Bad Rippoldsau-Schapbach

"Helpfest"-Jubiläum: zehnmal rocken für den guten Zweck

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24. Oktober 2019

(Bild 1/3) Sie spielen beim zehnten „Helpfest“: „Die toten Ärzte“, ... ©Veranstalter

Rund 4000 Euro spendet der Verein „Schapbach hilft“ im Durchschnitt jährlich an gemeinnützige Vereine und Einrichtungen in der Region. Das ist der komplette Erlös aus dem „Helpfest“. Das bereits zehnte Benefizkonzert findet nun am 31. Oktober statt.

Von dem Grundgedanken heraus, etwas Gutes tun zu wollen und gleichzeitig auch eine Veranstaltung für ein junges Publikum zu schaffen, entstand das Schapbacher „Helpfest“. Mit dem zehnten Fest am Donnerstag, 31. Oktober, steht nun ein kleines Jubiläum an. 

Premiere feierte die Benefizveranstaltung am 5. Januar 2011 in der Schapbacher Festhalle. Ein emotionaler Augenblick, blicken Manuel Jehle (36) und Björn Wagner (31) zurück. „50, 100 . . . Wir wussten nicht, wie viele kommen“, so Jehle. Am Ende waren es an die 400 Gäste, „ein Wahnsinnssprung“.

Erste Veranstaltung 2011

Der Erlös 2011 ging an den Verein „Pwojè men kontre“. Die Bands der ersten Stunde waren „Soul Shaker“, „Contenance in the fridge“ und „Papalagi“. Besonders die Kinzigtäler Band „Papalagi“ habe die Jungs dabei sehr unterstützt. „Wir hatten ja keine Ahnung, was allein an der Technik beachtet werden musste“, so Wagner. Unterstützung bekamen sie auch von der Gemeinde, die bei der Premiere als Veranstalter auftrat. Im zweiten Jahr gründeten die Jungs eine GbR. Im August 2014 folgte die Gründung des Vereins „Schapbach hilft“. „Wir mussten echt dafür kämpfen, als gemeinnütziger Verein anerkannt zu werden“, erinnert sich Jehle. Mit Unterstützung eines Rechtsanwalts habe es dann geklappt. Von anfangs drei Mitgliedern zählt der Verein inzwischen 24. Bei den Festen selbst bekommen die Macher nochmal Unterstützung. „Jeder hilft“, ist Jehle dankbar. Und auch die Betriebe zeigen sich laut dem Vorsitzenden großzügig. 

2011, 2012 und 2013 fanden die Konzerte im Januar statt. Im Oktober 2013 dann erstmals der Termin an Halloween. Gerade vor und über die Fasnet sei immer viel los, so Wagner. Am 31. Oktober sei das nicht der Fall. Deshalb blieben die Macher dann auch im Herbst. 

„Emotionaler Moment“

Was sich seit der ersten Stunde nicht geändert hat, das ist das Ziel, die kompletten Einnahmen des Fests an einen gemeinnützigen Verein oder eine Einrichtung zu spenden. Eine Einschränkung gaben sich die Macher: „Wir wollen nichts Kirchliches und auch nichts Staatliches unterstützen“, so Wagner. Bonifazhof, Bärenkind, SBBZ Wolfach, Club 82, Haus Maria Frieden, Stiftung Eigensinn: Die Liste der bisherigen Spendenempfänger ist lang. Rund 4000 Euro kommen pro Fest zusammen. Die Spendenübergaben seien dabei immer ein Höhepunkt. „Ein emotionaler Moment. Da weißt du, für was du das machst“, sagt Wagner. Besonders freut es die Macher, wenn die Spendenempfänger auch beim Fest dabei sind. 

Ihrem Musikstil sind die Macher treu geblieben: „eine rockige Richtung“. So auch in diesem Jahr. Für das Jubiläum hat der Verein mehr in die Bands investiert, erstmals gibt es eine Security. Den Anfang macht „Guerilla Radio“. Die Freiburger Band tritt bereits zum zweiten Mal in Schapbach auf. Die italienische Band „Sugar“ gibt ihr erstes Konzert überhaupt in Deutschland. Und die dritte Band, „Die Toten Ärzte“, wird mit Coversongs für gute Stimmung sorgen: „Ich meine, wer kennt die Songs von den ‚Toten Hosen‘ und den ‚Ärzten‘ nicht?!“, so Wagner.

Erlös für Carl-Sandhaas-Schule

Erstmals konnte man sich übrigens um die Spende bewerben. Ausgewählt hat der Verein die Carl-Sandhaas-Schule in Haslach beziehungsweise deren Förderverein. Unterstützt werden soll die Neugestaltung eines Snoezelenraums (Wahrnehmungs- und Entspannungsraum für schwermehrfachbehinderte Menschen). 

Und wie sieht die Zukunft des „Helpfests“ aus? „Wir haben schon vor, dass es so weitergeht!“, betont Wagner und Jehle fügt hinzu: „Wir haben schließlich nicht für den Verein gekämpft, dass in zwei Jahren wieder alles vorbei ist.“ 

 

„Die Toten Ärzte“

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„‚Die Toten Ärzte‘ schaffen seit 20 Jahren eine grellbunte, explosive Interpretation von ‚Die Toten Hosen‘ und ‚Die Ärzte‘“, heißt es in einer Ankündigung der „Helpfest“-Macher, die für den 31. Oktober in Schapbach Ohrwurm-Garantie versprechen. Die Coverband aus Hamburg hat inzwischen mehr als 1000 Konzerte mit weitmehr als fünf Millionen Besucher „an den Rand der Ekstase gebracht“, beschreibt die Band auf ihrer Internetseite.

 

 

„Sugar“

„Sugar“ wurde 2014 als Hommage an „System of a Down“ in Como in Italien mit dem Ziel geboren, „die Musik, Energie, den Wahnsinn, die ernsten Klänge und die Intensität der berühmten armenischen Formation getreu und professionell zu performen“. In Schapbach geben Alessio Barichello (Vocals), Stefano Danaro (Bass und Backing Vocals), Andrea Zanon (Gitarre) und Giovanni Sala (Drums) am 31. Oktober ihre ­Deutschland-Premiere.

 

 

„Guerilla Radio“

1992 schrieb „Rage Against The Machine“ mit ihrem Debütalbum Geschichte, heißt es auf der „Helpfest“-Homepage. „Die Kombination aus Rap, sozialkritischer Texte voller Wut und Protest, einer vogelfreien Gitarre und einem unwiderstehlichen Groove verkauften Millionen Tonträger“. Die Band „Guerilla Radio“ aus Freiburg um Frontfrau Lena Knobloch will den Crossover-Mix aus Heavy, Rap, Funk und sehr viel Energie wieder aufleben lassen.

 

 

 

Info

Der Vorverkauf

Einlass in die Schapbacher Festhalle ist ab 19 Uhr. Karten kosten im Vorverkauf zehn Euro – erhältlich bis 30. Oktober in der Sparkasse­ in Schapbach, Bad Rippolds­au und in Oberwolfach, in der „Wolfsklause“, im „Wolftalcafé“ und in der „Rankachmühle“. Abendkasse: 13 Euro. Wer die Karten nicht im Voraus holen kann, kann sie sich per E-Mail, info@helpfest-schapbach.com, reservieren lassen. An der Abendkasse werden sie hinterlegt.

Stichwort

Unterstützen

Wer beim „Helpfest“ nicht dabei sein kann, trotzdem aber spenden möchte: Schapbach Hilft e. V., Sparkasse Wolfach, DE19 6645 2776 0000 0769 28.

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