Kinzigtal

Gewaltiger Beifall zum Jubiläum der Musikschule in Wolfach

Autor: 
Andreas Buchta
Lesezeit 4 Minuten
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20. Oktober 2019

„Flutes, Fiddles & Drums“ spielte unter der Leitung von Kathrin Krichel in atemberaubender irischer Manier und mit ansteckendem Rhythmus traditionelle irischen Weisen. ©Andreas Buchta

Mit einem spektakulären Jubiläumskonzert in der fast voll besetzten Festhalle feierte die Wolfacher Musikschul-Zweigstelle ihren 40. Geburtstag. Sechs Ensembles der Musikschule, die Bigband „Surprise“ und zwei Sängerinnen boten drei Stunden Musikgenuss.
 

Sanft und fast unbemerkt begann am Samstag Wolfgang Schubarts Gitarrenensemble „Gitarre en bloc“ mit Peter Greens „Albatross“ das Jubiläumskonzert der Musikschule. Erst dann begrüßte Zweigstellenleiterin Kathrin Krichel die vielen Gäste in der nahezu vollbesetzten Festhalle.

„Die Musikschule ist 40 Jahre alt und trotzdem so jung“, fand sie und übergab das Mikrofon an Moderatorin Malika Sabaß, die im Weiteren sachkundige Informationen über die Beiträge und Ensembles lieferte.

Mit Andreas Heusers rhythmischem „Timmys Techno“ beendete das Gitarrenensemble seinen Part und gab die Bühne frei für das Querflötenquartett von Fiona Dorn, Hannah Jehle, Anna-Lydia Oehler und Mara Paschke, das sich derzeit auf den Wettbewerb „Jugend musiziert“ vorbereitet.

Melodische Billanz

Ihr „Calypso“ von Larry Clinton ließ in Sachen Rhythmus und melodischer Brillanz keinerlei Wünsche offen.

Mit drei Stücken spielte sich Gozel Esenovas Geigenensemble in die Herzen der Zuhörer. Mit reichlich Swing und in gefühlvoller Blues-Stimmung endeten sie mit Kathy und David Blackwells „I got those fiddle Blues“ und mit großem Beifall.

Der Filmmusik verschrieben hatte sich Kathrin Krichels „Kämmerle-Orchester“. Ausgelassen und temperamentvoll spielten die Musiker Klaus Badelts „He’s a Pirate“ aus dem Film „Fluch der Karibik“, ausdrucksvoll beschrieben sie mit Yann Tiersens „Comptine d’un autre été“ die wunderbare Welt der Amelie und erinnerten mit Harold Arlens „Over the Rainbow“ verträumt an das Frühstück bei Tiffany.

Orchester erweitert

Dann wurde das „Kämmerle-Orchester“ um ein dreifaches Schlagwerk und Flöten zur Formation „Flutes, Fiddles & Drums“ erweitert. In atemberaubender irischer Manier und ansteckendem Rhythmus spielte das Ensemble die traditionellen irischen Weisen „The Keel Row“ und „Piping Man“.

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Mit Pablo B. Ruiz’ temperamentvollem „Sway“ eröffnete Kathrin Krichels Jazzchor „Passatempo“, am Klavier begleitet von Helmut Kastenholz, sein Programm, um mit Henry Mancinis Moon River“ ausdrucksvollen Chorgesang zu präsentieren.

Augenzwinkernd besangen sie mit „Unser Stammchor“ ihren Chor: „Das Singen gibt uns Flügel, das Singen gibt uns Schwung“. Bei Perry Mansfields „Hit the road, Jack“ drehten die Sänger von „Passatempo“ zum Schluss rhythmisch noch einmal auf.

Gewohnt erstklassik

Mit Peter Stöhrs Big Band „Surpise“ trat ein höchst harmonisch agierender Klangkörper auf den Plan, der seine gewohnt erstklassige Bigband-Musik ablieferte und bei seinem ersten Beitrag, Louis Primas „Sing Sing Sing“ vom Chor „Passatempo“ umrahmt wurde.

Bei Pat Methenys „Every Summer Night“ ließen Gitarrist Justus Braach und Maximilian Stöhr am Klavier bemerkenswerte Soli hören. Als Vamp aufgestylt trat Kathrin Krichel bei „Männer muss man loben“ auf.

Eine Überraschung, sowohl in musikalischer, als auch in optischer Hinsicht, war der Auftritt der jungen Sängerin Angelina Madeleine, einer Preisträgerin in „Jugend musiziert“ und Hauptrollen-Sängerin im Musical „West Side Story“. Was diese Sängerin musikalisch und nicht zuletzt mit ihrem theatralischen Auftreten bot, war allererste Sahne, zumal sie mit ihrer Stimmgewalt die Bigband glatt auf den zweiten Platz zu verweisen schien. 

Eindrucksvolle Soli

Mit vollem Stimmeinsatz sang sie Natascha Bedingfields „Soulmate“ und „Empire State of Mind“ von John Cameron. Mit Adeles „Rolling in the Deep“, Tina Turners „Proud Mary“ und „Listen“ von Beyoncé gab sie weitere Kostproben ihres Bühnentalents, bei denen auch die Bigband mit ihrem unvergleichlichen Sound und eindrucksvollen Soli, etwa von Posaunist Stefan Ilg und Trompeter Patrick Hornisch, glänzte. Der Beifall für alle war überwältigend.

Zum großen Finale „It’s Raining Men“ kam zur Bigband wieder der Jazzchor „Passatempo“ auf die Bühne und zelebrierte das Stück mit einer ordentlichen Portion Übermut. Der Beifall der begeisterten Zuhörer war gewaltig und eine Zugabe unausweichlich. Alle Mitwirkenden des Abends stimmten ein Potpourri aus dem Musical „Hair“ an: „Let the sunshine in“.

Aber auch dann war mit dem Applaus noch lang nicht Schluss und das Stück musste noch einmal gesungen und gespielt werden.

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