Altenpflegeheim

Hohe Impfquote im Alfred-Behr-Haus in Haslach

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red/lr
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19. Januar 2021

Bevor am Samstag im Alfred-Behr-Haus in Haslach geimpft wurde, fanden Aufklärungsgespräche statt.  ©Foto: Alfred-Behr-Haus Haslach

Im Alfred-Behr-Haus in Haslach haben am Samstag die Corona-Impfungen begonnen. In einer Pressemitteilung freut sich das Altenpflegeheim unter dem Dach des Caritasverbands Kinzigtal über die hohe Impfbeteiligung.

Mit 51 von 54 Bewohnern und 50 von insgesamt 70 Mitarbeitern (einige konnten nicht anwesend sein und wollen sich noch nachträglich impfen lassen) lag die Impfbeteiligung im Alfred-Behr-Haus weit über dem Durchschnitt. Geimpft wurde laut Hausleiterin Katja Rambach in verschiedenen Teams.

„Wir hatten das Glück, dass sich an der Impfaktion unter der Leitung von Uwe Bertsch vom MIT (Mobiles Impfteam) aus Offenburg, auch vier Hausärzte der Bewohner bereit erklärten, die Durchführung der Impfungen zu unterstützen“, teilt sie mit.

Leiterin stolz auf ihr Team

Auch die Leitungsriege des Hauses habe dem Impfteam den Rücken gestärkt. Durch die „herausragende interdisziplinäre Zusammenarbeit“ konnten die Registrierungen, Aufklärungen und Impfungen zügig vonstattengehen. Laut Bertsch fand er das Team des Behr-Hauses optimal vorbereitet vor.

Besonders stolz ist Rambach auf ihr gesamtes Team. „Die hohe Impfbeteiligung spiegelt die hohe Professionalität und das vorhandene Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiter wider. Diese leisten seit Monaten mit ihrer hohen Motivation und ihrem Engagement zusätzlich zum Alltagsgeschäft tagtäglich Herausragendes.“

Durch die Vorgaben der Politik, nach welcher nun lediglich Besucher und Dienstleister mit einem negativen Testergebnis, welches nicht älter als 48 Stunden beziehungsweise drei Tage sein darf, die Einrichtung betreten dürfen, sei der Aufwand nochmals deutlich angestiegen. Bisher seien Bewohner im Verdachtsfall und Mitarbeiter zweimal pro Woche getestet worden.

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Tests machen viel Arbeit

„Dabei sprechen wir von circa 60 bis 70 Tests pro Woche. Da pro Test mit einer Bearbeitung von 25 Minuten gerechnet wird, kann allein für die Testung der Mitarbeiter mit einem Stundenumfang von 25 bis 30 Stunden die Woche gerechnet werden. Allein mit den Testungen der Mitarbeiter sind wir an den Grenzen des Machbaren. Ich habe kaum Zeitressourcen für meine eigentlichen Aufgaben. Jetzt noch Besucher zu testen ist eine kaum zu bewältigende Aufgabe“, erklärt sie.

Unterstützung erhält das Team künftig durch eine examinierte Pflegefachkraft des Hauses, welche ihr Deputat für die Testungen aufgestockt hat. Außerdem wurde eine Stellenanzeige für den Verband geschaltet. „So können wir wenigstens zweimal pro Woche Testungen für Angehörige anbieten.“

Von Politik enttäuscht

Diese finden nur nach telefonischer Voranmeldung statt. Auch hier kann nur nach freier Kapazität getestet werden und die sei knapp. „Uns ist es ein starkes Anliegen, das Haus weiterhin für die Besuche geöffnet zu lassen. Ein Besuchsverbot wollten wir nie“, so Rambach.

Von der Politik zeigt sie  sich enttäuscht. „Vor Weihnachten gab es eine Anfrage der Heimaufsichtsbehörden über den nötigen personellen qualitativ und quantitativen Bedarf an Unterstützung. Wir haben sofort reagiert und unseren Bedarf dargestellt.“ Eine Antwort, geschweige denn Hilfe, sei bis dato noch nicht eingetroffen.

Das Gesamtresümee der Impfaktion ist dagegen positiv, so waren laut Behr-Haus alle Beteiligten sehr zufrieden mit dem Ablauf der Aktion.

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