Nest in Riegel etwas niedriger

Haslacher Störche nisten am höchsten

Autor: 
Alois Krafczyk
Lesezeit 2 Minuten
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02. August 2020

(Bild 1/2) Im Gegensatz zu Haslach (Foto alte Postkarte) gibt es in Riegel noch heute „Storchenkamine“. Der höhere Kamin ist nur etwas niedriger als der Kirchturm von St. Arbogast. ©Repro: Alois Krafczyk

Noch immer liegt Haslach mit der Höhe seines Storchennestes auf dem Turm von St. Arbogast an der Spitze in Deutschland. Die Jungstörche haben sich aber verabschiedet.

In Haslach wohnt man als Storch am höchsten und sicherlich auch zumindest mit am schönsten. Doch dicht gefolgt wird das Haslacher Nest bei der Höhe von einem Störche-Quartier auf  einem der beiden noch erhaltenen Brauereischornsteine der ehemaligen Brauerei Riegeler in Riegel am Kaiserstuhl.

Nach dem Ende der dortigen Brauereitradition blieb fast der gesamte Gebäudekomplex mit seinen zwei Schornsteinen erhalten. Diese prägen damit noch immer das Bild dieser schmucken Kleinstadt am Rande des Kaiserstuhls. Und beide Schornsteine beherbergen Störche.

Nur etwas niedriger in Riegel

Bei dem einen Schornstein kann man wegen der Höhe auch Vergleiche zu Haslach ziehen, wo in rund 60 Metern Höhe unterhalb des Turmkreuzes von St. Arbogast Störche seit 2014 ihr Domizil aufgeschlagen haben. 

Ein Brauerei-Schornstein hatte es einst auch in der Hansjakobstadt gegeben. Der Schornstein der ehemaligen Haslacher Brauerei Haser & Cie,  der über Jahrzehnte hinweg viele Störche beherbergt hatte, musste in der Mitte der 1970er Jahre wie der gesamte Gebäudekomplex abgebrochen und einem Neubau weichen. Schon damals stand Haslach in enger Beziehung zu Riegel. 

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Derzeit wird es in vielen Storchennestern immer ruhiger, so auch in Haslach, wo die drei längst ausgewachsenen Jungstörche Erwin, Arthur und Josef seit Sonntag nicht mehr da sind.

Abflug in Richtung Süden

Sie sind nur drei Tage später wie im vergangenen Jahr vermutlich in Richtung Süden abgeflogen. Geblieben sind die Altstörche. Die Eltern halten es in  aller Regel bis Ende September oder Anfang Oktober an ihrem Standort aus. 

Nach ihrem Abschied bleibt dann für die vielen Adebar-Freunde in Haslach nur die Hoffnung, dass sie gut überwintern und im Frühjahr wieder ins Städtle auf den Turm von St. Arbogast zurückkehren.

Doch noch sind sie da. Die meiste Zeit des Tages verbringen sie dabei in unmittelbarer Stadtnähe auf den Wiesenflächen und nur zwischendurch gönnen sie sich eine Rast auf dem Kirchturm und machen dann durch ihr lautes Geklappere auf sich aufmerksam. Erst gegen den späten Abend wird es meist dann wieder lebendig hoch droben über den Dächern von Alt-Hasle. 
 

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