Ausgezeichnet – die Besten (3)

Haslacher Leon Fritzsche hat einen super Abschluss

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20. November 2020

Auch Leon Fritzsches Vater arbeitet bei der Firma Hansmann-Bau. Er wuchs daher mit dem Beruf des Maurers quasi auf. ©Firma Hansmann-Bau

Leon Fritzsche von Hansmann-Bau hat seine Maurer-Lehre mit der Note 1,3 abgeschlossen. Auch nach dem Abschluss bleibt er der Firma in Haslach-Schnellingen erhalten.

Handwerk, Industrie oder Studium: Die Besten ihrer Fächer stellt das Offenburger Tageblatt in einer Serie vor. In der heutigen Folge geht es um Leon Fritzsche, der erfolgreich seine Maurer-Ausbildung abgeschlossen hat.

Der 19-jährige Haslacher hat mit der Traumnote 1,3 bestanden. Gleiches gilt für Anton Walter (wir werden noch berichten), der seine Ausbildung auch bei der Firma Hansmann absolviert hat. Laut Ingeborg Hansmann waren es die Auszubildenden 34 und 35 des Betriebs, das 1984 mit sechs Mann gegründet worden war und heute mehr als 50 Mitarbeiter beschäftigt.  

Quasi in Fußstapfen des Vaters getreten

„Das ist ein super Abschluss“, lobt Ingeborg Hansmann und freut sich, solch motivierte junge Männer im Betrieb zu haben. So eine Leistung gelte es auch entsprechend zu würdigen. Sie findet es schade, dass coronabedingt keine Freisprechungsfeier stattfand. 

Leon Fritzsche tritt mit seiner Berufswahl quasi in die Fußstapfen seines Vaters, der auch bei Hansmann-Bau als Maurer beschäftigt ist. „Schon als Kind war mir klar, dass ich das auch mal machen möchte“, erzählt er. Verfestigt wurde sein Wunsch dann später über ein Praktikum, und auch als Ferienjobber arbeitete er bereits bei Hansmann-Bau, ehe er nach dem Abschluss der Realschule die Ausbildung begann.

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Die Ausbildung dauerte drei Jahre. Neben der Praxis auf der Baustelle besuchte er, wie alle Azubis, auch die Gewerbliche Schule Offenburg, um Theorie zu büffeln. Die überbetriebliche Ausbildungsstätte war in Bühl. Coronabedingte Einschränkungen gab es dabei kaum.

Vielleicht später noch den Meister machen

„Auf den Gängen in der Schule musste man eben Maske tragen“, berichtet Fritzsche. Er hatte aber auch Glück, dass Corona in sein letztes Ausbildungsjahr fiel, da in diesem weniger Unterricht auf dem Programm steht als in den beiden ersten Jahren. Dass wegen der Pandemie keine Freisprechungsfeier stattfand, findet aber auch er schade.

Vor dem Abschluss der Ausbildung stand aber erst noch die Prüfung. In der Theorie wurde wegen Corona nur in den vier Hauptfächern geprüft, während in den Nebenfächern die bisher erzielte Note übernommen wurde. Im praktischen Teil hieß es binnen sechs Stunden ein Sichtmauerwerk (ein Mauerwerk, das nicht verputzt ist) zu erstellen. Diese Zeit ist dabei durchaus knapp bemessen.

Und wie geht es nun bei Leon Fritsche weiter? „Ich will jetzt erst einmal ein paar Jahre arbeiten und dann vielleicht noch den Meister machen. Fest steht das aber noch nicht“, sagt der 19-Jährige, dem die Zusammenarbeit mit den Kollegen viel Freude bereitet. Zudem findet er es schön, später an früheren Baustellen zu sehen, was er dort geschaffen hat.
 

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