Mühlenbach

Gemeinde schafft zusätzliche Sozialwohnungen

Autor: 
Andreas Buchta
Lesezeit 2 Minuten
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17. Juni 2016
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Nach dem Willen des Gemeinderats sollen anstelle diese gemeindeeigenen Wohnhauses vier neuen Wohnungen entstehen – Förderfähigkeit vorausgesetzt. ©Andreas Buchta

Für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen und die Bereitstellung von Sozialwohnungen sieht die Gemeinde Mühlenbach mehrere Möglichkeiten. Präferenz hat ein Neubau anstelle eines gemeindeeigenen Wohnhauses in der Hauptstraße.
 

Ursprünglich war vorgesehen, die Räume im Dachgeschoss des alten Schulhauses in Mühlenbach zur Schaffung zusätzlicher  gemeindeeigener Sozialwohnungen auszubauen. Bei einem Besichtigungstermin durch den Gemeinderat im Februar seien aber Bedenken hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit laut geworden, führte Bürgermeister Karl Burger in der Gemeinderatssitzung am Montag aus. Stattdessen sei vorgeschlagen worden, das gemeindeeigene Haus in der Hauptstraße 48 abzureißen und einen Neubau mit den erforderlichen Wohnungen zu erstellen. Auch ein Neubau auf dem gemeindeeigenen Grundstück im Wohngebiet »Gschächtle« kam ins Gespräch.

In einer nichtöffentlichen Klausurtagung des Gemeinderats im März sei über die drei Optionen hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit und ihrer Vor- und Nachteile beraten worden. Der Rat beauftragte das Architekturbüro Hättich und Faber, die Optionen auf ihre Machbarkeit zu untersuchen. Dabei schied der Ausbau des Dachgeschosses im alten Schulhaus von vornherein aus. Zu einem Ausbau müssten die dort vorhandenen beiden Obdachlosenwohnungen weichen. Zudem sei ein Anbau von Balkonen nicht möglich und der Brandschutz sowie die Schaffung eines zweiten Fluchtwegs seien schwierig und kostenintensiv.

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Keine zentrale Lage

Ein Neubau auf dem gemeindeeigenen, nur schwer verkäuflichen Grundstück im Neubaugebiet »Gschächtle« habe den gravierenden Nachteil, dass es sich um keine zentrale Lage handle. Am positivsten wurde daher der Abbruch und Neubau des Wohngebäudes Hauptstraße 48 beurteilt, zumal das Gebäude in einem baulich schlechten Zustand sei. Allerdings wohnen dort zwei Familien mit insgesamt fünf Personen; für sie müsste eine Ersatzunterkunft gefunden werden. Zusammen mit dem Nachbargrundstück, das ebenfalls der Gemeinde gehört, könnten mit einem Gesamtaufwand von 610 000 Euro vier Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 354 Quadratmetern entstehen.

Falls die Voraussetzungen für eine Förderung vorliegen, könnte die Gemeinde mit 25 Prozent Förderung rechnen. Die Restfinanzierung könnte mit einem zinsgünstigen Darlehen finanziert werden, wobei bei Vollbelegung die Mieteinnahmen die jährlichen Zins- und Tilgungsraten fast decken würden.
»Schauen wir mal, ob es für ein solches Projekt noch Fördergelder gibt«, schlug Bürgermeister Karl Burger vor. Einstimmig stimmte der Gemeinderat zu, dieses Projekt weiter zu verfolgen und einen entsprechenden Förderantrag einzureichen.
 

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