Wolfach

Gassensteg komplett: Wolfachs Nepomuk hat ein neues Gewand

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09. November 2019

(Bild 1/2) Bürgermeister Thomas Geppert (rechts) mit Restaurator Horst Muschalla vor dem jetzt heller gestrichenen Nepomuk. ©Tobias Lupfer

Gut zwei Monate war die Statue des Heiligen Nepomuks mitsamt dem zweiteiligen Sockel vom Wolfacher Gassensteg verschwunden – jetzt ist sie mit neuem Farb­anstrich zurück: Am Freitag wurde die restaurierte Figur im strömenden Regen enthüllt.

Die nächsten 25 bis 30 Jahre soll Nepomuk wieder über die Passanten am Gassensteg wachen: Am Freitag wurde die restaurierte Statue des Brückenheiligen offiziell enthüllt. Restaurator Horst Muschalla hat dem steinernen Wolfacher in den vergangenen Wochen farblich ein neues Gewand verpasst.

Vor allem die Optik war es, an der der Fachmann in seiner Werkstatt in Lautenbach bei Oberkirch arbeiten musste. Beim neuen Anstrich handelt es sich um eine mineralische Farbe. „Vorher war eine Dispersionsfarbe drauf.“ Für das Material der Statue und des Sockels denkbar ungeeignet, denn, so betonte der Fachmann am Freitag: „Ein Sandstein muss atmen.“ 

Freundlichere Optik

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Nicht nur die Art der Farbe, auch der Farbton ist neu: Eigentlich würde man sich als Restaurator an den Tönen orientieren, die in den tieferen Schichten sind. „Aber es war überhaupt nichts mehr drunter.“ Darum gestaltete der erfahrene Restaurator den Nepomuk kurzerhand so, wie ein Nepomuk seiner Überzeugung nach aussehen sollte. „Er sollte ein bisschen fröhlicher sein“, erklärte Muschalla.

Am vergangenen Samstag brachten der Restaurator und sein Team den Heiligen zurück nach Wolfach. Quasi „aus heiterem Himmel“, wenn man so will. „Damit haben Sie ziemlich viele positiv überrollt“, bilanzierte Bürgermeister Thomas Geppert. Denn: Abgesprochen war der Termin im Vorfeld nicht. „Ich habe gesagt: Vor Allerheiligen wird’s nichts mehr“, räumte Muschalla ein. „Aber es war ja dann ein Tag nach Allerheiligen.“ Es habe zeitlich gerade gepasst – und rückblickend auch von der Witterung her: „Die ganze Woche hat’s geregnet. Da hätten wir dann keine Möglichkeit mehr gehabt“, erklärte der Restaurator die Überraschung.

Statue mit Besonderheiten

Der Gassensteg-Nepomuk weist einige Besonderheiten auf, wusste Restaurator Horst Muschalla zu berichten: „Der Nepomuk war mal total kaputt.“ Bei einer vorangegangenen Sanierung sei der linke Arm komplett neu modelliert worden, auch im Leistenbereich seien alte Reparaturen zu erkennen gewesen. Außerdem habe die Statue zwei verschiedene Sockel: Der untere sei im Renaissancestil geschaffen und habe wohl einst für eine Marien-Statue gedient, vermutete Muschalla. Denn die vergoldete Verzierung über dem Stadtwappen sei das „schmerzhafte Herz Mariens“. Der obere Teil des Sockels dagegen sei im Barockstil gehalten. Die Fugen an den Sockeln müssen noch gestrichen werden. Temperaturbedingt werde das aber erst im Frühjahr nachgeholt.

Stichwort

Spende

Besonderer Dank gebühre erneut dem Ehepaar Maria und Jürgen Grieshaber, betonte Thomas Geppert. Denn: Nach der XXL-Spende für die Schlosshallensanierung bezahlt das Paar auch die Restaurierung der Statue als Spende. „Das war ihm auch ein Herzensanliegen, dass das Kleinod wieder schön in die Welt schaut.“ Zwar sei die Restaurierung in den nächsten Jahren ohnehin angedacht gewesen. So schnell aber sicherlich nicht.

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