Platz reicht nicht aus

Großer Andrang beim Oldtimertreffen in Welschensteinach

Autor: 
Udo Weppler
Lesezeit 3 Minuten
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18. September 2019

(Bild 1/2) Der BWM AM 1 Dixi 1 von Hans Palmer aus Zell gewann beim Wettbewerb »Auto«. ©Udo Weppler

Der MSC Welschensteinach war am Sonntag erstmals der Veranstalter des Oldtimertreffen bei der Allmendhalle. Seit 1999 findet das sehr beliebte Treffen schon in Welschensteinach statt und auch dieses Mal war es ein Erfolg.

Viele Jahre lud die Trachten- und Volkstanzgruppe zum Oldtimertreffen nach Welschensteinach ein. Jetzt organisierte am Sonntag zum ersten Mal der MSC Welschensteinach dieses Treffen bei der Allmendhalle.

Der Platz war schnell gefüllt mit historischen Fahrzeugen aus den verschiedenen Epochen der Automobilgeschichte und auch viele alte Schlepper und Motorräder war gekommen. Der Andrang war so groß, dass es einen richtigen Stau von historischen Fahrzeugen gab.

Kurzerhand funktionierten die Veranstalter einen Parkplatz, den man für die Besucher vorgesehen hatte, als Ausstellungsfläche um. Aber auch das war noch nicht ausreichend, um alle Fahrzeuge einen Platz zu geben. Schweren Herzen musste man 40 Fahrzeuge abweisen. An diesem wunderschönen Spätsommertag waren wohl auch viele Oldtimer-Besitzer spontan nach Welschensteinach gefahren.

Mehr als 800 Besucher

So konnten die mehr als 800 Besucher  etwa 100 historische Autos, 70 Schlepper und 150 Motorräder bewundern. Viele führten mit den Besitzern auch das eine oder andere »Benzingespräch«. Unter den vielen Fahrzeugen gab es verschiedene Erhaltungszustände: Fahrzeuge, die in Würde gealtert sind und welche, die eine schöne Patina hatten bis zu solchen, die sehr aufwendig restauriert worden waren und wie neu dastanden.

Die ältesten motorisierten Fahrzeuge waren zwei NSU-Motorräder aus dem Jahre 1928, die aussahen als seien sie gerade erst von Werk gekommen. Bei den Autos konnte man vom Youngtimer bis zum Oldtimer alles sehen. Angefangen von Opel Manta, Ford Capri, MG Roster verschiedener Epochen, über Gogo-Mobil bis hin zu eine Volvo »Katzenbuckel« aus dem Jahr 1961.

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Für den Kleinstwagen BMW Isetta, der für zwei Personen ausgelegt war, gab es sogar einen kleinen Wohnwagen. Das älteste Auto an diesem Tag war der BMW AM I Dixi 1 aus dem Jahre 1931 von Hans Palmer aus Zell mit 15 PS aus 800ccm Hubraum. Das Fahrzeug ist noch im Originalzustand und voll fahrtüchtig.

Schlepper zu bestaunen

Auch bei den Schleppern kamen die Besucher oft aus dem Stauen nicht raus. Einer der Hubraumriesen kam aus Steinach: ein Lanz Bulldog 1506 aus dem Jahre 1941. Es war auch der älteste Schlepper an diesem Tag, der von seinem jetzigen Besitzer Helmut Brucker wieder voll funktionsfähig gemacht wurde. 

Im Zweiten Weltkrieg war er von der Wehrmacht beschlagnahmt worden und diente als Kraftquelle für ein Sägewerk. Später wurde er ausrangiert und in Wald vergessen. Erst 1990 wurde er wiederentdeckt und instandgesetzt. Nicht weit davon entfernt war ein roter Porsche Schlepper aus dem Jahre 1961 zu bewundern. Das Model Standard T 217 hat Siegbert Himmelsbach aufwendig restauriert und viel Zeit und Geld reingesteckt, aber es war die Mühe wert.

Das älteste Fahrzeug auf dem Gelände war aber ein Hochfahrrad aus dem Jahre 1870 von Karl Grafmüller aus Herbolzheim mit Beleuchtung.

Neben den schönen Fahrzeugen gab es auch noch ein kleines Rahmenprogramm  vom MSC mit Trial-Vorführungen. Hier konnten die Zuschauer sehen, was für Hindernisse man alles mit einem Motorrad oder mit einem Rad bewältigen kann. 
Auch die Bewirtung war bestens. Die Veranstalter waren mehr als zufrieden und  so wird es nächstes Jahr wieder ein Oldtimertreffen geben.

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