Wolfach

Gespräch soll die Wogen um Schapbachs Kindergarten glätten

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19. August 2019
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Der Kindergarten Schapbach ist in die Jahre gekommen. Eltern und Kirchengemeinde wollen die politische Gemeinde für das Thema sensibilisieren. ©Katharina Jansen

Die Mängelliste des Kindergartens Schapbach stieß im Rathaus auf wenig Verständnis. Nach einer schriftlichen Erklärung von Pfarrer Frank Maier  glätten sich die Wogen nun: Demnächst sei ein Gespräch mit der Verwaltung angesetzt, erklärte Bernhard Waidele im Gemeinderat.

Per E-Mail hatte Laura Armbruster Gemeinderat und Verwaltung eine Mängelliste zugesandt, die Ende Juli im Gemeinderat Unverständnis aus der Verwaltung erntete (wir berichteten). Vergangenen Dienstag kam das Thema am Ratstisch erneut auf – und auch Pfarrer Frank Maier bezog zwischenzeitlich in schriftlicher Form Stellung im Namen der Kirchengemeinde als Trägerin des Kindergartens.

Gespräch nach Urlaub

Es sei »sehr unglücklich gelaufen«, sagte Silvia Lehmann (FWV) im Rahmen der Anfragen aus dem Rat. Pädagogisch leiste das Team um Leiterin Laura Armbruster sehr gute Arbeit, das sei wichtig in der öffentlichen Darstellung. Bürgermeister Bernhard Waidele verwies auf die Stellungnahme von Pfarrer Frank Maier Anfang August im Bürgerinfo. Wenn Maier aus seinem Urlaub zurück sei, sei ein Gespräch mit der Verwaltung geplant. Der scheidende Kämmerer Klemens Walter pflichtete bei: Man habe um ein klärendes Gespräch gebeten. »Wir sind uns einig, wie wir das in Zukunft machen werden.«

Waidele und Walter hatten in der Sitzung Ende Juli die Kommunikation seitens des Kindergartens bemängelt und auf die Einhaltung des Dienstwegs verwiesen. Für die an Rat und Verwaltung gemailte Mängelliste hatten beide »klares Unverständnis« bekundet.

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»Drängende Mängel«

Bei Maier wiederum stießen die Äußerungen in der öffentlichen Sitzung auf »einiges Unverständnis«, wie er in seiner Stellungnahme schreibt. Der Pfarrer bedauert, dass seitens der Kirchengemeinde als Trägerin niemand habe in der Sitzung oder im Vorfeld Stellung beziehen können und so »bedauerlicher Weise das eigentlich interne, positive Anliegen für die Gemeindeverwaltung und den Gemeinderat nun in der Öffentlichkeit ungut dargestellt wurde«. Hintergrund der Liste sei eine Initiative des Elternbeirats gewesen. Man habe unaufgeregt »auf verschiedene, drängende Mängel« hinweisen wollen, schreibt Maier.

Es sei allen bewusst, »wie eng der finanzielle Handlungsspielraum bemessen ist«. Es sei das Anliegen von Trägerin, Kindergarnleitung und Eltern, »möglichst sparsam und nur mit dem Notwendigsten die Gemeinde zu belasten«, beteuert der Geistliche. »Nichtsdestoweniger ist im Zuge der Zeit das Gebäude des Kindergartens derart in die Jahre gekommen, dass grundlegendere, für den weiteren Bestand und die Sicherheit absolut notwendige Schritte einzuleiten sind.«

Eltern helfen Sparen

Man unterscheide sehr wohl zwischen sicherheitsrelevanten Maßnahmen und kleineren Reparaturen, betont Maier. So brächten sich die Eltern unentgeltlich für verschiedene Maßnahmen ein. Auch gebe es eine Abstimmung mit Verwaltung und Bauhof. Interesse an den größeren Problemen am Gebäude sei aber »nicht sehr sichtbar wahrnehmbar« gewesen. Mit der Mängelliste habe man darum Verwaltung und Rat für das Thema Kindergarten sensibilisieren und zu einem Ortstermin einladen wollen. Maier: »Um mehr ging es in dem ganzen Vorgang nicht – aber auch nicht um weniger.«

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