Haslach im Kinzigtal

Haslacher Landfrauenmarkt feiert 25-Jähriges

Autor: 
Martin Schwendemann
Lesezeit 3 Minuten
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13. August 2020

(Bild 1/2) Bürgermeister Philipp Saar dankte der Vorsitzenden des Haslacher Ortsverbands der Landfrauen, Marita Schmieder (links), und Gertrud Schmid, die seit 25 Jahren den Landfrauenmarkt organisiert. ©Stadt Haslach

Der Haslacher Landfrauenmarkt feiert am Samstag, 15. August, sein 25-jähriges Bestehen. Gertrud Schmid und Marita Schmieder verraten anlässlich des Jubiläums das Erfolgsrezept des Markts.

Heute sind Bauernmärkte und Naturparkmärkte gang und gäbe. Am 2. September 1995 fand nach langer Vorbereitung der erste solcher Märkte in der ganzen Region, der Landfrauenmarkt in Haslach statt, damals eine Pioniertat. Die damalige und heutige Marktorganisatorin Gertrud Schmid (Bollenbach) und Marita Schmieder (Eschau), die Sprecherin der Landfrauen der Raumschaft Haslach, stehen anlässlich des Jubiläums Rede und Antwort.

Der Haslacher Landfrauenmarkt ist heute ein oft kopiertes Erfolgsmodell. Wie ist der Markt vor nunmehr 25 Jahren entstanden?

Gertrud Schmid: Die Anregung dazu kam auf einem Bezirkslandfrauentag im Haslacher Pfarrheim von Bürgermeister Heinz Winkler. Die spätere Diskussion in unserem Vorstand unter Kriemhild Schmider war richtig heftig und endete unentschieden, doch wir haben mit viel Überzeugungsarbeit acht Stände zusammenbekommen. Das Wetter hat mitgespielt und die Kunden strömten in Scharen – ich selbst musste um 10.30 Uhr ausverkauft melden!

Marita Schmieder: Und mit der Zeit wuchs der Markt auf zehn bis 16 Stände an und die Zahl der Landfrauenmärkte stieg auf vier im Jahreslauf, so kam 1996 der Ostermarkt dazu und 1999 der erste Landfrauenweihnachtsmarkt. Mit dem Kürbismarkt schließlich wurde 2001 im Frühherbst der jüngste Markt installiert.

Gab es große Veränderungen im Laufe der Zeit, wo sind die Konstanten?

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Marita Schmieder: Es hat sich Einiges verändert! Zu Beginn war in erster Linie das klassische bäuerliche Nahrungsmittelangebot im Vordergrund, heute ist das zwar immer noch das wichtigste und breiteste Angebot, doch mit Dekoartikeln, Seifen, Socken, Nähsachen und Holzwaren kam ein großer Kreativbereich hinzu. Die Nachfrage ist einfach da

Gertrud Schmid: Immerhin sind noch zwei Stände aus der Anfangszeit auf vielen Märkten dabei, darunter auch der Sommerhaldenhof und wir vom Vorderhof als örtliche Anbieter. Erwin Duffner vom Schlossberghof baute 25 Jahren mit seiner Mannschaft die Stände der Sozialstation auf, die das schöne einheitliche Bild ergeben. Er wird es heuer zum letzten Male organisieren und dann den Stab an Hans Grießbaum weitergeben, dem neuen Aufbaumeister.

Worin unterscheidet sich der Haslacher Landfrauenmarkt von anderen Bauernmärkten?

Gertrud Schmid: Wir achteten von Anfang strikt auf hohe Qualität und vor allem, dass wirklich nur Anbieter aus der Region dabei sind. Doch das tun andere Bauernmärkte inzwischen auch. Aber fast unschlagbar ist die tolle Atmosphäre in der Haslacher Altstadt. Die hohe Kundenfrequenz des Wochenmarkts ist eine gute Grundlage auch für unseren Markt, wir ergänzen uns da ideal. Für einige Wochenmarktanbieter war übrigens unser Landfrauenmarkt das Sprungbrett zum Daueranbieter beim Wochenmarkt.

Marita Schmieder: Etwas Besonderes ist auch der Gemeinschaftsstand des Vereins selbst am „Kaufhaus“ mit Kaffee und Kuchen und zu Weihnachten mit den legendären „Mühlenbacher Wihnachtsbrötle“. Leider kann dieser Bewirtungsstand beim 25-jährigen nicht dabei sein, wir sind zu dem Schluss gekommen, wegen Corona dieses Mal sicherheitshalber auszusetzen. Ich hoffe, der beliebte Stand kann bei den nächsten Märkten wieder dabei sein.

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