Hausach

Freundeskreis Mai-Tâm aus Hausach feiert die Zehn

(red/ra)
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07. Dezember 2023
"Lebensfreude" heißt dieser Quilt, den die Patchworkgruppe gemeinsam genäht hat und den es in diesem Jahr zu gewinnen gibt. 

"Lebensfreude" heißt dieser Quilt, den die Patchworkgruppe gemeinsam genäht hat und den es in diesem Jahr zu gewinnen gibt.  ©Manfred Schoch

„Lebensfreude“, der Name des diesjährigen Verlosungsquilts des Freundeskreises Mai-Tâm, könnte die bewegte Geschichte, die sich dahinter verbirgt, exakter nicht wiedergeben, schreibt dieser in einer Pressemitteilung.

Sebastian Schoch aus Hausach lernte vor gut 20 Jahren bei den Konstanzer Volleyballern einen jungen Vietnamesen kennen. Thus neunköpfige Familie entkam dem Vietnamkrieg in drei Gruppen übers Meer, er und seine Geschwister noch keine zwölf Jahre alt. Letztendlich führte sie die Cap Anamur von Christel und Rupert Neudeck wieder zusammen und sie erhielten in Deutschland Asyl. 

Anfang 2000 überzog eine HIV/Aids-Epidemie Vietnam. In dieser Notsituation nahm der damalige Saigoner Erzbischof Kontakt mit dem Kamillianer-Orden auf. Dieser Orden versieht den Dienst am Nächsten ohne Rücksicht auf das eigene Leben. Nachdem man eine Räumlichkeit gefunden hatte, erfolgte 2005 der Startschuss für das Mai-Tâm-Shelter, dem House of Hope (Haus der Hoffnung).

2006 wagte Thu nach dem Studium erstmalig einen Besuch in seiner alten Heimat, um seine Oma, die er mit zwei Jahren verließ, in die Arme schließen zu können. „Sebastian, willst du mich nicht besuchen?“ „Selbstverständlich!“  Eine berührende Geschichte fand ihre Fortsetzung. Mitglieder der Familie Huynh sangen in einem Kirchenchor in Saigon/Ho-Chi-Minh-City in der Pfarrgemeinde, die der Mitbegründer des Houses of Hope, John Toai, leitete. Die ersten Bande nach Deutschland waren geknüpft.

Monatliche Treffen

Sebastians Mutter ist Mitglied in der Gruppe Patchwork im Schulhaus. Beim monatlichen Treffen schlug eine Frau vor, Quilts für Mai-Tâm zu nähen. Mittlerweile bestimmt 200, die immer direkt nach Mai Tâm gebracht wurden.

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Mai-Tâm, ein Ort, an dem Mütter, Schwangere, Kinder und Jugendliche, meist Waisen, die von HIV/Aids betroffen und oft stigmatisiert sind, einen Ort finden, der Lebensfreude verbreitet, der in ihrer ausweglosen Situation hilft. Wohnung, Ernährung, medizinische und psychologische Betreuung, Schulgeld und Berufsausbildung sind ohne externe Hilfsbereitschaft nicht zu leisten. Neben den 72 Kindern und Jugendlichen versorgt das House of Hope momentan auch 200 Kinder in ihren Familien in Ho-Chi-Minh-City.

Eine staatliche Hilfe gibt es nicht, auch nicht für die zwischenzeitlich weiteren Einrichtungen der „Mai-Tâm-Family“, dem Naza-Hospiz, dem Gary-Shelter, der Unterkunft für Krebskranke aus dem Umland sowie dem Pflegeheim, dem Nursing House.

Eine Herzensangelegenheit

Aus der Gruppe „Patchwork im Schulhaus“ entwickelte sich der „Freundeskreis Mai-Tâm“. Basierend auf den regelmäßigen persönlichen Kontakten mit den Verantwortlichen vor Ort, war und ist der Einsatz für die Lebensfreude der Betroffenen eine Herzensangelegenheit. Das zeigt sich darin, dass die Gruppierung in diesem Jahr zum zehnten Mal am Hausacher Weihnachtsmarkt teilnimmt und den Besuchern aus der Näh- und Bastelstube sowie aus Küche und Werkstatt ein umfangreiches und qualitativ hochwertiges Angebot in der Mediathek präsentiert.

Am Samstag, 9. Dezember von 10 bis 12 Uhr und am Sonntag von 15 bis 17 Uhr besteht die Möglichkeit, gegen eine Spende zu lernen, wie man Fröbelsterne herstellt. Selbstverständlich sind auch in diesem Jahr wieder Quilts zu bestaunen und mit etwas Glück sogar den diesjährigen Verlosungsquilt sein Eigen nennen. Mit jedem Fünf-Euro-Los steigt die Gewinnchance. Die Glücksfee tritt am Sonntag um 18 Uhr in der Mediathek in Aktion.

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