Hornberg

Hornberger Edeka-Markt holt seine Kunden per Bus ab

17. März 2017
&copy Das Leben und Wohnen im Außenbereich, hier der Ortsteil Reichenbach, ist zwar wunderschön, kann aber ohne Auto und mit unzureichenden öffentlichen Verkehrsverbindungen schnell zum Problem werden. Jetzt startet der Hornberger Edeka-Markt eine unkonventione

So einen Service gab es bislang in Hornberg noch nie: Der Hornberger Edeka-Markt lässt ab dem 28. März drei Buslinien in Hornbergs Ortsteile und Außenbereiche laufen, um den dortigen, nicht mobilen Kunden einen Einkauf im Markt zu ermöglichen. 

»Ohne Auto – schlecht zu Fuß? Kein Problem – wir kommen mit dem Bus.« Mit dieser witzigen Anzeige inklusive Sprechblase mit dem Hinweis »s'koscht nix« macht die Familie Baumann vom Edeka-Markt auf einen neuen Service ihres Hauses aufmerksam. Im November 2016 wurde auf der Markgrafenwiese ihr neuer Markt eröffnet. Nun startet Geschäftsführer Harald Baumann ab dem 28. März für vier Wochen einen Versuch und lässt in Zusammenarbeit mit dem einheimischen Busunternehmen Stulz drei Buslinien für die Kunden aus dem Außenbereich laufen.

Vier Wochen lang jeweils dienstags und freitags

Wer in den Ortsteilen wohnt und kein Auto und niemanden aus der Familie hat, der den Fahrdienst übernimmt, der darf sich freuen. Und bekanntlich sind ja auch die öffentlichen Busverbindungen je nach Wohnlage sehr bescheiden. Harald Baumann macht allerdings darauf aufmerksam, dass es jeweils nur eine Haltestelle geben wird. »Es wird nicht jedes einzelne Haus der Mitfahrer angefahren. Das wiederum setzt natürlich schon eine gewisse Mobilität voraus«, betont er im OT-Gespräch.

Erstmals starten werden die Linien am Dienstag, 28. März. Vier Wochen lang sind Fahrten jeweils dienstags und freitags (ab 9 Uhr 1. Tour) geplant. Eine Fahrt startet in Niederwasser ab Dorfplatz bis zum Edeka-Markt. Die nächste ab dem Schwickersbach in Reichenbach mit Haltestellen an der Postwiese und am Kirchenzentrum. Und auch an die Kunden ab Rubersbach ist gedacht, die dort abgeholt und zum Markt gefahren werden. Ab 10.30 Uhr finden dann die Rückfahrten statt.

Harald Baumann ist bereits gespannt, wie das zunächst kostenlose Angebot angenommen werden wird. Ihm ist jedenfalls sehr wichtig, einmal einen Versuch zu starten, um allen Kunden im Außenbereich entgegenzukommen. Auch der soziale Aspekt, nämlich den Markt neben dem Einkauf als geselligen Treffpunkt zu verstehen, spielt für ihn eine große Rolle.

Ortsvorsteher erfreut

So ein Angebot gab es bisher in Hornberg noch nie. Die beiden Ortsvorsteher Gottfried Bühler und Bernhard Dold, denen Harald Baumann seinen angedachten Service bereits erläuterte, zeigen sich davon angetan.  »Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert, und dann wissen wir auch, ob solch ein Angebot überhaupt angenommen wird«, sagt Ortsvorsteher Bernhard Dold aus Niederwasser. Auch für Reichenbachs Ortsvorsteher Gottfried Bühler ist das ein prima Service, »um das Leben im Außenbereich wieder ein stückweit leichter zu machen«. Beide wünschen sich, dass sich möglichst viele Einwohner auf den Versuch einlassen.

Nach den ersten vier Wochen möchte Harald Baumann Bilanz ziehen. Dann werde man nicht nur die Beteiligung sehen, sondern auch was eventuell bei einer Fortführung noch verändert oder angepasst werden müsse.
 

Autor:
Petra Epting

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