»VW-Käfer- und Alteisentreffen«

Heiße Schlitten und Petticoats

Autor: 
Lothar Herzog
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03. September 2014

Rund 100 VW-Käfer-Modelle, VW-Busse, »Kübel« und Buggys ab dem Baujahr 1956 sowie 20 weitere Oldtimer versprühten auf der Wiese des Schlossbergs beim zweiten »VW-Käfer- und Alteisentreffen« einen Hauch von Nostalgie. Die Fahrer waren am Samstag aus dem gesamten Bundesgebiet, der Schweiz und Österreich nach Schramberg angereist. Die weiteste Anreise hatte ein »Kugelporsche« aus Rumänien hinter sich.
Zwar stach den zahlreichen Besuchern besonders ein Oldtimer mit kalifornischem Kennzeichen ins Auge. Allerdings nur zum Spaß, denn der Besitzer kam aus dem schweizerischen Kanton Zug.
Mit einem gelungenen Rahmenprogramm hielt der Veranstalter die Besucher bei Laune. Der gemütliche Nachmittags-Hock vor dem »Burgstüble« wurde mit einer Modenschau von Sarah Schilling versüßt. Die 28-jährige Heidelbergerin hat nach eigener Aussage ein Faible für alte und verspielte Kleider und näht diese in ihrer Freizeit selber. Sie gehörte zu dem attraktiven Quintett, das den legendären Petticoat, Matrosen-, Braut- und Festkleider zeigte. Bei ihrer Präsentation auf dem ungewöhnlichen Catwalk gab es reichlich Applaus vom Publikum.

Sportlich fit sein mussten die Oldtimer-Fahrer beim Car-Limbo, zu dem sich sechs Teilnehmer, darunter eine Frau, wagten. Nicht nur das Fahrzeug musste dabei die Messlatte unterqueren, sondern auch der Fahrer. Den Siegerpokal in Form eines Fünf-Liter-
Ölfasses holte sich der Metzinger Daniel Melchinger, der mit seinem VW-Kübel 1,08 Meter schaffte.

Organisatoren zufrieden
Ausgezeichnet wurden außerdem das coolste Fahrzeug und die schönste Fahrerin beziehungsweise Beifahrerin. Am Abend heizte die Rockabil­ly-Band »Booze Bombs« aus dem Nordschwarzwald den zahlreichen Besuchern mit Hits aus den 50er- und 60er-Jahren kräftig ein.
Über den Verlauf des Treffens, das der Stammtisch »King-Käfers« erstmals in eigener Regie ausrichtete, zeigte sich der Club sehr zufrieden. Ziel sei in erster Linie, einer breiten Öffentlichkeit solche Fahrzeuge zu präsentieren. Es gebe durchaus junge Menschen, die sich dafür begeistern würden. Durch den Stammtisch, den es seit 2007 gibt, habe man schon viele Freundschaften geschlossen. Man helfe sich gegenseitig, sei es beim Umzug oder bei der Suche nach Ersatzteilen. Ein Treffen zu organisieren erfordere eine Menge Arbeit. Doch die habe sich am Ende gelohnt, hieß es aus den Reihen des Stammtischs.

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