Sozialer Wohnungsbau

Gemeindehaus in Mühlenbach wird noch etwas teurer

Autor: 
Lars Reutter
Lesezeit 3 Minuten
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22. März 2018
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Derzeit liegen die Kosten für das Haus mit rund 365 Quadratmeter Wohnfläche bei knapp unter 900000 Euro. ©Pixabay

Die Kostensteigerung beim sozialen Wohnungsbauprojekt in Mühlenbach in der Hauptstraße 48 geht weiter. Derzeit liegen die Kosten knapp unter 900 000 Euro. Dies für eine Wohnfläche von rund 365 Quadratmeter. Kritik an den Kosten gab es von Bürgern.

Auf der Tagesordnung stand das Bauvorhaben des gemeindeeigenen Mehrfamilienhauses am Dienstagabend nicht explizit. Doch schon in der Frageviertelstunde gab es Kritik von zwei Bürgern und auch unter »Bekanntgaben« ging es um das Haus.

»Da wird Geld verbrannt«

»Da wird Geld verbrannt«, ärgerte sich ein Bürger. Ein anderer stellte mehrere kritische Fragen die Bürgermeisterin Helga Wössner und Kämmerer Herbert Keller beantworteten. Unter anderem wollte er wissen, ob die Zuschüsse auch wirklich fließen werden. Dies bejahte Keller. Der Bürger stellte zudem in Frage, ob das Projekt wegen der hohen Kosten, welche die Umsetzung anderer Projekte hemmen würde, überhaupt dem Gemeinwohl diene. Ihm ging es daher um den Zweck beziehungsweise das

Ziel des Bauvorhabens. Wössner erklärte dazu, dass das Haus möglicherweise nicht wie ursprünglich gedacht für Flüchtlinge gebraucht werde. Es gebe aber auch immer wieder Anfragen nach Sozialwohnungen. Die Absicht mit den Projekt Gewinne zu erzielen, habe die Gemeinde – wie auch beispielsweise beim Friedhof – nicht.

Wirklich zufrieden wirkte der Bürger mit diesen Antworten nicht, wobei Wössner mehrmals betonte, dass sie den Ärger über die hohen Kosten nachvollziehen könne. Und auch die Gemeinderäte hatten in vergangenen Sitzungen schon mehrfach ihren Unmut geäußert, aber auf Grund der bereits angefallenen Kosten  mehrheitlich für die Fortführung des Baus gestimmt.

Bürgermeisterin nennt Gründe

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Die Gründe für die Kostensteigerungen des ursprünglich auf 650 000 Euro anviesierten Vorhabens führte sie später näher aus. Zunächst erläuterte sie den Grund für die jüngste Verteuerung im Bereich der Hangsicherung und der Stützwand um 17 000 Euro auf jetzt 43 000 Euro.  

Ende Januar hätten Bauhofmitarbeiter Fundamente des bestehendes Hauses ausgegraben und dabei festgestellt, dass an der bergseitigen Wand die Fundamente nur zehn bis 15 Zentimeter unter den Pflasteroberbelag des Untergeschosses einbinden. Da die Fundamente damit weder ausreichend tief noch frostfrei gegründet seien, wäre eine stabile Hangsicherung allein durch die in der am 24. Januar beschlossenen Maßnahme (wir haben berichtet) nicht ausreichend gewesen.

Die bestehende Rückwand, die zur Sicherung des Hangs bestehen bleiben soll, müsse unterfangen und mit senkrechten Stahlträgern abgestürzt werden, führte Wössner weiter aus.

Abbruch startet am Donnerstag

Abgesehen von dieser aktuellen Kostensteigerung seien für die Verteuerung unter anderem ursächlich die Erhöhung des Bauvolumens, zusätzliche Wünsche bei der Bauausführung und »im weitaus größten Maße« die allgemeinen Preissteigerungen auf dem überhitzen Baumarkt. 

Gemeinderat Klaus Armbruster zog daraus die Konsequenz, künftig in Hochzeiten des Baubooms nur unbedingt notwendige Bauprojekte anzugehen. Auch Wössner meinte: »Früher hätte man günstige gebaut«. Zudem kündigte sie gestern an, dass die Abbrucharbeiten des Hauses am Montag, 26. März, starten sollen. 

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