Schenkenzell

„Frohsinn“ Kaltbrunn macht Klosterkirche zum Konzertsaal

Autor: 
Lothar Herzog
Lesezeit 3 Minuten
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10. Dezember 2019

(Bild 1/2) „Surprise“- und „Frohsinn“-Chor unter der Leitung von Klara Mäntele begeisterten am Sonntag in der Klosterkirche. Mit ihren Liedern vermittelten sie den Zuhörern vorweihnachtliche Stimmung. ©Lothar Herzog

Volkslieder, Gospels, Orgelklänge, besinnliche Weihnachtsweisen und ein Gedicht zum Nachdenken: Ein facettenreiches Konzert mit dem Titel „Melodien im Kerzenschein“ präsentierte der Gesangverein „Frohsinn“ Kaltbrunn am Sonntagabend in der Klosterkirche Wittichen.

Sein „Melodien im Kerzenschein“ betiteltes Konzert in der Klosterkirche Wittichen hatte der „Frohsinn“ Kaltbrunn am Sonntagabend dem kürzlich verstorbenen Dirigenten Hubert Klaußner gewidmet. Vorsitzender Gerhard Fischer bedankte sich bei Klara Mäntele, die das Konzertprogramm mit dem „Frohsinn“ und dem Projektchor „Surprise“ erarbeitet und die Konzertleitung beider Chöre übernommen hatte.

Gemeinsamer Einstieg

Zum Intro servierte Organist Alfred Müller-Kranich eine Kostprobe seines Könnens. Gesanglich eröffneten „Frohsinn“ und „Surprise“ gemeinsam den genussvollen Konzertabend mit dem Lobpreis „Gloria in excelsis Deo“, das in einem stimmgewaltigen Schlussakkord endete. Eine Hommage an die verstorbene Schlagersängerin Hanne Haller gab es mit deren Hit „Hallelujah“, bei dem Andreas Hauer am E-Piano begleitete. 

Nach einem weiteren Orgelstück marschierte „Surprise“ singend mit „Hey Man“ ins Altarhalbrund und leitete zu afro-amerikanischen Gospelgesängen über. Auch bei weiteren Beiträgen wie „The Lord is my Shepherd“, „Ask me to see“ und „Give you my Heart“ war der Chor ständig rhythmisch in Bewegung. Mit dem Auszug „Give us Peace“ überließ der Projektchor den „Grenzgängern“ die Bühne. 

Heitere Melodien aus aller Welt

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Mit Gitarre, Flöte und Akkordeon setzten diese instrumental besondere Akzente und stimmten heitere Melodien an. Aus Tirol hatten sie das Weihnachtslied „Die Engele“ mitgebracht. Auf ihrer musikalischen Reise ging es mit „Senora Dona Maria“ weiter im Dreivierteltakt nach Chile, danach ging es mit „Goldenes Blatt vom Himmelsbaum“ nach Tschechien. Das war der ideale Übergang zu den folgenden besinnlichen Beiträgen des „Frohsinns“ wie „Sehnsucht nach Frieden“ und „Ich wünsch mir Zeit“.

Nicht lange über dessen Herkunft raten musste das begeisterte Publikum beim andalusischen Marienlied „Salve Rociera“. Denn Andreas Müller sang es in Spanisch mit viel inhaltlichem „Olé!“. 

Bei ihrem zweiten Auftritt banden „Die Grenzgänger“ die Konzertbesucher in ihr Programm mit ein und forderten beim Schweizer Lied „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ zum Mitsingen auf. Die Band nutzte zudem die Gelegenheit, erstmals „Reconciliation“ („Versöhnung“) in einer Kirche zu spielen, wofür es tosenden Applaus gab. 

Ausgiebiger Applaus beschert Zugaben

In einem Gedicht erinnerte Adelheid Maier an ihre frühere Kindheit vor Weihnachten, als es schneite und ihre Mutter Plätzchen buk. Mit Freude habe sie am Adventskalender die Türchen geöffnet. Ihre Hoffnung auf eine frohe Weihnacht für alle sei bis heute geblieben, sagte sie. Passend stimmten im Anschluss „Frohsinn“ und Projektchor besinnliche Lieder wie „Weihnachten bin ich zu Haus“ und „Weihnachtszeit in den Bergen“ im Walzerrhythmus an. Lang anhaltender Applaus entlockte dem Chor noch mehrere Zugaben. Allerdings blieb das „Leise rieselt der Schnee“ zumindest noch ein frommer Wunsch.

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