Schramberg hat Idee für neuen Wohnmobilstellplatz an der Schiltach

Geplante Landesgartenschau gibt neue Stadt-Perspektiven

07. Dezember 2017
&copy Martin Himmelheber

Schrambergs Fachbereichsleiter Umwelt und Technik Rudolf Mager hat dem Verwaltungsausschuss einen verblüffenden Vorschlag gemacht: Dort, wo heute bereits Wohnmobile überwintern, gegenüber der Majolika am Schiltachufer, wäre Platz für etwa 25 Wohnmobile. Mager präsentierte ein »Gemeinschaftswerk der Tourismusfachleute und der Stadtplaner«. Er zeigte zunächst den unbefriedigenden Ist-Zustand mit den Transitplätzen am Unteren Schiltacher Weg in Tennenbronn, an der H.A.U. und beim Bettenland Alesi. Plätze ohne jeden Komfort und mit nur teilweise ausreichenden Be- und Entsorgungseinrichtungen. Für Schramberg  sei das zu wenig. 

Vier Flächen könnten sich als Wohnmobilstellplätze eignen

Der Wohnmobiltourismus sei bedeutsam. 440 000 Wohnmobile seien in Deutschland zugelassen, in Europa mehr als 1,3 Millionen. »Es sind meist zwei bis drei Personen an Bord«, so Mager, »und die lassen im Durchschnitt pro Person und Tag 40 Euro am Ort.« In der Talstadt hätten sich seine Mitarbeiter vier Plätze angeschaut: eine Wiese bei Pfaff & Schlauder, ein Gelände an der H.A.U., eines an der Geißhaldenstraße und eines bei der Majolika an der Schiltachstraße. Letzteres habe sich als ideal erwiesen: Mit gut 3000 Quadratmetern sei es ausreichend groß, innenstadtnah sowie in der Nähe von Gastronomie und vielen Attraktionen. Das Anlegen eines solchen Platzes würde mit den Versorgungsstationen um die 200 000 Euro kosten.

Großzügige Veränderung des Uferbereichs

Mit Blick auf die Landesgartenschaubewerbung schlug Mager auch hier eine großzügige Veränderung des Uferbereichs, aber auch der Schiltachstraße vor: »Das sollte im Sinne des ›Blauen Bandes‹ umgestaltet werden.« Dort wäre  am Ende der Schiltachstraße eine Fußgängerzone möglich – mit Anschluss an den angepeilten neuen Schlosspark. Mit dem Eigentümer der Fläche Michael Melvin habe die Stadt bereits gesprochen. Melvin möchte seit Jahren die Wasserkraft am St. Maria-Wehr wieder nutzen. Bislang war die Idee, den bestehenden Parkplatz beim Tunnelausgang umzugestalten.

Richtige Richtung angezeigt

Nun schlägt Mager vor, wie früher die Wasserkraft in der Majolika in Strom zu verwandeln. Der Parkplatz sollte für die die Gewässerdurchgängigkeit beim St. Maria-Wehr genutzt werden. Neben dem möglichen Platz im Tal, so Oberbürgermeister Thomas Herzog denke man auch an das Weiherwasengelände in Waldmössingen: »Auch dort wäre ein  Wohnmobilstellplatz möglich.« Der Ausschuss hat die Verwaltung beauftragt, in dieser Richtung weiterzuarbeiten. 

Autor:
Martin Himmelheber

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