Schiltach

Für Sängerinnen in Schiltach ist Musik einfach alles

Autor: 
Martina Baumgartner
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12. August 2017

Die Sängerinnen des Trios »Halb & Halb« üben wegen unterschiedlicher Wohnorte per Whatsapp. Noten brauchen sie nicht, ihre Stimmen finden sich »irgendwie«, sagen sie und können es sich auch nicht erklären, warum sie so gut miteinander harmonieren. 

So mancher Passant der Schiltacher Arkaden bleibt dieser Tage lauschend stehen: Zu schön zum Weitergehen schallt es aus dem Garten von Manuela Armbruster auf die Hauptstraße hinaus. Sie, ihre Cousine Christine Maas und Freundin Judith Jörke treffen sich seit langer Zeit mal wieder und singen zusammen – spontan, dreistimmig, bei Instrumentalbegleitung von der CD und mit Gänsehautgefühl für die Zuhörer.

Proben sind miteinander jedoch nicht beieinander

Dieser Nachmittag ist besonders für die Frauen, die 2014 ihren ersten gemeinsamen Benefiz-Auftritt beim Wolfacher Kuchenmarkt und im Hausacher Adventswald hatten. Sie proben zwar regelmäßig miteinander, jedoch kaum beieinander. Die Zahntechnikerin und gebürtige Oberwolfacherin Maas wohnt in Nordrhein-Westfalen, Fitnessstudiobetreiberin Jörke in Wolfach und Hansgrohe-Mitarbeiterin Armbruster in Schiltach. Doch per Aufnahmen via Whatsapp schicken sie ihre Stimmen in die Gruppe und jede Sängerin übt entlang der Telefonstimme der anderen – bis sie sich in den Schulferien ihrer Kinder mal wieder zu einer Probe treffen.

"Wir können singen", kam beim Karaoke raus

»Angefangen hat es mit Judith und mir vor rund 15 Jahren beim Karaoke-Singen«, erinnert sich Armbruster auf Nachfrage des Offenburger Tageblatts. Da haben die Freundinnen zum erstenmal gemerkt, dass sie singen können. Noten brauchten sie dafür keine und so halten sie es bis heute: Jörke schreibt die Texte der Stücke auf – mittlerweile sind es rund 100 bekannte Ohrwürmer aus den Genren Rock, Pop und Schlager – und unterstreicht oder färbt die Einsätze der beiden anderen Sängerinnen. Dann spielen sie die Instrumentalbegleitung per CD ab und singen drauflos. »Jede findet ihre Stimme ganz leicht und meistens auf Anhieb«, versichert Maas, die erst zu einem Geburtstagsständchen eines gemeinsamen Freudes zu den beiden anderen Sängerinnen gestoßen ist. 

»Das passt einfach«

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»Das hat von Anfang an geklappt«, wundern sich die talentierten Sängerinnen selbst ein wenig. Alle drei haben bereits in Bands gesungen. Die dreistimmige Harmonie mit den Freundinnen ist ihnen dennoch ein Rätsel. »Das passt einfach«, stellt Armbruster lapidar fest. Mittlerweile verdient Maas Geld mit dem Singen und Jörke und Armbruster werden ebenfalls für festliche Anlässe gebucht.

Die Anreise ist lang und die Zeit ist knapp

Gemeinsame Auftritte von »Halb &  Halb« – halb badisch und halb schwäbisch, wie die Sängerinnen – sind rar, weil die Frauen weit auseinander wohnen. Meistens muss dann nur eine Generalprobe genügen, weil die Anreise lang und die Zeit knapp ist. »Das reicht auch«, so Jörke, die jedesmal fast umkommt vor Lampenfieber. »Auch das gehört dazu«, sagen die Drei.

Sie können auch Schlager

Und wenn’s mal Schlager sein muss, weil die Stimmung des Publikums danach ist, dann machen sie auch das mit viel Gefühl: »›Domani d’Amore Vincera‹ von Claudia Jung ist so schön«, schwärmt Armbruster, die privat am liebsten Hardrock hört. »Aber ›Jenseits von Eden‹ von Nino de Angelo muss nun wirklich nicht sein«, protestiert Jörke und Maas stimmt »Waterloo« von Abba an und liebt  »Run« von Leona Lewis. Musik sei einfach alles, versichern die leidenschaftlichen und sympathischen Sängerinnen mit Noten-Tattoos auf der Haut glaubhaft. 

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Video in Facebook

Ein Video zum Thema finden Sie im Internet auf der Facebook-Seite der Kinzigtalredaktion des Offenburger Tageblatts unter www. facebook.com/ot.kinzigtal

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