»Ein Grieche für Haslach«

Gasthaus »Storchen« ab November mit griechischem Pächter

Autor: 
Manfred Pagel
Lesezeit 2 Minuten
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12. September 2018

Storchenwirt Karl-Heinz Walter (von rechts) und Ehefrau Gisela Walter mit den neuen Pächtern Vassilios Ganias und Athanasios Benias. ©Martin Schwendemann

Ab November wird das Gasthaus »Storchen« ein griechisches Lokal. Die Wirtsleute Gisela und Karl-Heinz Walter  verpachten Wirtschaft und Hotel an die Familie Vassilios Ganias und dessen Schwager Athanasios Benias.

Das »SWR1 Pfännle« am Sonntag wird wohl die letzte Großveranstaltung gewesen sein, an der sich Gisela und Karl-Heinz Walter als Wirtsleute beteiligt haben. Die beiden, die seit 31 Jahren Haslachs Traditionsgasthaus »Storchen« als Eigentümer betreiben, verpachten das Haus an Vassilios Ganias und Athanasios Benias.

»Wir sind schon länger auf der Suche nach Nachfolgern«, gibt Karl-Heinz Walter an. »Ich weiß von Kollegen, die fünf Jahre und länger Nachfolger gesucht haben, für uns war klar, dass wir uns da frühzeitig auf die Suche begeben müssen.« Ein Nachfolger aus den Reihen der Söhne der Familie sei derzeit nicht gegeben, so dass ein für Haslach passender Pächter im Fokus der Suche stand. 

Für die Wirtschaft mitten in Haslachs Altstadt lagen laut Walter mehrere ernsthafte Bewerbungen vor. Die Wirtsleute gaben schließlich der Familie Vassilios Ganias und dessen Schwager Athanasios Benias den Zuschlag. »Ein Grieche für Haslach« runde das gastronomische Angebot in der Stadt ideal ab, schätzt der Vermieter. 

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Die neuen Pächter stammen beide aus Griechenland, leben seit 1991 in Deutschland. Benias hat zwölf Jahre in einem griechischen Restaurant in Karlsruhe gekocht, Ganias nicht nur als Koch, sondern auch als Kellner und Hotelier Berufserfahrung. 

Derzeit betreiben sie erfolgreich den »Adler« in March-Holzhausen als Familienbetrieb, der auch Übernachtungen anbietet. Der »Storchen« mit deutlich mehr Sitzplätzen soll im Namenszug erhalten bleiben und mit »Restaurant Hellas« ergänzt werden.  Der Hotelbetrieb mit 16 Betten läuft ebenfalls weiter. 

»Wir werden ein klassisches griechisches Restaurant betreiben, doch auf der Karte werden auch deutsche Gerichte zu finden sein,« gibt Vassilios Ganias Auskunft. Familie Walter teilt mit, dass Restaurantgutscheine bis zum 16. Oktober eingelöst werden müssten. Dann beginne die Übergangsphase, in der die neuen Betreiber dem Gastraum ein wenig »griechisches Flair« einhauchen werden, um dann im November – ein genaues Datum steht noch nicht fest – unter neuer Flagge zu öffnen.

Haslachs Narren müssen auf eines der wichtigen Fastnachtslokale nicht verzichten, Vassilios Ganias und Athanasios Benias werden auch über Fastnacht selbstverständlich geöffnet haben und würden sich freuen, wenn der »Storchen« auch weiterhin Schnurrbeize bleibt.

Hintergrund

Gasthaus seit 1875

Erst seit 1875 war das Haus Hauptstraße 35 eine Gastwirtschaft. Zuvor lebte dort laut Manfred Hildenbrands Stadtchronik der Schreiner Ferdinand Hauschel. Zur Gastwirtschaft machte das Fachwerkhaus der amerikanische Bierbrauer William Masson, der 1847 Hauschels Tochter Helene heiratete. Damaliger Name des Wirtshauses war »Restauration Sinner«, benannt nach einer Karlsruher Brauerei. 1907 erwarb Ludwig Birk das Wirtshaus und taufe es auf den heutigen Namen »Gasthaus zum Storchen«.

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