Lesung an Haslacher Schulzentrum

Grenzen werden im Internet schnell überschritten

Autor: 
Anke Kaspar
Lesezeit 3 Minuten
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12. November 2018

Thomas Feibel beschäftigt sich als Autor mit dem Thema Kinder und Computer/Neue Medien. ©Anke Kaspar

Thomas Feibel, ein Journalist in Sachen Kinder und Computer, stellte am Freitag den achten Klassen in der Bibliothek der Generationen am Haslacher Bildungszentrum seine Bücher vor. 

Der Journalist schreibt Kinder- und Jugendbücher, in denen es oft um Themen wie Cybermobbing, Soziale Netzwerke und das Aufwachsen in der digitalen Welt geht. Die Schüler für solche Themen zu begeistern, war ein schwieriges Unterfangen. Als die Teenies jedoch hörten, dass der Berliner auch Testberichte über Computer- und Konsolenspiele schreibt, hatte er ihre volle Aufmerksamkeit. 

Feibel warnte die Jugendlichen vor den Spielen, bei denen viel Geld ausgegeben werden muss, obwohl sie anfangs kostenlos angeboten werden. »Das ist nicht fair, das ist erschlichenes Geld –euer Taschengeld«, erklärte er. Es sei auch immer öfter der Fall, dass bei den Spielen eine enge Bindung hergestellt werde. Im Gegensatz zu den Spielen sei es nicht vorstellbar, dass ein Buch auf dem Nachtisch ständig Nachrichten schickt, damit man es wieder in die Hand nimmt. »Das ist das, was mich am Spielen nervt«, sagte er.

Schüler wählen Buch selbst aus

Die Schüler durften ein Buch für die Lesung auswählen. Im Angebot waren »Ich weiß alles über Dich«, »Like me – jeder Klick zählt« und »Selbstschuld, was ist schon privat«. Letzteres Buch, im dem der Autor über die Freundschaft zwischen Josh und Alex im digitalen Zeitalter schreibt, traf auf Interesse.

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Im Buch taucht Feibel tief in die Gedankenwelt eines Teenies ein, für Eltern aus der »Papierwelt« sind viele dieser Gedanken fremd. Was passiert, wenn man im Namen des besten Freundes Bilder eines jungen Mädchens postet und diese dann unkontrolliert im Netz herumgeistern? Feibel zeigt auf, wie schwierig es heute für Teenies ist, keine Grenzen in der Internetwelt zu überschreiten. 

Stadtbücher-Leiterin Regina Adam erklärte, dass das Thema Medien heute allgegenwärtig sei und allzu oft gehen die Schüler und auch die Erwachsenen – oft aus Unwissenheit – sorglos damit um. So war es ein wichtiger Schritt, Feibel einzuladen, der in seinen Jugendbüchern ohne erhobenen Zeigefinger auf Probleme hinweist, die durch die Nutzung der sozialen Medien entstehen können. 

Eltern sind oftmals keine Vorbilder

Der Autor wollte nicht verhehlen, dass es genauso viele Kinder gibt, die sich darüber aufregen, dass ihre Eltern nicht mehr vom Handy loskommen, wie umgekehrt. Die Eltern würden von ihren Kindern etwas verlangen, dass sie selbst nicht können, nämlich mit dem Handy vernünftig umzugehen, erklärte der Berliner. »Leg doch mal das Handy weg!« ist nicht nur der Titel seines aktuellen Ratgebers, sondern war auch Thema eines Vortrages für die Eltern am Donnerstagabend. 

Der Autor befasste sich an diesem Abend intensiv damit, ob durch neue Medien auch neue Erziehungsmethoden nötig sind. Er gab Tipps, klärte auch über Risiken und Gefahren der Nutzung von Handys und Computern auf.

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