Wolfach-Kirnbach

Großes Interesse an Ideen zur Bollenhut-Talwegle-Erweiterung

Autor: 
Tobias Lupfer
Lesezeit 3 Minuten
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20. April 2018
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(Bild 1/2) Weiter oben im Tal – wie hier am Grundstück Wolber – müsse der Weg laut Josef Vetterer zum Teil trockengelegt werden mit Dohlen oder auch Gräben, um ihn als attraktive Wanderroute nutzbar zu machen. ©Josef Vetterer

Das Gemeinschaftsprojekt Bollenhut-Talwegle soll in die zweite Runde gehen: Gut 50 Interessierte waren am Donnerstagabend zum Infoabend der Stadtverwaltung zur möglichen Gestaltung des zweiten Bauabschnitts hoch zum »Bergstüble« gekommen.

Wer, wann und wie genau – alles Fragen, die noch offen sind. Doch die grundsätzliche Bereitschaft, bei einer Fortführung des Bollenhut-Talwegles von der Kirnbacher Kirche hoch aufs Moosenmättle zum »Bergstüble« wieder anzupacken, die schwang am Donnerstag überdeutlich durch den Leo­pold-Krummel-Saal in der Kirnbacher Gemeindehalle.

War die Trassenführung im ersten Abschnitt von der Einöd zur Kirche noch durch den bestehenden Karl-Wöhrle-Weg vorgegeben, gibt es zum »Bergstüble« verschiedene Routen. Bürgermeister Thomas Geppert und Josef Vetterer, Sachbearbeiter Technisches Bauwesen, hatten einen Vorschlag mitgebracht – inklusive einer leicht abgeänderten städtischen Alternative sowie einer über weite Teile völlig anderen Trasse der Schwarzwaldvereins-Ortsgruppe. »Wir wollen’s einfach mal in der Breite vorstellen«, sagte Geppert. 

Weniger Baustellen als talabwärts

Die Ausgangsvariante, die Geppert und Vetterer mit Tourist-Info-Leiter Gerhard Maier Ende März gewandert sind, führt von der Kirche zunächst entlang der Straße talaufwärts. Bis zum Grundstück Sägebauer müsste lediglich ein Meter breit die Grasnarbe abgetragen und der Weg angelegt werden. Über das Grundstück Sägebauer genüge es, die Beschilderung zu ergänzen, erklärte Vetterer. Weiter geht’s Richtung Teufelsküchenweg kurz durch den Wald, über eine Wiese des Sumhofs und dann zunächst wieder entlang der Kreisstraße. Im Waldstück sei die Entwässerung ein Thema, entlang der Straße müsse das Bankett ausgebaut werden. 

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Oberhalb des Sumhofs soll der Weg oberhalb der Kreisstraße von Hand ausgearbeitet werden. Weiter und vorbei am Anwesen Wolber seien teils die Entwässerung, teils die Hangsicherung und ein Geländer auf dem zum Unteren Staigerhof gehörenden Hangstück Themen, erläuterte Vetterer.

Marode Brücke macht den Unterschied

Beim Anwesen Staiger liegt der entscheidende Unterschied der städtischen Varianten: Soll der Bach gekreuzt werden, müsste die gesperrte Brücke erneuert werden. Dann würde es entlang der Straße hinter der Leitplanke weiter Richtung Oberer Staigerhof gehen. Die Alternative, die in der Diskussion besser ankam: Weiter entlang des Bachs zum Unteren Staigerhof und dort über eine intakte Brücke Richtung Oberer Staigerhof. Von dort ginge es in beiden Varianten die letzten Meter zum »Bergstüble«.

In der Diskussion überwog die Zustimmung für die städtische Alternativroute. »Wenn’s beim Unteren Staigerhof die Möglichkeit gäbe, am Bach entlang zu gehen, wäre das sehr gut«, sagte Ulrich Wiedmaier. Jakob Wolber stimmte zu: Der Verlauf am Bach entlang präge den besonderen Charakter des Talwegles. Der Vorschlag sei »eine wunderbare Fortführung des Themenwegs«.

»Es sind denke ich knapp 3,5 Kilometer«, sagte Vetterer zur Strecke. Es werde, so schätzte er, weniger Arbeit anfallen als im ersten Abschnitt. Gestemmt werden soll sie – so die Hoffnung – wieder mit einer ehrenamtlichen Gemeinschaftsleistung, unterstützt von der Stadt. Nun stehen zunächst Gespräche mit den Grundstückseigentümern an. Bei der Umsetzung werde man sich zeitlich nach den Helfern richten, betonte Geppert – den Start vermutete er aber eher im Spätjahr.

Stichwort

Ehrenamtlicher Einsatz

Als Bauleiter hofft Bürgermeister Thomas Geppert erneut auf das Duo Ernst Lange und Manfred Schafheutle. Beide waren beim Infoabend dabei – eine abschließende Zusage gab es allerdings noch nicht.

»Der Motor ist vielleicht da, aber das Benzin muss schon von Kirnbach kommen«, sagte Lange. »Das hat so unsäglich Spaß gemacht«, erinnerte sich Schafheutle an die Zusammenarbeit der vielen Helfer im ersten Abschnitt. Er betonte aber: »Wir möchten uns da auf keinen Fall in den Vordergrund drängen.« Zumal einiges los sei. »Die Frage ist: Wie koordiniert man das?« Diese Frage soll in den weiteren Schritten geklärt werden. Ebenso wie Details zur Ausgestaltung des Wegs mit Attraktionen wie Brunnen oder Sitzgruppen oder Versicherungs-Fragen. Geppert erinnerte an die Anfänge des ursprünglichen Projekts: »Was sich da angeschlossen hat, hatte im Vorfeld keiner erwartet.«

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