Hofstetten

Hofstetter Narren bauen Brunnen

Autor: 
Werner Bauer
Lesezeit 3 Minuten
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18. Juni 2019

Hofstettens Bürgermeister Martin Aßmuth (Mitte) ließ es sich nicht nehmen, selbst einen Stein für den Hofstetter Narrenbrunnen zu setzen. ©Narrenzunft Hofstetten

Mitglieder der Hofstetter Narrenzunft sind derzeit dabei, einen Narrenbrunnen zu bauen. Die Idee spukte schon lang in den Köpfen des Vorstandsteams herum, bis zur Umsetzung hat es aber mehr als 20 Jahre gedauert.   
 

Bei einem Hausbesuch im Vorfeld der Bürgermeisterwahl 1994 hatte Alt-Bürgermeister Henry Heller die Idee für einen Narrenbrunnen erstmals öffentlich gemacht. Denn er hatte bei seinem Rundgang auch den damaligen CDU-Ortsverbands-Chef Josef Singler aufgesucht. In dessen Wohnstube saß auch Hans-Peter Singler, frisch gebackener Vorsitzender der  neu gegründeten Höllenhund-Zunft.

Als die Männer gemeinsam am Tisch saßen, habe Heller gefragt: »›Was kann Hofstetten noch brauchen – einen Narrenbrunnen?‹ Das hat er 24 Jahre lang durchgezogen und immer wieder gefragt«, erinnert sich Singler lachend. Der Plan war eigentlich, den Narrenbrunnen noch in der Amtszeit von Henry Heller zu bauen – und dieser sollte als letzte Amtshandlung diesen Brunnen auch noch einweihen dürfen. Doch die Zeit sei davongelaufen – nicht aber das Ziel. 

Schatzsucherin seit 2009

Denn immer und immer wieder habe sich die Zunft Gedanken darüber gemacht, wie der Brunnen aussehen könnte.  Und zum Glück für die Hofstetter Narrenzunft, die im vergangenen Jahr ihr 25-jähriges Bestehen hatte, wurde mit dem Bau nicht schon zum elften Geburtstag begonnen, denn man hätte den Narrenbrunnen um eine weitere Figur, die Schatzsucherin von der Heidburg, erweitern müssen. Diese gibt es nämlich erst seit 2009.

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Seit Kurzem sei der Plan fertig, und einige Mitglieder der Zunft haben bereits unterhalb des Hofstetter Rathauses mit den Fundamentarbeiten begonnen.  
Zufällig sei an diesem Tag Hofstettens Bürgermeister Martin Aßmuth vorbeigekommen, habe eine Weile zugesehen und dann gesagt: »Einen Stein möchte ich auch setzen.« Gesagt getan – Helmut Singler reichte Martin Aßmuth Stein und Kelle, doch der Hofstetter Rathauschef befand den Stein als zu klein. Nach kurzem Umschauen hatte Aßmuth dann den passenden Brocken im Blick, der zu den anderen in der Mauer passte. Im Narrendenkmal verewigt spendierte der Hofstetter Bürgermeister zur Freude aller dann auch noch einen Kasten Bier. 

Kein Druck

»So darf es weiter gehen«, befand Hans-Peter Singler, der über den Narrenbrunnen noch nicht zu viel verraten will. Ein paar Details gab er dennoch preis: »Eigentlich ist es kein Brunnen, sondern ein Gebilde, das eine Geschichte aller drei Figuren erzählt«, so Singler, der sich mit seinem Team keinen Druck macht. »Wenn alles klappt, sind wir am 3. Oktober fertig, sonst halt Mitte Oktober oder November.«

Die große Mauer ist als Teil der alten Heidburg zu sehen, auf der die Schatzsucherin sitzt, ihren Schatz sieht, aber nicht erreicht. Der Brunnen selbst ist der umgekehrte Hut des ›Simsegräbslers‹, in dem ein Höllenhund in Flammen steht. Spenden seien übrigens sehr willkommen. Wer die Narrenzunft unterstützen möchte, kann sich gern an eines der Mitglieder wenden.

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