Barbara ausgeräumt, der Decke, Wände und Boden gestrichen und mit Kleiderstangen, Regalen und einer Umkleidekabine zu einer Kleiderkammer für Flüchtlinge hergerichtet hat. Denn Franz Schmid ist einer, dem das Wort »Nein« nur sehr schwer über die Lippen kommt. Ob er einen Sandkasten im Hof des Flüchtlingsheims bauen kann? Ob er helfen kann, die Küche dort instandzusetzen? Ob er seine Fertigkeit dem Hausacher Kindertag zur Verfügung stellen und mit Kindern in der Werkstatt arbeiten kann? Der 68-Jährige sagt Ja.

Überhaupt macht es ihm große Freude, mit Kindern zu arbeiten. »Als wir mit den Enkeln und ihren Freunden das Baumhaus für den Abenteuerweg gebaut haben, das war eine tolle Aktion«, erinnert er sich. Oder mit Kindern und Eltern in der Werkstatt Nistkästen bauen und sich anschließend daran freuen, dass er 80 jungen Meisen zum Leben verholfen hat – dass macht einfach Spaß. 

Vielen zum väterlichen Freund gworden

Für viele wurde der leidenschaftliche Hobbyschreiner so zu einem väterlichen Freund. Auch für den Jungen der Lebenshilfe, der mit ihm gemeinsam im vergangenen Jahr in seiner Werkstatt ein »Waldsofa« zimmern durfte, das anschließend auf dem Sommerfest der Lebenshilfe versteigert wurde. 
Franz Schmid engagiert sich im Schwarzwaldverein, gehört zu der Wegwart-Gruppe, die den Hausacher Bergsteig betreut und spielt schon seit mehr als 50 Jahren Tenorsaxofon in der Stadtkapelle.
Warum er dies alles macht? Der Schalk blitzt ihm aus den Augen: »Sonst würde ich meiner Frau den ganzen Tag im Weg rumstehen und ihr die Arbeit wegnehmen.« Ursel Schmid lacht: »Für mich ist er eh der Engel des Alltags!« Den eigentlichen Grund schiebt Franz Schmid hinterher: »Mich freut’s halt, wenn’s andere freut!«

Weitere Artikel aus der Kategorie: Kinzigtal

Der Blick auf das interkommunale Gewerbegebiet (Interkom) in Steinach. Eine Erweiterung könnte bald wieder heftig diskutiert werden.
vor 13 Stunden
Kinzigtal
Eine der Haupteinnahmequellen der Kinzigtäler Kommunen ist die Gewerbesteuer. Um die generieren zu können, müssen sich lokale Betriebe erweitern und neue Firmen ansiedeln können. Doch vielerorts wird der Platz knapp – aus verschiedenen Gründen.
In St. Roman wurden bereits Leerrohre verlegt. Bis die Trasse für den Backbone von Hausach Richtung Oberwolfach gebaggert wird dauert es noch.
vor 17 Stunden
Wolfach
Es wird geplant, aber noch nicht gebaggert: Wolfachs Bürgermeister Thomas Geppert informierte den Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung über den aktuellen Stand zum Netzausbau.
Das Land will die Durchgänge am Wolfacher Schlosstor sanieren. Doch neben der Optik spielt dabei auch die Statik eine Frage, die vor der Festlegung des Zeitplans geklärt werden muss.
vor 21 Stunden
Wolfach
Wolfachs Schlosstor blüht eine mehrwöchige Sperrung. Wann genau, das ist noch offen – auch, weil bei der Sanierung der drei Torbögen nicht nur die Optik eine Rolle spielt.
Die strengen Vorsichtsmaßnahmen im Gottlob-Freithaler-Haus Schiltach sind überstanden: Ab sofort sind wieder Besuche möglich, die gut zweiwöchige Abschottung ist aufgehoben.
17.04.2021
Schiltach
Das Schiltacher Pflegeheim lässt wieder Besucher zu: Die Corona-Infektionen unter Bewohnern und Mitarbeitern sind nach rund zwei Wochen bereits überstanden.
„Lieber Vollgas als Sachen absitzen“: Maik Schwendemann freut sich über den Ehrenpreis für seine Studienleistungen und seine vielfältige Arbeit im Rathaus. Foto: Stephanie Baumbach
17.04.2021
Haslacher arbeitet in Steinach
Der Haslacher Maik Schwendemann ist der stellvertretende Rechnungsamtsleiter der Gemeinde Steinach. Für seine Studienleistungen an der Hochschule in Kehl erhielt er nun einen Ehrenpreis.
Für die Runderneuerung des Waldfreibades in Schapbach vergab der Gemeinderat Arbeiten in Höhe von 190 000 Euro. Bei den Gesamtbaukosten wurden insgesamt 120 000 Euro eingespart.
17.04.2021
Bad Rippoldsau-Schapbach
Für die Runderneuerung des Waldfreibades in Schapbach vergab der Gemeinderat Arbeiten in Höhe von 190 000 Euro. Bei den Gesamtbaukosten wurden insgesamt 120 000 Euro eingespart.
Spende für Telethon und damit zugunsten von Muskelschwund-Erkrankten (von links): Sarah Armbruster, zweite Vorsitzende der Kreuzbühler Felsenhexen, Sabine Leopold und Patrick Leopold von Telethon. 
17.04.2021
Zwei Empfänger
 Mit einer Spende von jeweils 333,33 Euro zeigen die Kreuzbühler Felsenhexen aus Steinach ehrenamtlichen Einsatz und unterstützen die Organisationen Telethon und den Tierschutzverein Lahr und Umgebung.
Erstes Treffen der Steuerungsgruppe (von links): Bettina Kohler, Edgar Mäntele, Bürgermeister Martin Aßmuth, Jessica Matt, Veronika Neumaier und Petra Schmieder.
16.04.2021
Erste Sitzung
Auf dem Weg zur Fairtrade-Town Hofstetten hat sich die Steuerungsgruppe für erste Entscheidungen getroffen. Künftig werden Geschenkkörbe der Gemeinde mit fair gehandelten und mit regionalen Produkten bestückt.
Willi Waidele aus Schapbach feiert am Mittwoch seinen 90. Geburtstag.
16.04.2021
Bad Rippoldsau-Schapbach
Willi Waidele aus Schapbach feiert heute seinen 90. Geburtstag. Der begeisterte Trompeter ist Ehrenmitglied des Musikvereins. Lange kümmerte er sich auch um das Glockengeläut von St. Cyriak.
Noch ein Windrad auf Bad Rippoldsau-Schapbacher Gemarkung? Wenn´s nach dem Gemeinderat geht: Ja.
16.04.2021
Bad Rippoldsau-Schapbach
Bad Rippoldsau-Schapbach wünscht sich eine zügige Erweiterung des Windparks „Teuscheneck“ und wirft der Verwaltungsgemeinschaft eine „voreingenommene Verzögerungstaktik“ vor.
Georg und Maria Vollmer von „s’Mattebure“ in Welschensteinach betreiben zwei Hühnermobile mit jeweils 370 Tieren. Sollte eine Stallpflicht wegen Geflügelpest die Region betreffen, müssten sie sich wegen einer Überdachung des Geheges etwas einfallen lassen, sagt Georg Vollmer. Ihr Mobil sei lediglich für die Übernachtung der Tiere gedacht und für eine Stallhaltung zu klein.
16.04.2021
Kinzigtal
Die Geflügelpest streift das Kinzigtal: Nachdem es in den Nachbarkreisen Ausbrüche gab, zählen mehrere Kommunen zu Beobachtungsgebieten. Die Geflügelhalter bleiben aber noch gelassen.
Die Corona-Welle im Johannes-Brenz-Heim ist überstanden – ab sofort sind wieder Besuche möglich.
16.04.2021
Wolfach
Wir versuchen, wieder ein bisschen Normalität in die Einrichtung zu bringen“, sagte Markus Harter, Geschäftsführer des Johannes-Brenz-Heims, am Dienstag auf Anfrage des Offenburger Tageblatts.

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • Ines Grimm und Julian Schrader begrüßen ihre Kunden im freundlichen Ladengeschäft in der Acherner Hauptstraße.
    16.04.2021
    hörStudio Schrader in Achern: Inhabergeführt, modern und unabhängig
    Hören, sehen, fühlen, schmecken, riechen: Jeder der fünf Sinne sorgt für viel Lebensqualität. Besonders das Hören ist elementar. Lässt es nach, ist das meist ein schleichender Prozess und kann ein Weg in die Einsamkeit sein. Wenn das Hörvermögen Unterstützung benötigt, helfen die Experten des...
  • azemos-Firmensitz in Offenburg im Senator-Burda-Park/BIZZ.
    15.04.2021
    azemos Newsroom: Hintergründe zu Börse, Finanzpolitik und die Arbeit von Experten
    Die Pandemie hat die Welt fest im Griff. Allein die Börsen scheinen „Inseln der Glückseligen“ zu sein. Drohen neue Blasen? Im Newsroom klärt die azemos vermögensmanagement gmbh auf.
  • Patrick Kriegel ist Steuerberater und Geschäftsführer.
    14.04.2021
    Steuerberatungsgesellschaft Patrick Kriegel GmbH: Die aktiven Berater und Gestalter
    Die Kanzlei wurde vor 14 Jahren gegründet und besteht mittlerweile aus einem 25-köpfigen Team, das die Mandanten in allen Themen rund ums Steuerrecht und darüber hinaus unterstützt. Im Vordergrund stehen die individuelle Betreuung und Beratung der Mandanten. Dies ist die Philosophie der Kanzlei.
  • Sichern Sie sich Ihr Jeep-Teen-E-Bike zum Aktionspreis mit einer Ersparnis von 650 Euro
    07.04.2021
    Mit Rückenwind ins Frühjahr starten
    Was machen wir in den Ferien? Über dieser Frage grübeln aktuell wohl viele Familien. Eine spannende Alternative zum üblichen Reisen könnten in diesem Jahr Fahrradausflüge mit E-Bikes sein. Mit dem exklusiven Aktionspreis von Baden Online und der Elektro Mobile Deutschland GmbH sind auch die Teens...