Haslach im Kinzigtal

Glasfaser-Ausbau in Haslach mit Vodafone oder UGG

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19. Mai 2022
Schneller soll man künftig dank Glasfaser in Haslach auf der Datenautobahn unterwegs sein.

Schneller soll man künftig dank Glasfaser in Haslach auf der Datenautobahn unterwegs sein. ©Tobias Lupfer

Am Ausbau des Glasfasernetzes im Innenbereich von Haslach haben die Firmen Vodafone und UGG Interesse angemeldet. Vertreter der beiden Firmen stellten ihr Angebot im Gemeinderat vor.

Auf der Tagesordnung des Haslacher Gemeinderats stand am Dienstagabend im Bollenbacher Dorfgemeinschaftshaus als einziges Thema der eigenwirtschaftliche Breitbandausbau zur Beratung an. Für diesen interessieren sich die Firmen Vodafone und Unsere Grüne Glasfaser (UGG).

Josef Glöckl-Frohnholzer von der Breitband Ortenau (BOKG) erinnerte eingangs daran, dass in der Ortenau ein hybrides Ausbaumodell von der BOKG umgesetzt wird. Das bedeutet, dass ein Partner in den verdichteten Gebieten ausbaut und die BOKG in den Außenlagen. Nachdem er in der Februarsitzung des Rats über den geförderten Ausbau informiert hatte (wir haben berichtet), ist die Partnerwahl der „nächste Baustein“ beim Glasfaserausbau in Haslach.

Gute Erfahrungen

Hierbei hätten sich mit Vodafone und UGG zwei Protagonisten gefunden, mit denen die BOGK jeweils bereits gute Erfahrungen gemacht habe. Auf Rückfrage von Andreas Isenmann (CDU), warum bisher fast alle Kommunen mit der UGG zusammenarbeiten, antwortete Glöckl-Frohnholzer, dass man mit Vodafone auch bereits lange Gespräche führe, aber die Firma erst vor rund zwei Wochen entschieden habe, auf eine Vorvermarktungsquote zu verzichten.

Dies sei für die BOGK und die Kommunen wichtig, da nur so der Ausbau unabhängig davon, wie viele Abnehmer für die Glasfaserangebote die Firma findet, garantiert sei und geplant werden könne. Denn das Ziel der BOGK sei, mit dem hybriden Modell einen 100-prozentigen Ausbau zu erreichen.

Wenige Unterschiede

Ehe die Vertreter der beiden Firmen das Wort erteilt bekamen, stellte Glöckl-Frohnholzer auch kurz deren Angebote gegenüber, wobei es kaum Unterschiede gibt. So fallen beispielsweise bei beiden, im Gegensatz zu den geförderten Bereichen in den Außenlagen, keine Kosten für die Gemeinde an und der Hausanschluss kostet bei Abschluss eines Vertrags während der Vorvermarktung auch bei beiden nichts.

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Schließt man keinen Vertrag ab, kann man sich gegen Bezahlung aber bei beiden einen Hausanschluss legen lassen. Auch wollen beide auf verschiedenen Wegen, inklusive Termine vor Ort, mögliche Kunden umfassend informieren. Was die BOGK moderieren würde, wäre die Möglichkeit der Vermietung oder des Kaufs bereits vorhandender Infrastruktur (Leerrohre) an einen der beiden Anbieter.

Melina Giaxidis stellte dann das Angebot von Vodafone vor. Der Ausbau des Glasfaser-Netzes erfolge durch Nokia und die Finanzierung über Primevest, aber Ansprechpartner sei für die Kunden nur Vodafone. Neben Haslach wolle man auch gerne in Hofstetten ausbauen. Der Ausbaustart wäre für Oktober geplant. Im dritten Quartal 2023 wäre dann die Anschaltung der Kunden geplant. Für die Anmietung des Netzes durch anderen Anbieter (Open-Access) sei man grundsätzlich offen.

Erst einmal kein Interesse

Ehrlicherweise hätten diese daran aber erst einmal kein Interesse. Wer beispielsweise Telekom-Kunde sei, müsste also seinen Altvertrag kündigen. Man könne diesen aber auch weiter nutzen, während man mit Vodafone nur einen Vertrag abschließt, um einen kostenlosen Anschluss zu bekommen. Im Gegensatz zur UGG wirbt Vodafone auch mit der Übernahme für die Inhouse-Verkabelung (NE4) bis zu einer Länge von maximal 20 Meter im Aufputzverfahren und dies auch bei alten Häusern.

Andreas Kindsvater betonte für die UGG, dass diese mit möglichst vielen Providern zusammenarbeiten wolle. Derzeit hat man die Wahl zwischen O2 und Stiegeler, aber man sei mit weiteren 72 Anbietern im Gespräch. Starten würde man mit dem Ausbau etwa in vier bis fünf Monaten und wäre dann nach sechs bis neun Monaten − also auch in etwa wie die Vodafone − fertig.

Abschließend sagte Bürgermeister Philipp Saar, dass die Wahl des Partners relativ egal und es vielmehr wichtig sei, den Glasfaserausbau möglichst schnell voranzutreiben. Der Zeitplan der beiden Firmen sei „ambitioniert“ und werde auch die Kommune als Begleiter der Baumaßnahmen vor Herausforderungen stellen. Die Wahl des Partners soll dann in der nächsten Ratssitzung erfolgen, sagte er auf OT-Anfrage.

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