Wolfach

Helge Gerken präsentiert junge Künstler

Andreas Buchta
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22. September 2015
Kunstsammler Helge Gerken vor Peter Feilers großformatigem »Müllmenschenmüll«.

Kunstsammler Helge Gerken vor Peter Feilers großformatigem »Müllmenschenmüll«. ©Andreas Buchta

Helge Gerkens »Museum Schlössle« öffnet seine Pforten für die Besichtigung von Teilen seiner Privatsammlung. Die Ausstellung »Positionen deutscher Zeichner« wurde am Sonntag eröffnet und ist noch bis zum 18. Oktober zu sehen.

Er will seine Privatsammlung, die er schlicht »Museum Schlössle« nennt, jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst in einer Ausstellung präsentieren: Helge Gerken, der in den Räumen der einstigen Villa seiner Schwiegereltern in Wolfach einen geradezu unglaublichen Fundus an Werken moderner Kunst hortet, will seine Schätze der Öffentlichkeit zugänglich machen. Am Sonntag eröffnete er die Ausstellung »Positionen deutscher Zeichner«.

Schon wenn man das Anwesen betritt, grinsen einem Willi Tomes’ »Invasoren der Erde« entgegen, fasziniert Zeljko Rusics filigrane Skulptur aus Kirschholz und Ruud Kuijers »Geborstene Figur« liegt einem zu Füßen. »Ich habe so viele Skulpturen, dass ich gar nicht mehr dazu komme, sie wegzuräumen«, sagt Hausherr Helge Gerken.

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Entgegen dem Trend banaler Kunstdarstellung und öffentlichkeitswirksamer Ausstellungen bemühe er sich mit der Präsentation von Teilen seiner Sammlung um junge Künstler, die unbeirrt ihren Weg suchten – und dabei dennoch Erfolg hätten, erklärte Gerken seinem recht zahlreichen Publikum bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag.

Und diese Sammlung kann sich sehen lassen. Da sind etwa Werke von Peter Feiler vertreten, von Helga Gerken-Grieshaber, Kinki Texas und Michael Wutz. Peter Feiler ist mit seinen Visionen vertreten, bei denen das Psychische in den Mittelpunkt rückt und ihn zu gegensätzlichen künstlerischen Aussagen bringt: hier das Idyll eines schlafenden Jägers, dort die pervertierten Figuren auf dem »Müllmenschenmüll«. Oder Michael Wutz, Preisträger der Horst-Jansen-Stiftung, mit seinen tiefgründigen, den Betrachter beunruhigenden Zeichnungen. Oder Kinki Texas mit seinen provokativen Karikaturen, der einer pervertierten Gesellschaft den Spiegel vorhält. Und schließlich neue Arbeiten von Helga Gerken-Grieshaber, der Ehefrau des Galeristen. Und von der Decke hängen Objekte wie etwa das von Alexander Habisreutinger, das in filigraner Weise ein raumgreifendes Eigenleben zu führen scheint.

  • »Positionen deutscher Zeichner« im »Museum Schlössle« (Wolfach, Unterm Schlössle 5) ist noch bis 18. Oktober zu sehen. Öffnungszeiten: Freitags 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung, Telefon 0 78 34 / 93 13.

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