Hornberg

Große Trauer um einen begnadeten Theaterspieler

Autor: 
Petra Epting
Lesezeit 2 Minuten
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08. Januar 2015

Günther Oeser, hier mit seiner Frau Ilse, verstarb 63-jährig nach schwerer Krankheit. ©Oeser

Bis zum Schluss hatte er gehofft und gekämpft: Nun hat Günther Oeser den Kampf gegen den Krebs verloren. Zwar ging es ihm schon länger schlechter, für seine Frau Ilse und die drei Kinder Juliane, Steffen und Christine kam der Tod am Morgen des 3. Januar dann aber doch überraschend. Hornbergs Bevölkerung reagiert mit tiefer Bestürzung, war der 63-Jährige doch überall beliebt, sehr gesellig und für seine Hilfsbereitschaft bekannt. Viele Jahre lang galt seine ganze Leidenschaft dem Theaterspielen beim Historischen Verein. Doch er war einst auch aktiver Fußballer, Trainer, Schiedsrichter und brachte sich vielfältig in den VfR Hornberg, ein, der ihn im Oktober 2014 noch für 40-jährige Vereinszugehörigkeit ehrte.
Geboren wurde Günther Oeser in Gmünden am Main. Sein Vater war Eisenbahner und so kam die Familie 1970 schließlich nach Hornberg. »Oesi« wurde zu einem echten Schwarzwälder und 43 Jahre lang, inklusive der Lehre, arbeitete er als Kaufmännischer Angestellter bei der Duravit. Dem Unternehmen und besonders seinen Arbeitskollegen gilt der herzliche Dank der Familie für jegliche Unterstützung während der schlimmen Krankheit in den letzten beiden Jahren.
1994 spielte der ehemalige  zweite Vorsitzende des Historischen Vereins erstmals in einem Märchen mit, und zwar bei »Max und Moritz«. Damals infizierte er sich mit dem »Storenwaldfieber« und war fortan jede Saison dabei, viele Jahre lang sogar mit allen drei Kindern. Mit besonderer Leidenschaft verkörperte der einstige Obmann der Märchenspieler 2002 den Lokführer Lukas in »Jim Knopf« –  und 2008 im »Dschungelbuch«, das er sich besonders gewünscht hatte, den Bären Balu. Aktiv war er zudem als Landsknecht und als Bader im »Hornberger Schießen«, gehörte zum Krimiteam und war in der Trachtengruppe und in der Theatergruppe der Katholischen Kirchengemeinde um Gaby Aberle dabei. Günther Oeser verkörperte seine Rollen mit viel Herzblut, war immer offen für Neues – und er ertrug seine Krankheit in bewundernswerter Weise ohne jemals zu hinterfragen »warum gerade ich?«.
Heute, Donnerstag, findet die Trauerfeier um 14 Uhr in der evangelischen Kirche statt. Die Urnenbeisetzung ist im engsten Familienkreis.

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