Zweckverbandsitzung

Hochwasserschutz-Maßnahmen in Bollenbach werden teurer

Autor: 
Reinhold Heppner
Lesezeit 3 Minuten
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25. Mai 2020

(Bild 1/2) Die Brücke in der Dorfstraße soll im Zuge der Hochwasserschutz-Maßnahmen in Bollenbach neu gebaut werden, ©Reinhold Heppner

Rund zwei Millionen Euro kosten die Maßnahmen zum Hochwasserschutz in Bollenbach. Der Zweckverband hat nun am Mittwoch Arbeiten im Wert von rund 1,5 Millionen Euro vergeben.

Im Juni beginnen die Baumaßnahmen zum verbesserten Hochwasserschutz, danach wird sich die Bauphase entlang des Bollenbacher Talbachs bis zur Fertigstellung im November 2021 hinziehen. Darüber sprach am Mittwochabend der Zweckverband Hochwasserschutz der Raumschaft Haslach im Gemeindehaus St. Sebastian in Haslach. Zuerst wird ein Beweissicherungsverfahren bei angrenzenden Gebäuden durchgeführt. Dabei hofft Ortsvorsteher Andreas Isenmann auf Verständnis bei der Bevölkerung wegen der Einschränkungen, „die sich bei einer so großen Maßnahme leider nicht vermeiden lassen“.

Bollenbachs Ortsvorsteher bedauert, „dass die schönen Bäume beim Dorfplatz für den gewünschten Schutz weichen mussten“. Es sei richtig, für den bestmöglichen Schutz des Dorfs und der Bevölkerung zu sorgen – „auch wenn wir diesen hoffentlich niemals tatsächlich benötigen“. Bei der Planung zur Verbesserung des Hochwasserschutzes musste sowohl die technische Realisierbarkeit geklärt als auch das Kosten- und Nutzenverhältnis einer Umsetzung abgewogen werden. Im Ergebnis könne man durch den Bau des Bypasses und der folgenden Aufweitung des Gewässers immerhin einen Schutz für ein HQ-50-Ereignis erreichen, so Isenmann weiter. 

Erd-, Beton- und Gewässerbauarbeiten

Die Erd-, Beton- und Gewässerbauarbeiten wurden am Mittwoch an die Firma Böwingloh und Helfbernd in Verl zu einer Angebotssumme von rund 1,5 Millionen Euro vergeben. In Abstimmung mit dem Planungsbüro Wald und Corbe werde nun von dem bauausführenden Unternehmen ein detaillierter Bauzeitenplan erstellt und dabei auch festgelegt, mit welcher Baumaßnahme begonnen wird. Die wesentlichsten baulichen Gewerke sind der Neubau der Brücke Dorfstraße in Kombination mit dem Einlaufbauwerk für den Bypasskanal, der Bypasskanal selbst, die danach folgende Gewässeraufweitung und letztlich der Neubau der Neumattbrücke.                                                                  

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Die Gesamtbaukosten liegen bei insgesamt rund zwei Millionen Euro, die ursprüngliche Kalkulation von 2018 und der Kostenfortschreibung lag noch bei rund 1,5 Millionen Euro. Das war auch die angegebene Höhe eines Förderantrags beim Regierungspräsidium in Freiburg und somit auch Basis für den danach bewilligten Zuschuss von 1,12 Millionen Euro. 

Vielseitige Gründe für Kostensteigerung

Die Gründe für die Kostensteigerung seien laut Zweckverband vielseitig. Eine Rolle spielten zum Beispiel gestalterische Vorgaben seitens der Stadt, insbesondere die Erneuerung von Geländern entlang des Talbachs oder detaillierte Vorgaben der Versorgungsträger sowie neue Beiträge der Fachplanung zur Geotechnik und Tragwerksausführung.  

Die entstandenen Kostensteigerungen seien durch den bisherigen Zuwendungsbescheid nicht gedeckt. Ein Antrag an das Regierungspräsidium auf Erhöhung der Zuwendung wurde deshalb bereits gestellt. Inzwischen erhielt Stadtkämmerin Gisela Ringwald die Information, dass der Nachtrag grundsätzlich anerkannt werde. Lediglich die Kosten für die Geländer entlang des Dorfbachs müsse aus der Antragssumme rausgerechnet werden, da sie vom Zweckverband beziehungsweise der Stadt allein getragen werden sollten. 

Die geplanten Holzsteger im Bereich des Baugebiets „Zillmatt II“ werden später separat ausgeschrieben. Die Ausführung müsse noch mit dem Ortschaftsrat abgestimmt werden.

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