Evangelische Kirchengemeinde Schiltach

Heiße Planungsphase für neues Gemeindehaus beginnt

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12. Januar 2019

Das Martin-Luther-Haus ist nicht nur marode, feucht und unwirtschaftlich, sondern auch ungemütlich. Ein Neubau soll Abhilfe schaffen. ©Martina Baumgartner

Die Finanzierung des Baus eines neuen evangelischen Gemeindehauses steht und Startschuss für den Architektenwettbewerb ist in einem Monat. Die Kirchengemeinde muss unter anderem 50 000 Euro Spendengelder bereitstellen.

Gleich der Ruhe vor dem Sturm wartet die evangelische Kirchengemeinde Schiltach auf den 13. Februar. Dann nämlich trifft sich die Jury zum ersten Mal imd lobt den Architektenwettbewerb für das neue Kirchengemeindehaus in Schiltach aus. Die Juroren sind drei bis vier Vertreter des Schiltacher Kirchengemeinderats, die Architektin des Evangelischen Oberkirchenrats, sowie einer, der die Finanzen im Blick behält und beratende Vertreter der Badischen Landeskirche und der Kommune. 

Mit sechs Alternativen die beste Lösung finden

Der Startschuss gilt den  bisher sechs angefragte Architekturbüros, deren Mitarbeiter  sich Gedanken zu Entwürfen für die rund 270 Quadratmeter Nettofläche zu einem alle Maßnahmen enthaltenden Budget von 1,7 Millionen Euro machen dürfen. Dafür wird die Kirchengemeinde jeweils bis zu 5000 Euro bezahlen, mit dem Ziel durch die Planung von Alternativen die beste Lösung zu finden. 

Am 2. April gebe es dann ein sogenanntes Rücksprachekolloquium und damit die letzte Möglichkeit, die Auslobung zu modifizieren oder zu ergänzen. Dann geht’s in die Entwurfsplanung und am 2. Juli entscheidet die Jury, wer den Architektenvertrag bekommt.  

Zu jeder Zeit des Wettbewerbs hat die Kirchengemeinde ein Mitspracherecht im Rahmen der Entscheidungen die Planung betreffend. Die Kirchengemeinde kann sich am 7. Juli bei der öffentlichen Vorstellung in einer Gemeindeversammlung ein Bild ihres neue Gemeindehauses machen – auf dem Papier. Buzzi rechnet mit dem Abriss des Martin-Luther-Hauses (Stichwort) im Frühjahr des kommenden Jahres und wenn alles optimal läuft, sollte das neue Gemeindehaus Mitte 2021 bezugsfertig sein, wünscht sie sich. 

Ärmel hochkrempeln und die Arbeit angehen

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Doch bis dahin ist es noch ein arbeitsintensiver und langer Weg. Der beginnt für die Gemeindeglieder mit Ärmel hochkrempeln ab Mitte Februar. Dann müssen nämlich Hand an die Vorarbeiten zum Abriss des alten Gemeindhauses gelegt werden: Ausräumen, Flohmarktartikel sichern und vorbereitende Arbeiten, so weit es machbar ist, erledigen. 

Weil die Baukostenfinanzierung zwar ausgeglichen, jedoch sehr knapp kalkuliert sei, mahnt der evangelische Oberkirchenrat zusätzliche Spendeneinnahmen in Höhe von mindestens
50 000 Euro an. Unter dieser Bedingung wurde die Finanzierung am 26. November abgesegnet und vor Kurzem bestätigt, so Buzzi.

Demnach wird die Kirchengemeinde an der Finanzierung beteiligt, mit 20 Prozent Eigenanteil und 30 Prozent aus einem geforderten Darlehen. Buzzi rechnet mit einer Verschuldung der Kirchengemeinde auf rund 25 bis 30 Jahre.

Aufwand ist zu schaffen

Für den Gemeinderücklagenfond sind bereits Spenden in Höhe von rund 17 000 Euro eingegangen. Fehlen noch rund 33 000 Euro um die Mindestanforderung voll zu machen. »Das schaffen wir«, sagt Buzzi zuversichtlich, hofft auf weitere Spenden und überlegt zusätzliche Möglichkeiten das Geld zusammenzubekommen. Der Förderverein hätte ebenfalls seine Unterstützung zugesagt, sagt sie. 

»Der Neubau des Gemeindehauses ist nicht nur ein Kirchengemeindebaby. Das wird letztlich auch die Stadt und ihrer Bürger bereichern«, sagt Buzzi.

Stichwort

Unwirtschaftliches Gebäude

Die Evangelische Landeskirche Baden stellte im Rahmen ihres Gebäudemanagements bereits 2015 fest, dass das MLH in den kommenden 20 Jahren sechs Millionen Euro Folgekosten produzieren wird. Das Gebäude ist mit circa 870 Quadratmetern Fläche, für den die rund 2300 Mitglieder umfassende evangelischen Kirchengemeinde zu groß. Eine Verkleinerung oder Sanierung des MHL ist unwirtschaftlich. Zudem ist die Bausubstanz schlecht, es ist feucht und teils schimmlig. Es wird abgerissen und durch ein kleineres Gebäude im Garten des Pfarrhauses gleich nebenan ersetzt.

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