Meisterkurs Gesang im Haus der Musik

Gefeiertes Finale mit Arie aus Strauss-Operette

Autor: 
Andreas Buchta
Lesezeit 3 Minuten
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11. September 2018

Gaben bei der Zugabe noch einmal alles: Hyunjung Hwang (vorne rechts), Hyunsik Ko (vorne links) und das ganze Ensemble. ©Andreas Buchta

Die dritte Auflage des »Meisterkurses Gesang«, an dem diesmal elf junge Gesangskünstler teilnahmen, fand am Samstag beim Abschlusskonzert im Haus der Musik ein würdiges Finale.

Nach einer Woche intensiver Proben mit dem Bariton Bernd Valentin und dem Korrepetitor Klaus Bernhard Roth am Klavier wurde vor großem Publikum reiche musikalische Ernte eingefahren. 
Nach einer Woche Feinschliff für die elf jungen Künstler und einigen öffentlichen Proben stellten am Samstag acht von ihnen vor, was sie in den fünf Tagen alles gelernt haben.
Es war fast wie ein Querschnitt durch die Gesangsliteratur, von der die Sängerinnen und Sänger in verschiedenen Stimmlagen beachtliche Kostproben boten. Vier Sopranistinnen, zwei Baritonsänger und ein Bass bewiesen ihre Gesangsqualitäten und ihre Sicherheit vor Publikum.
Von den insgesamt 23 aufgeführten Gesangsbeiträgen seien hier nur einige wenige aufgeführt – eindrucksvoll waren sie alle. So begann das Konzert der Meisterschüler gleich mit einem Höhepunkt: Der Bariton Hyunsik Ko sang hinreißend ein Stück aus Händels Oratorium »Messias«. 
In feinem Kontrast hierzu erklang die ansehnliche, von expressiver Mimik und Gestik begleitete Baritonstimme von Gian Bhogal mit der Arie des Elias aus Mendelssohns gleichnamigem Oratorium. Das wunderschöne Duett der Pamina und des Papageno aus Mozarts »Zauberflöte« boten in vollendeter Form die Sopranistin Donata Meyer-Kranixfeld und der Bass Franz Schilling, während Roman Neumayer mit seiner ebenso beeindruckenden wie angenehmen Tenorstimme zwei Schubert-Lieder sang. 
Svenja Gehrke beeindruckte mit ihrer einfühlsamen Sopranstimme beim Gebet der Agathe aus Webers »Freischütz«, deren Sensibilität der Pianist kunstfertig unterstrich. In makelloser altenglischer Intonation und mit mal zarter, mal kraftvoller Sopranstimme präsentierte Hyunjung Hwang Floyds Arie der Susannah und die Sopranistin Tirza-Sophie Gloger schmetterte hinreißend sinnlich Arditis »Il Bacio«.
Der zweite Teil des Konzerts stand im Zeichen der Arie und begann eindrucksvoll mit Gian Bhogal und Mozarts Arie des Figaro »Non più andrai«. Ein dramatisch inszeniertes Terzett aus Mozarts »Don Giovanni« mit Svenja Gehrke, Hyunsik Ko und Franz Schilling leitete über zum »Gesangs-Traumpaar«: Tirza-Sophie Gloger und Gian Bhogal sangen hinreißend das Duett der Zerlina und Don Giovanni. 
Der Höhepunkt aber kam ganz zum Schluss: Die unvergleichliche Tirza-Sophie Gloger und das ganze Ensemble inszenierten die Arie der Adele aus Johann Strauss’ »Die Fledermaus«: Ein begeisterndes Finale eines grandiosen Konzerts, das von den Zuhörern mit minutenlangem Beifall belohnt wurde. 
Die jungen Interpreten bedankten sich für die Ovationen mit einer ungewöhnlichen  Zugabe: Dem Duett »Ein wunderschöner Herbsttag« in koreanischer Sprache mit norwegischer Melodie.

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