Hausach

Hausacher Bürgermeister ehrt 235 Jahre Ratserfahrung

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16. Juli 2019
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(Bild 1/2) Bürgermeister Wolfgang Hermann von links ehrte Gemeinderäte für langjährigen kommunalpolitischen Einsatz: Frank Breig, Ernst Grieshaber, Max Winterer, Bernhard Kohmann, Brigitte Salzmann, Stefan Armbruster, Ines Benz, Erwin Fehrenbacher, Udo Prange, Karin Rosemann, Rolf Decker, Konrad Schmid und Frank Schmider. ©Claudia Ramsteiner

Bevor sich der neue Gemeinderat konstituierte, erfolgte am Montagabend ein längerer Ehrungs- und Verabschiedungsreigen. Gleich vier Gemeinderäte wurden für 30 Jahre kommunalpolitisches Engagement geehrt.

»Die Bilanz Ihrer Amtszeit kann nur als ausgesprochen erfolgreich für unsere Stadt Hausach gewertet werden«, lobte Bürgermeister Wolfgang Hermann in der öffentlichen Gemeinderatssitzung die Räte, die »unglaublich viel Zeit, Engagement und Wissen in das Gremium eingebracht haben«. Und er schloss in den Dank auch die Partner ein, ohne deren Rück- und Einsicht diese ehrenamtliche Arbeit gar nicht möglich gewesen wäre. 
Von der Stadthalleerneuerung über die Erweiterungsbauten des Schulzentrums und des Kindergartens St. Barbara bis zum Neubau der Mediathek und den Kunstrasenplatz zählte er beispielhaft eine ganze Liste großer Maßnahmen zum Wohl der Allgemeinheit auf, an denen der Gemeinderat in einer »großartigen Kontinuierlichkeit mitgewirkt habe.

Folgende Gemeinderäte erfuhren eine besondere Ehrung des Gemeindetags und der Stadt Hausach, für jeden hatte Wolfgang Hermann eine kurze Laudation vorbereitet:
◼ 10 Jahre: Stefan Armbruster, seit 2014 Fraktionssprecher der Freien Wähler;  Ines Benz, 2009 bis 2014 Fraktionssprecherin der Freien Wähler; Frank Breig, neuer Fraktionssprecher der CDU; Jürgen Decker (CDU), er wurde gleichzeitig aus dem Rat verabschiedet; Erwin Fehrenbacher (Freie Wähler), er wurde ebenfalls verabschiedet und Ernst Grieshaber (SPD). 
◼ 20 Jahre: Konrad Schmid (Freie Wähler) und Frank Schmider (stellvertretender Fraktionssprecher der CDU).
◼ 25 Jahre: Bernhard Kohmann (SPD), seit 2009 dritter Bürgermeisterstellvertreter, außerdem auch Vorsitzender der Trachten- und Volkstanzgruppe und des BLHV.
◼ 30 Jahre: In jeder Fraktion gibt es genau ein Mitglied, das bereits sechs Wahlperioden im Gemeinderat mitarbeitet und nun für eine weitere Periode gewählt wurde. Udo Prange (Freie Wähler), seit 2009 erster Bürgermeisterstellvertreter, der »den Laden schmeißt, wenn ich im Urlaub bin«, außerdem im Museums-kreis engagiert. Karin Rosemann, seit 1989 Sprecherin der Grünen Liste; Brigitte Salzmann, seit 1994 Fraktionssprecherin der SPD und Max Winterer (CDU), der 1984 bis 1989 und 1994 bis 2019 Mitglied des Gemeinderats war, seit 2009 als zweiter Bürgermeisterstellvertreter.

Aus dem Gemeinderat verabschiedet wurden außerdem Franz-Josef Wölfle (Grüne Liste, fünf Jahre) und Thomas  Waldenspuhl (Fraktionssprecher der CDU, 15 Jahre). 

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Abschiedsrede

Thomas Waldenspuhl richtete eine letzte eindringliche Rede an den neuen Gemeinderat. Natürlich sei er enttäuscht und traurig, dem Gremium nicht mehr anzugehören, »sonst wäre ich nicht die letzten 15 Jahre mit Herz dabei gewesen«. Aber er sei froh, in einer Demokratie zu leben. Sein Dank ging auch an den ebenfalls anwesenden ehemaligen Bürgermeister Manfred Wöhrle mit seiner »Achtung vor jedem Einzelnen und seiner unendliche Geduld«. Ein Gemeinderat ohne Parteiengezänk und der Bau des Kinzigtalbads sei auch sein Verdienst. 

Er verlasse den Gemeinderat mit versöhntem Herzen, »es war schön, hier zu kämpfen« und bat darum künftig mehr öffentlich zu beraten. Demonstrativ setzte sich Thomas Waldenspuhl eine Kippa auf den Kopf und rief dazu auf, für eine offene Gesellschaft zu kämpfen, in der das Tragen einer Kippa nicht zur Gefahr werde. Auch die soziale und kulturelle Gerechtigkeit sowie der Klimawandel müssten dringend in den Entscheidungen eines Kommunalparlaments eine Rolle spielen. Er appellierte an die jungen neuen Gemeinderäte: »Tretet für Euch ein!« Er werde persönlich und politisch weiterkämpfen, auch in der CDU. 
Nach der Sitzung waren alle scheidenden und neuen Gemeinderäte mit ihren Partnern zum Essen eingeladen. 

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