Bad Rippoldsau-Schapbach

Gemeinde will Starkregenmanagement anpacken

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02. Dezember 2019

Die Feuerwehr ist bei einem Hochwasser gefragt - so auch im Juni 2016 in Schapbach. ©Archivfoto: Karl Kovacs

Elisabeth Wehle vom Fachbereich oberirdische Gewässer beim Landratsamt Freudenstadt informierte am Dienstag in der Gemeinderatssitzung in Bad Rippolds­au-Schapbach über Hochwasserschutz und das Thema Starkregenmanagement.

Die Wolf sei in einem guten ökologischen Zustand – „die neusten Untersuchungen bestätigen die Maßnahmen der vergangenen Jahre“, betonte Elisabeth Wehle (Landratsamt Freundenstadt) am Dienstag in der Gemeinderatssitzung in Bad Rippoldsau-Schapbach. Jetzt gehe es darum, das zu erhalten und zu fördern. 

In ihrem Vortrag ging sie näher auf die Möglichkeit eines Starkregenrisikomanagements (SRRM) ein: Grundlagenerhebung, Analyse der Risikogebiete, Maßnahmenkonzept und Umsetzung.  Die Gemeinde und die Bürger seien dabei gefragt, das zu erarbeiten. Ein wichtiger Bestandteil hiervon sei die Risikoanalyse: „Wo habe ich meine Hotspots? Wer kann welche Vorsorge treffen?“ Stark­regen sei eine Gefahr, mit der man leben müsse. 

„Bei uns bedeutet Starkregen meist auch Hochwasser“, sagte Ramon Kara (FWV). Wohin das Wasser fließe, das wisse man – „da braucht man nicht wirklich ein Fachbüro dafür“. Er kritisierte die Vorgabe, dass sogenannte Bachbängel aus dem Gewässer entfernt werden mussten. Wehle aber betonte, dass es inzwischen andere Formen gebe, zum Beispiel eine raue Rampe mit dem Vorteil, dass dort die Fische durchkommen: besonders die Groppe, die anders als die Forelle nicht über einen Bängel springen könne. 

Ein Rückhaltebecken?

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Franz Günter (FWV) sprach von einer Aufweitung, um möglicherweise die Fließgeschwindigkeit erhöhen zu können. Oder eine Vorlandabgrabung für einen gewissen Rückhalt. Auch Bürgermeister Bernhard Waidele sprach von einem Rückhaltebecken. „Da werden wir nicht drum herumkommen.“ Es gebe auch noch Relikte von Stauwehren in der Gemeinde.

Ulrich Hanfstein vom Amt für Bau, Umwelt und Wasserwirtschaft  betonte, dass der erste Schritt sei, sich die heutigen Bedingungen anzuschauen. Und dann: Was sind wirtschaftliche Maßnahmen? Die Gemeinde möchte nun Angebote für ein Flußgebietsuntersuchung (FGU) und ein SRRM-Gutachten einholen, so Waidele. Der Vorteil, ergänzte Wehle, sei beim SRRM die kleinräumige Betrachtung einzelner Straßenzüge, allerdings mit dem Nachteil des hohen Aufwands für die Gemeindeverwaltung. Ein Vorteil der  FGU sei die Betrachtung des gesamten Einzugsgebiets. Allerdings sei es bis zur Umsetzung ein langer Prozess. 

Förderungen möglich

Mit 70 Prozent werden solche Gutachten gefördert, führte Wehle weiter aus. Zusätzlich gebe es dann auch Förderungen für die Umsetzung. „Und die Schäden, die das Hochwasser schon angerichtet hat? Sind die auch förderfähig oder nur Präventionsmaßnahmen?“, wollte Jasmin Kern (FWV) wissen. Das komme darauf an, so Wehle, was Unterhaltung und was etwas Neues ist. Kurt Schmieder (CDU) fragte nach den Kosten für solche Konzepte. „Ich nehme an, wir brauchen beides“, sagte er. Hanfstein wollte sich aber nicht festlegen: Das komme auf den Einzelfall an, was man alles mit einbeziehen möchte. 

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