Schenkenzell

Grüne Baulücke in Schenkenzell soll geschlossen werden

Autor: 
Lothar Herzog
Lesezeit 2 Minuten
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25. Oktober 2020

Diese Freifläche innerhalb des Bebauungsplans Obere Wiedmen in Schenkenzell soll für eine Bebauung neu überplant werden und neue Bauplätze erschließen. Dafür wird eine Änderung des Bebauungsplans erforderlich. ©Lothar Herzog

Gute Aussichten für Häuslebauer in Schenkenzell: Der Gemeinderat beschloss am Mittwoch, eine Freifläche im Gebiet Obere Wiedmen neu zu überplanen. Sieben Bauplätze sollen so entstehen.

Verwaltung und Gemeinderat Schenkenzell wollen den Bebauungsplan Obere Wiedmen ändern, um eine in Privatbesitz befindliche Freifläche einer Bebauung zuzuführen. Dadurch entstehen sieben neue Bauplätze in guter Lage. Die erforderlichen Planungsarbeiten vergab der Rat in seiner Sitzung am Mittwoch.

Verhandlung unter Schenk

Nach Auskunft von Bürgermeister Bernd Heinzelmann habe sein Vorgänger Thomas Schenk vor Ende seiner Dienstzeit mit dem Eigentümer der circa 0,66 Hektar großen Freifläche einen Vertrag ausgehandelt, der eine Überplanung vorsehe. Im bestehenden Bebauungsplan des Wohngebiets Obere Wiedmen seien kleine Reihenhaus-Baufenster ausgewiesen. „Aus städtebaulicher Sicht ist dies sicherlich wünschenswert, jedoch nicht mehr zeitgemäß. Deshalb kann ich verstehen, dass der Grundstücksbesitzer mit dieser Planungsform nicht einverstanden ist“, sagte Heinzelmann.

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Mit dem Ingenieurbüro Gfrörer aus Empfingen sei das Gelände damals vermessen und es seien mehrere Planvorentwürfe ausgearbeitet worden. Diese Leistungen in Höhe von rund 7600 Euro seien noch nicht abgerechnet worden und müssten jetzt beglichen werden. Um die örtlichen Bauvorschriften im Bebauungsplan ändern zu können, brauche es einen endgültigen Entwurf als sogenannte dritte punktuelle Änderung. Hierfür liege ihm vom Büro Gfrörer ein Angebot über 14 200 Euro vor, in dem die Kosten für Verfahren, Umweltbericht und artenschutzrechtliche Fachprüfung enthalten seien. Für die Planung gebe es bereits Vorschläge, die noch öffentlich vorgestellt würden.

Zeit und Geld sparen

Da es sich bei der Bebauungsplanänderung um eine klassische Innenentwicklung mit Nachverdichtung handle, könne sie im beschleunigten Verfahren mit nur einer Offenlage aufgestellt werden, erklärte Heinzelmann. Das spare Zeit und Kosten. „Gegenüber dem Eigentümer sehe ich eine gewisse Verpflichtung, weshalb wir das Verfahren im kommenden Jahr angehen sollten“, forderte der Bürgermeister die Vergabe der Planungsleistungen. Zeitnah soll in der übernächsten Ratssitzung der erforderliche Aufstellungsbeschluss gefasst werden.

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