Hausach - Einbach

Hausach und Einbach werden ein altes Ehepaar

Autor: 
Christiane Agüera Oliver
Lesezeit 3 Minuten
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24. Oktober 2021
Bürgermeister Wolfgang Hermann (von links), der "Macher" der Ausstellung Udo Prange und Altbürgermeister Manfred Kienzle, der vor 50 Jahren den Eingliederungsvertrag unterzeichnet hat, bei der Ausstellungseröffnung am Freitag im Schopf des Gasthauses "Hirsch" in Hausach-Einbach. 

Bürgermeister Wolfgang Hermann (von links), der "Macher" der Ausstellung Udo Prange und Altbürgermeister Manfred Kienzle, der vor 50 Jahren den Eingliederungsvertrag unterzeichnet hat, bei der Ausstellungseröffnung am Freitag im Schopf des Gasthauses "Hirsch" in Hausach-Einbach.  ©christiane agüera

Mit einer Ausstellung, Bilder- und Videoshows feierten Hausach und Einbach am vergangenen Wochenende 50 Jahre nach der Eingliederung ihre „goldene Hochzeit“, coronabedingt etwas verspätet.

Alphornklänge drangen am Freitagabend durchs Einbachtal. Mit der musikalischen Umrahmung der Mühlenbacher Alphornbläser wurde die Ausstellung zum 50. Jubiläum der Eingemeindung von Einbach nach Hausach feierlich eröffnet. Im neuen Schopf hinter dem Gasthaus Hirsch waren über das ganze Wochenende Fotografien und Zeitungsberichte über das große und bedeutsame Ereignis ausgestellt. Im Gasthaus selbst wurden bei zwei Bilderschauen Erinnerungen wach. Udo Prange und sein Team vom Museumskreis hatten zuvor eine Auswahl getroffen, alles zusammengestellt und die Ausstellung organisiert.

Beide Bilderschauen liefen knapp 90 Minuten. Es gab unter anderem nostalgische Einblicke in den damaligen Festakt zur Eingemeindung, die 40 Jahr-Feier und auch zur 900-Jahr Feier samt den Akteuren. Einbacher Höfe und Gebäude standen im Fokus, genauso wie bäuerliches Arbeiten und Einbacher Originale. Wer dann noch Lust hatte, der konnte sich auch den 50-minütigen Videofilm zur 900-Jahr-Feier in Dauerschleife anschauen.

„Zukunftsträchtig"

„Eine kluge und zukunftsträchtige Entscheidung“, resümierte Bürgermeister Wolfgang Hermann bei der Vernissage am Freitagabend. Die Entscheidung sei damals aber niemandem leicht von der Hand gegangen und die Eingemeindung mit großer Skepsis diskutiert worden, erinnerte er. Mit dem Zusammenschluss zählte Hausach 766 Bürger mehr, und die Fläche vervierfachte sich in ihrer Größe. 80 Prozent hätten damals für die Eingemeindung gestimmt. Altbürgermeister und Ehrenbürger Manfred Kienzle, der unter den Gästen der Vernissage weilte, bestätigte die damalige emotionale Übergabe, als ihm der Einbacher Bürgermeister Alois Benz die Amtskette umhängte. „Man sah, hier verschmelzt etwas“, so Hermann.

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Auch noch nach 50 Jahren sei das Ergebnis eindeutig: Die Vorteile würden überwiegen, jeder profitiere von jedem, und nach den einstigen Verhandlungen auf Augenhöhe seien alle Versprechungen gehalten worden. Der Hausacher Bürgermeister tauchte weiter in die 50-jährige Geschichte ein und lobt den Gemeinderat für seinen Weitblick, als 1999 die unechte Teilortswahl abgeschafft wurde.

Braut und Bräutigam

Wolfgang Hermann warf einen Blick auf einen „beindruckenden Zusammenhalt“ und verglich die Zusammenschmelzung mit der von Braut und Bräutigam. „Wer was war, kann man aus den Überlieferungen nicht herauslesen“, schmunzelte Hermann. Noch heute, „als gereiftes Ehepaar“, könne auf 50 gelungene Jahre, was auch geografisch und politisch zusammengehöre, zurückgeblickt werden. „Ohne dabei die eigene Identität zu verlieren“.

„Wir können gemeinsame Ziele erreichen, müssen nur mutig sein“, blickte er auf „ein weiteres gemeinsames Hand in Hand in eine gemeinsame Zukunft.“

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