Organisierte Nachbarschaftshilfe Gutach

Georg Pasternack kündigt Rückzug an

07. Dezember 2017
&copy Christiane Agüera

Bis Ende Oktober haben die Einsatzkräfte der Organisierten Nachbarschaft- und Altenhilfe Gutach schon 1530 Stunden absolviert. Nach wie vor werden weitere engagierte Helfer, gerne auch Männer, gesucht. Währenddessen haben einige Vorstandsmitglieder ihren Rückzug in zwei Jahren angekündigt.

In Vertretung für den aktuellen Vorsitzenden Bürgermeister Siegfried Eckert führte Pfarrer Mirko Diepen am Dienstagabend durch die Versammlung im Bürgersaal des Rathauses. 

"Wir sind die Beschenkten"

»Wir erleben oft, wenn wir etwas Gutes tun, sind wir die Beschenkten«, stimmte er mit einer weihnachtlichen »Engelsdienst«-Geschichte ein. Dies sei auch bei der organisierten Nachbarschafts- und Altenhilfe oft der Fall. »Der leichte Pessimismus, den ich verbreitet habe, hat sich etwas gelegt«, berichtete Geschäftsführer und Einsatzleiter Georg Pasternack  von der Personalsituation. Die würde ein klein wenig besser aussehen, nachdem sich drei Personen bei ihm gemeldet hätten, die künftig im Helferteam mitwirken. »Trotzdem ist es ein schmaler Grat auf dem wir uns bewegen«, unterstrich er. 
Auf zwölf Helferinnen, einen Helfer und eine kleine Reserve könne er zurückgreifen. Der hauswirtschaftliche Bereich sei knapp besetzt, auch Männer sind für schwerere Arbeiten, wie beispielsweise in Gärten sehr gefragt. »Wir hoffen, da tut sich ein Türchen auf«. Einsatzkräfte werden also nach wie vor dringend gesucht. Für sie gibt es zwar keinen Lohn aber eine Aufwandsentschädigung. »Davon können im Monat bis zu 200 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei verdient werden«, ergänzte Vorstandsmitglied Volker Sahr.

2016 1727 Einsatzstunden

In 2016 wurden 1727 Einsatzstunden gezählt und 4323 Kilometer gefahren. Bis Ende Oktober 2017 haben die Einsatzkräfte bisher 1530 Stunden auf dem Buckel und waren 1600 Kilometer unterwegs. »Das ist zwar weniger als im Vorjahr, doch es kann sich erfahrungsgemäß sehr schnell ändern«, erinnerte Pasternack beispielsweise an die Auftragsfahrten zu Kliniken. Wie Rechnerin Sylvia Obergfell bilanzierte, steht der Verein auf finanziell soliden Beinen und schreibt konstant schwarze Zahlen. Laut den Abrechnungen bis Ende Oktober 2017 und dem Entwurfsplan für 2018 werden die Jahre wieder mit einem Plus abschließen.

Jahresbeitrag bleibt unverändert

Ein Grund, weshalb das Vorstandsteam vorschlug, den Mitglieds-Jahresbeitrag bei 24 Euro zu belassen. Wie Georg Pasternack vorausblickte, soll es auch im kommenden Jahr ein Helfertreffen geben. »Eine Gelegenheit sich kennenzulernen um sich gegenseitig zu berichten, was es den Helfern bringen kann. Es ist nämlich nicht nur ein Geben«. 
Die Idee zweier Frauen, das Angebot um Freizeitgestaltung zu erweitern, wird aufgegriffen. Während die Vorsitzenden nicht gewählt werden müssen, stellt sich das übrige Vorstandsteam alle vier Jahre zur Wahl. Georg Pasternack kündigte an, dass er sich gemeinsam mit Volker Sahr und Sylvia Obergfell zurückziehen will und sie in zwei Jahren nicht mehr für ihre Ämter zur Verfügung stehen. Pasternack und er selbst waren die »einsamen Kämpfer von Beginn an«, erinnerte Sahr. Seit der Gründung im Jahr 2000 waren beide im Vorstandteam aktiv.
 

Autor:
Christiane Agüera

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