Hornberg

Hangsicherung an der L108 zum Fohrenbühl dauert noch an

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23. Oktober 2020

Die Arbeiten an der vieldiskutierten Baustelle oberhalb des Hofbauernhofs in Reichenbach laufen planmäßig. Der Bauleiter hofft allerdings, dass kein Wintereinbruch kommt. ©Petra Epting

Arbeiten auf 500 Baumetern und mit einer Vollsperrung zwischen Hornberg und dem Fohrenbühl, die noch bis Mitte/Ende November dauern wird. Autofahrer ignorieren immer wieder Absperrungen. 

Oberhalb dem Hofbauernhof in Reichenbach ist die Firma Nacken aus Steisslingen seit zweieinhalb Wochen mit den Arbeiten für die Hangsicherung an der L 108 beschäftigt. Bekanntlich droht dort der Hang abzurutschen. Schon mehrmals musste die Straße aufgrund bereits ausgebrochener Stellen ausgebessert werden. Lange Zeit war sie auf einigen Metern nur einspurig befahrbar. Bauleiter Jonathan Mayer informierte am Mittwoch, dass die Arbeiten noch bis Mitte/Ende November dauern. „Sollte es überdies sehr schlechtes Wetter mit kalten Temperaturen geben, werden wir gar nicht mehr arbeiten können“, stellt er klar.

Seit mehr als eineinhalb Jahren ist die Hangsicherung Thema bei den Hornberger Gemeinde- und Ortschafträten sowie unter den Verkehrsteilnehmern. „Wir haben mit dem milden Winter Glück gehabt, aber der Zeitpunkt bis zur Erledigung beträgt dann eineinhalb Jahre, und das ist untragbar“, sagte Stadtrat Jörg Fehrenbacher (Freie Wähler) noch in der Gemeinderatssitzung im März diesen Jahrs. Das Straßenbauamt habe die Thematik unterschätzt, bemerkte Bürgermeister Siegfried Scheffold damals, denn die Ausmaße seien erst nach einem geologischen Gutachten klar gewesen.

„Halbseitige Sperrung hätte nicht funktioniert“

Im Juni scheiterte dann aufgrund eines Fahrfehlers ein Gefahrguttransporter an der Engstelle, was erneut Diskussionen hervorrief mit dem Tenor, den Fohrenbühl generell für Lastwagen zu sperren. Weil man den Fohrenbühler Gastwirten unmittelbar nach dem Shutdown keine Vollsperrung im Sommer zumuten wollte, wurden die nötigen Arbeiten in den Herbst verschoben. 

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„Mit einer halbseitigen Sperrung hätte es überhaupt nicht funktioniert“, erläutert Jonathan Mayer, die aufwendigen Arbeiten. Außerdem ist das noch befahrbare Stück Straße sehr eng. Eine Vollsperrung lasse ein ganz anderes Arbeiten ohne den ständigen Blick auf den Verkehr zu. 

Ein angrenzender Grundstückseigentümer hat die Straßensperrung überdies genutzt, um Verkehrssicherungsmaßnahmen durchzuführen und Käferholz aus dem Wald zu holen. „Da mussten wir zwar mitunter auch aufpassen und aufeinander Rücksicht nehmen, aber die Kommunikation mit den Forstarbeitern war gut“, stellt der Nacken-Bautrupp fest. Die ganze Sanierung zieht sich im Übrigen über 500 Baumeter, weil gleich noch eine andere bestehende Mauer mitsaniert wird.

Kopfbalken sichert

Derzeit werden Stangen in den Hang gebohrt und der eigentliche Rutschbereich mit Mikropfählen und einem rückverhängten Kopfbalken gesichert. Eine Woche lang wurden die Anker gebohrt, jetzt geht es an die aufwendige Schalung mit anschließendem Betonieren und der Armierung. Danach wird die Böschung wieder herangezogen und die Straße asphaltiert. 

Offensichtlich hat der Bautrupp immer wieder mit uneinsichtigen Autofahrern zu tun, die die Absperrungen ignorieren und versuchen, sich irgendwie durch die Baustelle zu schlängeln. Auch am Mittwochmorgen war vom Fohrenbühl kommend die Absperrung umgefahren gewesen. Ein Zustand, der für Kopfschütteln sorgt. Wie die Rettungskräfte würden auch Bauarbeiter zunehmend mit Beschimpfungen konfrontiert, mache diese Entwicklung doch Sorgen.

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