Gemeinderat

Grünes Licht bei Wasserthemen in Hofstetten

Autor: 
Werner Bauer
Lesezeit 4 Minuten
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17. Januar 2019

Im Zuge des Dorfsanierung sollen auch marode Wasserleitungen ausgetauscht werden, da die Straße ohnehin offen ist. ©Werner Bauer

Zwei Themen, die mit Wasser zu tun haben, beschäftigten den Hofstetter Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwochabend. Zum einen ging es um ein Strukturgutachten zur Wasserversorgung und zum anderen um marode Wasserleitungen.

Der Hofstetter Gemeinderat beauftragt die Verwaltung in Abstimmung mit den Fachbehörden ein Strukturgutachten zur Wasserversorgung erstellen zu lassen und einen Zuschussantrag beim Landratsamt Ortenaukreis einzureichen. 

»Der Klimawandel geht auch an Hofstetten nicht vorbei«, sagte Bürgermeister Martin Aßmuth, dem eine schriftliche Anfrage vom Außenbereich zum Anschluss an die Wasserversorgung Hofstettens vorlag. Im heißen Sommer 2018 reichte die Schüttung einiger Quellen der Wasser-Eigenversorgung im Außenbereich nicht aus, weshalb einige Bürger mit Wasser durch die Gemeinde versorgt werden mussten, informierte er.

Gutachten wird wohl dauern

»Die Prüfung einer zentralen Wasserversorgung in den Außenbereichen erfolgte in der Vergangenheit noch nicht«, sagte der Bürgermeister. Auch andere Kommunen sind mit der Problematik in vergleichbarer Weise konfrontiert. Aßmuth favorisierte das Büro Wald & Corbe für diesen Auftrag.

Das Gutachten nur für den Außenbereich erstellen zu lassen, sei aber nicht möglich. Auch sollte man sich auf die lange Bearbeitungszeit des Wasserwirtschaftamts einstellen, denn ein Jahr sei hier durchaus möglich. 
Gemeinderat Bernhard Kaspar (CDU), der ansonsten kein Freund von Gutachten ist, plädierte ausnahmsweise für eine Beauftragung, vor allem im Hinblick auf den Wasserpreis. 

Das Wasser war auch im nächsten Punkt ein Thema, und zwar ging es um die Erneuerung der Wasserleitung Hauptstraße beziehungsweise im Oberdorf. »Die Wasserleitung ist nunmehr fast 60 Jahre alt. Sie ist derzeit noch intakt, hat jedoch ihre Halbwertszeit um bald 20 Jahre überschritten«,  informierte Martin Aßmuth.

Die Leitungen in den angrenzenden Straßen befänden sich auch in einem schlechten Zustand, und in der Kreuzstraße kam es 2018 wieder zu Rohrbrüchen, so der Hofstetter Bürgermeister weiter.

Während Dorfsanierung 

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Aus Sicht der Verwaltung ist der Austausch der Wasserleitung nur eine Frage der Zeit. Die Leitung könne auch noch zwei oder fünf Jahre halten, sie könne wegen ihres Alters aber auch nächste Woche oder im Zuge der Bauarbeiten Schaden nehmen. 

Da die Straße ohnehin geöffnet und die Dorfmitte für sehr viel Geld umgestaltet werde, wäre es fatal eine dann neu hergestellte und sehr zentrale Straße unseres Dorfes innerhalb kurzer Zeit wieder für einen Austausch der Wasserleitung öffnen zu müssen. Das wäre aus Sicht der Verwaltung nur schwer vermittelbar. Auch aus Sicht des Ingenieurbüros Zink wird die Erneuerung der Wasserleitung empfohlen, erklärte Aßmuth. 

Heinz Jürgen Kentischer, der die Gemeinde in Sachen Tiefbau berät, erläuterte die gesamte Problematik. »Die Graugussleitungen vertragen keine Erschütterungen. Bei den gesamten Baumaßnahmen ist eine Erneuerung dringend zu empfehlen. Das Geld wäre in die Zukunft investiert«, meint er. Kentischer verwies dabei auf die Zufahrt zum Henry-Heller-Platz.  »Die Firma Knäble war mit dem Bau des Parkplatzes fertig, zwei Wochen später war die Wasserleitung kaputt«.

Mit Hausbesitzern reden

Wilhelm Uhl (CDU) gab dem Ingenieur-Büro die Schuld. »Die hätten uns auf die Lage aufmerksam machen können, immerhin geht es um 85 000 Euro«, ärgerte er sich. Bernhard Kaspar (CDU) meinte: »Es macht keinen Sinn nach den Schuldigen zu suchen«. Er sprach dafür die Baustelleneinrichtung mit zwei Prozent der Gesamtsumme an, die ihm etwas zu hoch vorkam. 

Arnold Allgaier drückte der Schuh ebenfalls in Sachen Kosten. »Wir sind Laien, da wünsche ich mir eine offenere Beratung«, sagte er. Er fühlte sich von den Ingenieuren »im Stich gelassen« und stimmt Uhl in seiner Meinung zu. 

Kentischer machte dann noch deutlich, dass in einigen Teilbereichen der komplette Unterbau erneuert wird. »Wenn die Wasserleitung dann in der Mitte liegt, sollte man oben drüber alles neu machen«, empfahl er. Für einige Anlieger wäre sicherlich der Wasserhausanschluss auf eigene Kosten ein Thema. »Hier sollte man mit den Hausbesitzern reden«, regte Uhl an.

Der Gemeinderat beschloss die Firma Knäble im Rahmen der Dorfsanierung auch mit der Erneuerung der Wasserleitung im Bereich Hauptstraße / Oberdorf zu beauftragen.

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