Steinach

Große Trauer um Steinacher Holzschnitzer Meinrad Volk

Autor: 
Gotthard Müller
Lesezeit 3 Minuten
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13. Juni 2019

Holzschnitzer Meinrad Volk fertigte für viele Narrenvereine die Masken. ©Familie Volk

In Steinach herrscht große Trauer um Meinrad Volk, der am Pfingstmontag im Alter von 78 Jahren nach langjährigem Parkinson-Leiden gestorben ist. Um ihn trauen neben seinem Sohn und den zwei Töchtern auch die Feuerwehr und der Verschönerungsverein Steinach, in denen er sich in seiner langjährigen Mitgliedschaft verdient gemacht hat. 

Meinrad Volk ist mit seinem Bruder Klaus und den Eltern Augustin und Berta Volk  in einer kleinen  Landwirtschaft aufgewachsen. Nach dem Besuch der Stein­acher Schule hatte er einen großen Berufswunsch, den er sich mit der Lehre zum Holzschnitzer in der damaligen Holzschnitzerei Glück in Biberach erfüllte. Nach der erfolgreichen Gesellenprüfung arbeitete er noch einige Jahre in Biberach, bevor er sich 1975 selbstständig machte und in der Nachbarschaft eine kleine Werkstatt einrichtete. Nachdem die elterliche Landwirtschaft aufgegeben wurde, konnte er daheim eine größere Schnitzerwerkstatt einrichten, um seine Arbeiten auch besser zum Verkauf anbieten zu können. 

Für Schreinereien tätig

Im Laufe der Jahre wurde er durch seine hervorragende Arbeit weit über Steinach hinaus bekannt. So war er auch für einige Schreinereien im Innenausbau mit Schnitzereien tätig. Einen Namen machte er sich auch bei vielen Narrenzünften durch das Schnitzen von Masken. Täglich war er von früh bis spät in seiner Werkstatt anzutreffen und mancher Besucher schaute ihm beim Schnitzen zu. 

Mit dem Eintritt ins Rentenalter erkrankte er an Parkinson, was auch den Krankenhaus-Aufenthalt in einer Spezialklinik erforderlich machte. Tochter Gabi führt die Schnitzerei weiter. 
Beim Verschönerungsverein wurde er in sehr jungen Jahren Wegwart. Bis 1997 war er in diesem Amt tätig, lediglich kurz unterbrochen durch den Wehrdienst. Von 1997 bis 2005 übernahm er als stellvertretender Vorsitzender noch mehr Verantwortung. Viele Arbeiten wurden unentgeltlich zusammen mit weiteren Vorstandsmitgliedern in seiner Werkstatt geleistet, etwa das Fertigen von Bänkle-Latten. Auch durch die geschnitzte Tafel über der Eingangstür der Schirrmaierhütte wird er stets in Erinnerung bleiben. Er war auch ein eifriger Wanderer sowohl im Verein als auch privat. Seine Liebe gehörte den Bergen, besonders die Dolomiten im Grödnertal hatten es ihm angetan.

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50 Jahre in der Feuerwehr

Meinrad Volk trat der Feuerwehr 1969 bei und wurde in der diesjährigen Hauptversammlung für 50-jährigen Dienst geehrt.  Er bildete sich weiter als Maschinist und Funker und war beim Eintritt in zu den Alterskameraden im Dienstgrad Oberfeuerwehrmann. Er nahm an den Leistungsabzeichen in Bronze  (1970) und Silber(1971) teil. 

Trotz seiner Krankheit blieb er den Kameraden immer treu. Diese holten ihn auch gern mit dem Rollstuhl zuhause ab, um bei den gemeinsamen Unternehmungen wie Kameradschaftsabend, dem Feuerwehrfest, Pfingstgrillen oder den monatlichen Treffen der Alterskameraden dabei zu sein. Auch andere Vereine unterstützte er durch seine passive Mitgliedschaft und als geselliger Mensch besuchte er so lang er konnte deren Feste.

Die Trauerfeier für den Verstorbenen beginnt am morgigen Freitag um 14.30 Uhr in der Pfarrkirche Heilig-Kreuz, wo ihn besonders die Feuerwehrkameraden mit Ehrenspalier zur letzten Ruhestätte auf dem Steinacher Friedhof geleiten.
 

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