Aus dem Gemeinderat

Stadt Schiltach will Gefahrenstellen im Verkehr entschärfen

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12. Februar 2019

Für Radfahrer bleibt wegen der engen Parksituation in der Bahnhofstraße kein Platz mehr. Trotzdem werden sie dorthin umgeleitet. Damit soll gefährlicher Begegnungsverkehr beim Geh- und Radweg gemildert werden. ©Martina Baumgartner

Der Gemeinderat will beim Land ein absolutes Parkverbot am Straßenrand der Bahnhofstraße beantragen. Die Situation sei für alle Verkehrsteilnehmer dort »kriminell«, hieß es. 

Bei der vergangenen Straßenverkehrsschau bewerteten die Mitarbeiter des Landratsamts auch die Gefahrenstellen der Geh- und Radwege in Schiltach. Zwischen Stadt und Firma Vega führt ein gemeinsamer Geh- und Radweg im Bereich Hauptstraße in beide Richtungen. Dieser sei für den Begegnungsverkehr zu eng. Das Gebot, ausschließlich den ausgeschilderten Radweg zu benutzen, soll erweitert werden. Künftig können Radfahrer weiterhin den Radweg dort nutzen dürfen und werden zudem über die Obere Bahnhofsbrücke entlang der Bahnhofstraße geleitet werden.

DRK-Garage kann wie geplant genehmigt werden

Sportliche Radfahrer würden den Geh- und Radweg eh nicht benutzen und wären auch in der Vergangenheit auf der Straße gefahren, ergänzte Hauptamtsleiter Michael Grumbach die Situation. Ein Nebenprodukt der Umleitung der Radfahrer sei, dass die geplante Garage für Fahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes beim stillgelegten Tunnel in Richtung Schramberg wie geplant ganz vor zur Straße rücken könnte, informierte der Hauptamtsleiter.  

Straßenverkehrssituation in der Bahnhofstraße ist "kriminell"

Prinzipiell würde der Geh- und Radwegengpass durch diese Lösung entlastet werden, waren sich die Gemeinderäte einig. Allerdings sei die Straßenverkehrssituation in der Bahnhofstraße »kriminell«, so Michael Pflüger (FWV). Als Buspendler beobachte er jeden Morgen, dass die parkende Autos entlang des Straßenrands auf der einen Seite und auf dem Hansgrohe-Firmenparkplatz auf der anderen die Straße für den Bus fast unpassierbar machten.

Radfahrer und Fußgänger leben dort gefährlich

Zudem würden Lkw-Führer den Straßenrand als Über-Nacht-Parkplatz nutzen würden: »Wenn da ein Fußgänger zwischen den parkenden Autos auf die Straße tritt ist das lebensgefährlich«, stellte er fest. Seine Kollegen Ulrich Gebele (BuW) und Hans-Jörg Heinrich (CDU) bestätigten das Problem dort und bliesen mit Pflüger ins selbe und Horn.

Die Umleitung der Radfahrer mache lediglich Sinn, wenn am Straßenrand der Bahnhofstraße gar nicht mehr geparkt werden dürfe.

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Dort gebe es öfter mal Blechschäden im Zusammenhang mit Falschparkern am Straßenrand und ausparkenden Autos beim Raiffeisenmarkt, wusste Heinrich. Er stellte im Gemeinderat den Antrag ein Parkverbot bei der Straßenverkehrsbehörde anzuregen und wurde von den Gemeinderatskollegen drin bestätigt. 

Problem wird durch generelles Parkverbot lediglich verlagert

Ratskollege Jürgen Haberer (FWV) gab bei einem Parkverbot in der Bahnhofstraße zu bedenken, dass sich dann die prekäre Parksituation ins benachbarte Wohngebiet Vor Heubach verlagern und damit nicht verbessern würde. Vielleicht käme damit aber auch mehr Bewegung in die Sache um ausreichende Hansgrohe-Parkplätze, hoffte Heinrich: »Das Problem gibt es ja schon länger«, sagte er. 

Bewegung in die Verlegung des Radwegs bringen

Auch Thomas Möcke ging es um Bewegung in der Sache um die geplante Verlegung des Radwegs auf die sogenannte Sommerseite und weg von der Bundesstraße 294 zwischen Schiltach und Halbmeil. Dort sah Möcke ebenfalls Handlungsbedarf wegen der  Engpässen des Wegs nach Wolfach, die dem Straßenverkehr gefährlich nahe und deshalb lebensgefährlich seien. 

Bürgermeister Thomas Haas erinnerte daran, dass der geplante Fahrradweg zu großen Teilen auf Wolfacher Gemarkung verlaufe und man in Verhandlungen stünde. »Wir sind dran«, versicherte er und dass die Verwaltung seit Januar auf eine Stellungnahme der Stadt Wolfach warte. 

Straßenverkehrssitzungation soll überplant werden

Für die gefährliche Situation beim vorbeiführenden Geh-  und Radweg entlang der Hauptstraße auf Höhe der Ein- und Ausfahrt zum Lebensmittelmarkt Norma und der Waschstraße der Tankstelle Zwick machten die Landratsamtmitarbeiter ebenfalls Vorschläge.

Dort solle die Stadt die Situation dringend von einem Verkehrsplaner untersuchen zu lassen. Eine Überplanung und bauliche Veränderungen könnten zu einer Verbesserung an dieser Stelle führen. Die Stadtverwaltung möchte deshalb ein Büro damit beauftragen. 

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