Gutach

Gutacher Kindergartenbedarf bleibt, die Beiträge steigen etwas

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19. Juni 2019

Elisabeth Pasternack leitete 35 Jahre den Gutacher Kindergarten »Unterm Regenbogen«. Am Mittwoch hatte sie ihren letzten Tag. Am Sonntag, 14. Juli, wird sie in einem Gottesdienst mit anschließendem Empfang verabschiedet. Auch das Offenburger Tageblatt wird sie noch gebührend verabschieden. Bis die Leitungsnachfolge gesichert ist, greift eine Übergangsregelung, die Bewerberlage schildert die Kirchengemeinderatsvorsitzende Rosemarie Armbruster als »nicht sehr rosig«. ©Claudia Ramsteiner

Mit einer Gegenstimme segnete der Gutacher Gemeinderat am Dienstagabend die Vorschläge des Kindergartenkuratoriums über den Kindergartenbedarfsplan und die Elternbeiträge für den Kindergarten Unterm Regenbogen ab. 

 Im Gutacher Kindergarten stehen in sechs Gruppen 107 Kindergartenplätze zur Verfügung, die laut Verwaltung »grundsätzlich für den Bedarf ausreichen«. Kämmerer Thomas Blum wies in der Gemeinderatssitzung am Dienstag darauf hin, dass entgegen der bisherigen Praxis für die Bedarfsumfrage zum neuen Kindergartenjahr nur Eltern angeschrieben wurden, deren Kinder den Kindergarten noch nicht besuchen. Wegen des Neubaus könne das Angebot für die anderen Kinder eh nicht ausgeweitet werden. 

Erlaubnis für Übergangszeit

Zu Beginn des Jahres gebe es einen Engpass im Bereich Kinder unter drei Jahren, da die acht Kinder, die nicht in einer der beiden Krippengruppen untergebracht werden können, in eine altersgemischte Gruppe aufgenommen werden müssen – dort dürfen aber nicht mehr Kleinkinder betreut werden als Kinder über 3 Jahren. Die evangelische Kirchengemeinde als Träger wird für diese Übergangszeit eine Erlaubnis beantragen.

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Am Personalschlüssel ändere sich nichts: Der Gutacher Kindergarten hat einen Personalbedarf von 10,85 Stellen plus die Leitungsfreistellung von 0,65 Stellen. Dies war der Grund für Bärbel Schwendemann, gegen die Bedarfsplanung zu stimmen. Die SPD-Gemeinderätin leitet selbst einen Kindergarten und Hausach und betonte, dass man für eine Kindertagesstätte dieser Größe die Leitung zu 100 Prozent für ihre Leitungsaufgaben freistellen müsse.

Leitungsfreistellung bleibt

Bürgermeister Siegfried Eckert wandte ein, dass man eine Leitung wolle, die »auch noch nah am Kind« sei, und außerdem sei die Freistellung erst im vergangenen Jahr von 0,45 auf 0,65 Stellen aufgestockt worden. 

»Wenn der Neubau fertig ist sind wir baulich wieder top vornedran – beim Angebot aber nicht, das muss dringend angepasst werden«, sagte Renate Wasmer (SPD). Die scheidende Gemeinderätin wollte dem künftigen Gemeinderätin »dringend mitgeben, künftig wieder eine Bedarfsumfrage zu machen«.  Die Voraussetzungen für Familien würden sich dauernd ändern, man könne sich da nicht auf einem Level ausruhen.
 

Stichwort

Elternbeiträge 2019/20

Die Elternbeiträge wurden laut der gemeinsamen Empfehlung der Kommunen und Kirchen um drei Prozent angehoben – in den Kleinkind- und Ganztagsgruppen um sechs Prozent, um dort bis in zwei, drei Jahren die Landesrichtsätze zu erreichen. Mit den Elternbeiträgen werden gerade mal 17 Prozent der Kindergartenkosten gedeckt, die laut Bürgermeister Siegfried Eckert »stetig steigen«. So sehen die Gebühren fürs Kindergartenjahr 2019/20 aus – sie werden (wichtig für den Vergleich mit anderen Einrichtungen) monatlich für elf Monate erhoben und müssen von der evangelischen Kirchengemeinde als Träger noch abgesegnet werden. Die Zahlen in Klammern sind die Sozialstaffelungen bei 2, 3 oder 4 und mehr Kinder unter 18 Jahren in einer Familie:
Regelgruppe 30 Std./Woche: 128 Euro (98, 65, 22 Euro).
VÖ-Gruppe 32,5 Std./Woche: 160 Euro (123, 81, 28 Euro).
Halbtagsgruppe 25 Std./Woche: 102 Euro (78, 52, 18 Euro)
Ganztagsgruppe 40 Std./Woche: 313 Euro (234, 156, 50 Euro).
Kinderkrippe (1–2 Jahre), 25 Std./Woche: 301 Euro (226, 151, 48 Euro.
Kinderkrippe oder AM-Gruppe (2–3 Jahre) 25 Std./Woche: 214 Euro (164, 108, 37 Euro)
Kinderkrippe oder AM-Gruppe (2–3 Jahre) 40 Std./Woche: 389 Euro (292, 194, 63 Euro).

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