Mittleres Kinzigtal

FVS zieht eine wirtschaftlich positive Bilanz

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13. April 2019

Hofstettens Bürgermeister Martin Aßmuth (von links) gratulierte den gewählten Aufsichtsräten und wünschte den Ehemaligen alles Gute: Richard Weith, Erik Weide, Matthias Bauernfeind, Martin Tritschler, Siegfried Huber, Bernd Blum (beide verabschiedet), Vorstand Joachim Prinzbach, Josef King, Robert Müller, Jürgen Wälde, Michael Heid, Johannes Kaesler, Heinrich Danner (verabschiedet) und Roland Schillinger. ©Lars Reutter

Auf ein arbeitsreiches Jahr mit vielen und großen Herausforderungen blickte man in der Hauptversammlung der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Schwarzwald (FVS) zurück. Bei der Entlastung bekam Vorstandsprecher Joachim Prinzbach einige wenige Gegenstimmen.

Bürgermeister Martin Aßmuth begrüßte als Hausherr die Mitglieder der FVS bei deren Versammlung in der Hofstetter Gemeindehalle in seinem »liebenswerten Ort«. Die Versammlung selbst verlief dann aber nicht nur harmonisch. So beantragte  Hubert Klausmann von der Forstbetreibsgemeinschaft Aichhalden-Eschbronn-Hardt-Schramberg über die Entlastung von Vorstandsprecher Joachim Prinzbach geheim abstimmen zu lassen. Diese erfolgte dann mit 78 zu zehn Stimmen. Alle anderen Vorstände und Aufsichtsräte wurden in offener Abstimmung einstimmig entlastet. 

Prinzbach bedankte sich für das geheime, eindeutige Votum und meinte, dass diejenigen, die gegen ihn gestimmt hätten, gerne ihre vielleicht auch berechtigte Kritik ihm vortragen könnten. Auch ansonsten signalisierte er mehrfach, dass man sich mit Fragen und Anregungen immer an ihn wenden könne. Als Klausmann später regelmäßige Kontrollen der Gütequalität forderte, nahm er diese Anregung gerne auf. 

Preise über den Schnitt

Auch beantwortete er mehrere Fragen der  FBG Hornberg-Reichenbach, die sich um den Themenkomplex Vertragsgestaltung für die Vergütung der verschiedenen Holzarten drehten. Dabei gab er sich überzeugt, dass man bei den Verhandlungen unter dem Strich das bestmögliche Ergebnis für die Gemeinschaft herausgeholt habe. So wären zwar teilweise eventuell höhere Preise möglich gewesen, dafür hätte man aber dann im Segment des Kalamitätsholz stärkere Abschläge hinnehmen müssen.

Bereits im Geschäftsbericht hatte Prinzbach betont, dass  es für private und kommunale Forstbetriebe »natural« ein schwieriges, aber wirtschaftlich noch ein ordentliches Jahr gewesen sei. Das Volumen in den Rahmenverträge hätte das höchste Niveau seit 2006 erreicht.

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Die Rundholzpreise hätten trotz hoher Anteile an Kalamitätsholz über den langjährigen Schnitt gelegen und im Leitsortiment wäre das Niveau »ordentlich gewesen« Deutschlandweite seien die Preise rund 15 bis 20 Euro niedriger gelegen. Das Gesamtvolumen betrug 2018 in Festmetern rund 300 000 und die Umsatzerlöse lagen bei 13,3 Millionen Euro. Nach Abzug der Kosten stand ein Plus im Jahresergebnis von rund 33 000 Euro. 

Optimismus verbreitet

In den Planungen für 2019 sind auf Beschluss der Versammlung 12,5 Millionen Euro als Erlös und ein Überschuss von 50000 Euro vorgesehen. Maßgebliche Faktoren für das Aufgehen der Rechnung sind laut Prinzbach das Klima und die Konjunktur sowie die Produktion der Kunden.

Hier hatte Volksbank-Vorstand Oliver Broghammer in einem Impulsvortrag zu Beginn der Versammlung durchaus Optimismus verbreitet. So prognostizierte er auch wegen der guten Baukonjuktur eine stabile Inlandsnachfrage und auch in den USA und in Frankreich sieht er gute Absatzmärkte. Beispielsweise der Brexit könnte sich dagegen insgesamt negativ auf die Wirtschaft auswirken.

Nach der Versammlung trat dann noch der neue Aufsichtrat rund um den neugewählen Vorsitzenden (siehe Infokasten) Matthias Bauernfeind zusammen, der auf Siegfried Huber folgt. Der Oberwolfacher Bürgermeister bedankte sich zuvor für das Vertrauen und kündigte an, weiter auf den guten Weg voranschreiten zu wollen. Huber wünschte der FVS weiterhin viel Erfolg.

Info

Wahlen und Verabschiedungen

  • Aufsichtsratswahlen: Auf Antrag eines Mitglieds wurden in offener Abstimmung alle Aufsichtsräte einzeln und nicht en bloc gewählt. Jeweils einstimmig bekamen dann das Vertauen ausgesprochen: Vorsitzender Matthias Bauernfeind (neu in diesem Amt), Stellvertreter Robert Müller (beide Oberwolfach) und Richard Weith (neu, Oberharmersbach); Martin Haas (neu, Oberkirch), Thomas Haas (Schiltach), Michael Heid (Seebach), Johannes Kaesler (Kenzingen), Josef King (Lauterbach), Roland Schillinger (Wolfach), Stefan Schmieder (Bad Rippoldsau-Schapbach), Martin Tritschler (Titisee-Neustadt), Jürgen Wälde (Gutach), Erik Weide (neu, Friesenheim)
  • Verabschiedungen: Von Beginn an und daher seit neun Jahren im Aufsichtsrat waren: Vorsitzender Siegfried Huber (Oberharmersbach), Stellvertreter Heinrich Danner (Renchtal) und Bernd Blum (Oberprechtal). Bauenrfeind dankte ihnen als neuer Aufsichratsvorsitzender für ihre Verdienste. Alle drei bekamen eine Essenseinladung und Huber  zusätzlich einen Gutschein.

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